Seit den 1970er Jahren gibt es die Forderung nach der Tobin-Steuer, seit 1997 engagiert sich attac dafür. Jetzt treten mit SPD-Kanzlerkandidat und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück zwei politische Schwergewichte dafür ein. Und viele Kommentare in Medien und Zeitungen sind zustimmend. Man sollte meinen, nun würden sich Globalisierungskritiker freuen, dass sich ihr jahrelanger Kampf gelohnt hat und ihre Forderungen Öffentlichkeit erhalten. Aber das wäre wohl zu rational und logisch: es ist doch viel einfacher, sich zu beschweren, dies sei „ja nur Wahlkampf” — statt gemeinsam mit Steinmeier, Steinbrück und der SPD Seit’ an Seit’ zu schreiten. Das alte Problem der Linken: gute Ideen dürfen auf keinen Fall übernommen werden, und Kompromisse sind sowieso Verrat und außerdem böse.

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