Die GDL und das Streikrecht

a. Bis 2010 war die Tarifeinheit in Deutschland geübte Praxis und Teil der Rechtsprechung. Der Vierte Senat des Bundesarbeitsgerichts lief dann Amok und hat die komplette vorhe­rige Rechtsprechung über den Haufen gewor­fen. Rechtssicherheit sieht anders aus. Wie gesagt: Seit der Gründung der Bundesrepublik war das der Normalzustand. Ohne Einfluss der Politik, wohl­ge­merkt: Die Tarifparteien haben das zwischen sich verein­bart, die Justiz sah das nicht anders. „Die GDL und das Streikrecht“ weiter­le­sen

Cockpit kriegt den Hals nicht voll

Die Piloten der Lufthansa werden ab Montag strei­ken. Gefordert wird „6,4 Prozent mehr Gehalt für eine Laufzeit von zwölf Monaten und die Sicherung der Arbeitsplätze der deut­schen Piloten”. Das wäre ein Schluck aus der Pulle. Bei der Lufthansa erhält man als „First Officer” ein „Jahresgehalt von rund 60.000 € brutto”. Und als Kapitän ein Gehalt von „über 110.000 € in der Einstiegsstufe”, das sich nach „tarif­lich fest­ge­leg­ten Schritten” entwi­ckelt.

Carsten Knop, Ressortleiter Unternehmen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, fragt auf Twitter auch entspre­chend: „Hat in diesem wirt­schaft­li­chen Umfeld irgend­je­mand Verständnis für die Lufthansa-Piloten und ihren Streik?”

Ich jeden­falls nicht.