Nazi! Hitler! Godwin! Westerwelle! Zensur!

Beim Derblecken auf dem Nockherberg hat’s Michael Lerchenberg als „Bruder Barnabas“ nach Meinung der Kritiker zu weit getrie­ben. Und musste gehen bzw. wurde gegan­gen. Was hat der gute Mann eigent­lich gesagt? „Nazi! Hitler! Godwin! Westerwelle! Zensur!“ weiter­le­sen

Richtige Fragen, falsche Antworten

So hat sich noch kein deut­scher Außenminister verhal­ten: Guido Westerwelle, Bundesaußenminister seit etwas mehr als hundert Tagen, fordert in den letzten Tagen einen Neubeginn des Sozialstaats und ergeht in sich in Vergleichen mit dem alten Rom. Leistungsträger, die Deppen der Nation, müssten mehr von ihrem Geld haben. Leuten Geld fürs Nichtstun zu geben, sei Sozialismus. Mit derlei kruden Thesen geis­tert er durch die Medienlandschaft, die begie­rig seine Worte aufgreift und sie zuspitzt. „Richtige Fragen, falsche Antworten“ weiter­le­sen

Lesetipp: „Hartz IV macht mich bestimmt nicht dekadent”

Eine allein­er­zie­hende Mutter von zwei Kindern, Lehramtsanwärterin, auf Hartz IV ange­wie­sen, konfron­tiert auf „stern.de” Westerwelle und andere Hetzer mit der Realität:

Ich bin Hartz-IV-Empfängerin und Aufstockerin, das heißt, ich erhalte zu meinem nied­ri­gen Einkommen noch zusätz­lich Geld vom Staat. […] Hartz IV bezie­hen zu müssen, ist kein Anspruchsdenken und schon gar keine Dekadenz. Es ist eine umfäng­li­che Ausgrenzung von Teilhabe am gesell­schaft­li­chen Leben. Pro Kind steht mir im Jahr ein Regelsatz von 3.012 Euro zur Verfügung. Für Bekleidung, Nahrung, Bildung, Bleistifte und die Teilhabe an der Gesellschaft.

Absolut lesens­wert.

Einfacher, niedriger, gerechter

Die Debatte bei den Bissigen Liberalen, dass die FDP nicht um jeden Preis regie­ren müsse, und dass die verspro­che­nen Steuersenkungen nicht das zentrale Thema im Wahlkampf gewesen seien, liest sich lustig, wenn man sich die Steuersenkungsversprechen von Guido Westerwelle noch einmal in Erinnerung ruft, die er am Tag nach der Wahl aller­dings am liebs­ten wieder direkt einkas­siert hätte, von Extra3 gewohnt konge­nial zusam­men gefasst:

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PS: Eine kleine Ergänzung von „Heinz”: „Die Ausrede, vom Ausmaß der nega­ti­ven finan­zi­el­len Situation nicht zu kennen ist nicht albern, sondern Bürgerverarsche. Immerhin war Otto Fricke von der FDP in der letzten Legislaturperiode der VORSITZENDE des Haushaltsausschusses.”