Das letzte Aufbäumen der rheinisch-katholischen Männerpartei

Der Person Angela Merkel haftet auf mehr­fa­che Art und Weise etwas Unglaubliches an: ostdeutsch, protes­tan­tisch, Frau, keine CDU-Seilschaften. In der alten Adenauer-CDU wäre eine Angela Merkel nicht einmal Ortsverbandsvorsitzende gewor­den, in der Post-Kohl-CDU schaffte sie es bis zur Vorsitzenden und Kanzlerin.

Dieser Erfolg Angela Merkels kann jedoch nicht darüber hinweg­täu­schen, dass die alte rhei­nisch-katho­li­sche Männerpartei, die CDU, noch immer exis­tiert. „Das letzte Aufbäumen der rhei­nisch-katho­li­schen Männerpartei“ weiter­le­sen

Ursula von der Leyen? „Dann können wir echt die Monarchie wieder einführen.”

Ursula von der Leyen soll Bundespräsidentin werden? Nicht mit uns! Ein Zwischenruf von FDP-Mitglied Nino Ruschmeyer:

Ursula von der Leyen ist mit dem silber­nen Löffel im Maul groß gewor­den — hat mit eiskal­ter Berechnung und völlig ohne Rücksicht die Schallmauer des poli­ti­schen Aufstiegs durch­bro­chen und tut so, als sei ihre 7-Kinder-Karriere auch für alle machbar, die hin und wieder an ihre wirt­schaft­li­che Existenz denken MÜSSEN. Diese … Keksprinzessin soll uns reprä­sen­tie­ren? Dann können wir echt die Monarchie wieder einfüh­ren.

Das meint Uschi wirklich

Auf Ursula von der Leyens Wahlkampfauftritt wurde hier schon hinge­wie­sen. Bei YouTube sind jetzt zwei Videos aufge­taucht, die erläu­tern, was die Mutter der Nation wirk­lich meint:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=PYQaVrnEj1E&hl=de&fs=1&]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=FAW_aBC8CfM&hl=de&fs=1&]

CDU: Dieses Land gehört uns

Heute kein eigener Artikel, sondern statt­des­sen eine kleine Linksammlung zur CDU:

Die CDU glaubt, sie könne sich alles erlau­ben, dass ihr dieses Land gehört. Sie irrt sich.

Netzsperren: „Himmel noch mal!”

Ich habe bisher gedacht, Ursula von der Leyen habe sich irgend­wie verkämpft, es ginge ihr wirk­lich um den Schutz von Kindern und die Bekämpfung von Kinderpornographie. Im April habe ich sie sogar vertei­digt und meinte, Angriffe auf ihre Person als Zensursula seien über­trie­ben und der Sache nicht dien­lich.

Meine Güte, lag ich falsch. Seit ich das bei netzpolitik.org einge­stellte Video mit einem Wahlkampfauftritt Ursula von der Leyen gesehen habe, weiß ich: Ursula von der Leyen miss­braucht eines der wider­wär­tigs­ten Themen, Kinderpornographie, nur um sich persön­lich zu profi­lie­ren. Es geht ihr nicht um die Sache, es geht ihr noch nicht einmal um Zuspitzung. Sie diffa­miert den poli­ti­schen Gegner in übels­ter Manier, tram­pelt auf den Gefühlen von Missbrauchsopfern herum, hetzt Menschen auf, belügt sie. Das ist kein Wahlkampf, das ist abscheu­lich.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=PCt1DI5dBTI&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=de&feature=player_embedded&fs=1]

Wie sie den „Linken” durch die Blume attes­tiert, nichts gegen Kinderpornographie unter­nom­men zu haben, das ist bisher uner­reicht in der Nachkriegszeit. Dagegen war sogar Franz-Josef Strauß ein Waisenknabe.

Diese Frau als „Zensursula” zu bezeich­nen, das ist viel zu harmlos. Da müssten stär­kere Kraftausdrücke her. Und dass sie es auch noch wagt, Antoine de Saint-Exupéry zu zitie­ren, ist eine Unverschämtheit.

Es ist gut, dass solche demo­kra­tie­feind­li­chen Wahlkampfauftritte dank Internet welt­weit zugäng­lich gemacht werden können. Man wundert sich nicht, warum die Konservativen das Internet so schlimm finden.

134.000 von 40 Millionen?

Familienministerin Ursula von der Leyen, im Internet besser bekannt unter ihrem Spitznamen „Zensursula”, den sie übri­gens „patent” findet, hat eine über­ra­schend einfa­che Erklärung parat, warum die Petition gegen Netzsperren keine Beachtung gefun­den hat:

Natürlich nicht, aber wir haben 40 Millionen Internetnutzer in Deutschland. Die zeit­lich befris­tete Petition gegen den Vorschlag ist von rund 134.000 Nutzern unter­zeich­net worden. Diese Relation muss man sehen.

Diese Betrachtungsweise führt das Instrument Online-Petitionen, immer­hin einge­führt vom Deutschen Bundestag, ad absur­dum. Dies offen zuzu­ge­ben, das ist schon dreist. Aber es passt zu Ursula von der Leyen, die kein Problem damit hat, zu behaup­ten, es hätten keine Konzepte zum Elterngeld im Familienministerium exis­tiert.