Albrecht Müller, Herausgeber der „NachDenkSeiten”, hat pünktlich zur gestrigen Wahl Joachim Gaucks zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ein Buch mit dem programmatischen Titel „Der falsche Präsident” veröffentlicht. Der Name des Buches ist in der Tat Programm: Müller gibt sich viel Mühe, alle Gauck-Zitate, derer er auf die Schnelle habhaft werden konnte (Google lässt grüßen), aufzugreifen und in mehr oder weniger passende Zusammenhänge zu stellen. Im Grunde genommen schreibt Müller komprimiert das auf, was er schon seit einigen Jahren auf den „NachDenkSeiten” zum Besten gibt: der Sozialstaat wird von einem Kartell der Systemparteien ruiniert, die Medien machen mit, die Bürger sind wehrlos. Gauck dient Müller somit als Pappkamerad, auf den er seine Fundamentalkritik der Parteien projiziert. Immer wieder bemüht sich Müller, Gauck mit mehr oder weniger gelungenen Vorwürfen zu diffamieren...


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