Ohne Schulden läuft nichts

Thomas Strobl ist CFO, Blogger und Autor des Buches „Ohne Schulden läuft nichts„. Darin erklärt er warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern ärmer macht. Seine These präsentiert Strobl im Kreisky Forum am 22. November 2010:

Beginn des Vortrags bei etwa 6:20 Minuten.

Mindeststeuersätzen für Unternehmen auf EU-Ebene

Eine kleine Nachricht, aber eine bedeutsame: Abgeordnete von EVP, S&D, ALDE und Grünen haben sich für eine für eine Mindest-Körperschaftssteuer von 25% ausgesprochen:

In Erwägung, dass sich das Irische Bankensystem in einer ernsten Solvenzkrise befindet und seine Stabilität im europäischen Interesse ist,

in Erwägung, dass die irische Regierung den EFSF/EFSM um Unterstützung gebeten hat,

in Erwägung, dass Solidarität nach den Verträgen eine Grundlage der Europäischen Union ist und Unterstützung für Irland daher europäischen Werten entspricht,

in Erwägung, dass der gemeinsame Markt einen stärkeren steuerlichen europäischen Rahmen braucht, um gute Regulierung und fairen Wettbewerb zu gewährleisten, wozu auch allgemeine Vorgaben für eine gemeinsame steuerliche Bemessungsgrundlage für Körperschaften wie auch Mindestkörperschaftssteuersätze gehören,

in Erwägung, dass die europäischen Steuerzahler und Bürger wichtige Risiken übernehmen müssten, um das Finanzsystem zu stabilisieren, das von dem außergewöhnlich niedrigen Irischen Unternehmenssteuersatz von 12,5% profitiert hat, wenn ein Kredit durch EFSF/EFSM vergeben würde,

fordern wir die Europäische Kommission auf, bei der gemeinsamen steuerlichen Bemessungsgrundlage zügig voranzuschreiten,

fordern wir die Europäische Kommission, die Eurogruppe und ihre Mitglieder auf sicherzustellen, dass der Unternehmenssteuersatz im Geiste der Solidarität auf das EU-Durchschnittsniveau von 25% angehoben wird.

Das wäre ein echter Erfolg für Europa. Möglicherweise kann es jetzt klappen: die europäische Wirtschaftsregierung.

Rating-Agenturen im Fokus

Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugmann am 26. April 2010 in der „New York Times“:

And no, that’s not hyperbole: of AAA-rated subprime-mortgage-backed securities issued in 2006, 93 percent — 93 percent! — have now been downgraded to junk status. „Rating-Agenturen im Fokus“ weiterlesen

Goldmänner im Visier. Die Bürokraten schlagen zu.

Die US-Börsenaufsicht hat gegen „Goldman Sachs“ Klage erhoben. Der Vorwurf: „Goldmann Sachs“ habe sich durch undurchsichtige Geschäfte auf Kosten der Anleger bereichert:

Goldman Sachs hat sich nämlich scheinbar mit dem Hedgefondsmanager John Paulson zusammengetan. Dieser hat gegen eine Zahlung Einfluss auf die Dicke der Scheiben genommen. „Goldmänner im Visier. Die Bürokraten schlagen zu.“ weiterlesen