Bloggen bei SPD.de

Ich blogge jetzt auch bei SPD.de, Arbeitstitel: „Soederei der Woche”:

Pünktlich zum Guttenberg-Rücktritt sage ich: jetzt geht’s los. Jetzt wird endlich in die Hände gespuckt. Und wir stei­gern das Seitenabrufzahlenprodukt. Als @fraeulein_tessa mich einst fragte, ob ich nicht Lust hätte, auf SPD.de zu bloggen, da dachte ich nicht lange nach. Ich sagte ja und hatte damit ein Date. Und es ward Sommer. Frohlocket, Ihr LeserInnen! Meine Beiträge sollen künftig unter dem Leitmotiv „Soederei der Woche“ stehen – was nicht heißt, dass ich jede Woche etwas schreibe, und was auch nicht heißt, dass ich nur einmal in der Woche blogge. Da halte ich es wie der alte Adenauer: was inter­es­siert mich mein blödes Geschwätz von gestern? (Den Neologismus „Soederei“ habe ich übri­gens beim FDP-Generalsekretär Lindner gegut­ten­bergt, als dieser sich mit der Gurkentruppe aus Bayern kabbelte – danke für diese fabel­hafte Anregung an dieser Stelle.)

Kommentare bitte dort.

Relaunch von SPD.de

Insider wissen es bereits länger: „SPD.de” wird mal wieder reno­viert. Dieses Mal ist es jedoch nicht nur eine Teilrenovierung, sondern eine Totalrenovierung. Man könnte auch sagen: Abriss und Neubau. Weg vom Verlautbarungsorgan, hin zum offenen Debattenplatz — so zumin­dest der Plan:

Deswegen wird es am 26. September 2010 auch keine fertige Internetseite geben, sondern nur der erste Aufschlag für das neue SPD.de online gehen. Wir werden danach Raum und Zeit für weitere Entwicklungen und Erweiterungen der Seite haben. Vielleicht wird sie nie ganz fertig sein, aber stets offen für neue Herausforderungen bleiben. Als tages­ak­tu­el­les Nachrichtenportal soll SPD.de nicht bloß Verlautbarungsplattform des Parteivorstandes sein, sondern ein leben­di­ges Abbild der Partei und ihrer Debatten
zeigen.
Die SPD möchte, dass die Menschen mit ihr über Politik und poli­ti­sche Konzepte disku­tie­ren, auch im Internet. Nicht irgendwo versteckt in geschlos­se­nen Communities, sondern auch auf der eigenen Homepage. Die SPD betritt damit Neuland. Keine andere Partei stellt ihre Internetseite in der Form zur Diskussion, sondern nutzt das Internet häufig noch immer zur (oft einsei­ti­gen) Information. Wir aber wollen Feedback, Meinung und Anregungen von den Bürgerinnen und Bürgern haben. SPD.de soll zu einer offenen, viel­fäl­ti­gen Internet-Plattform werden, auf der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Themen tages­ak­tu­ell disku­tiert werden können. Eine Plattform, auf der persön­li­ches Engagement aufge­grif­fen und abge­bil­det wird.

Das klingt nach einem guten Plan. Damit würde das alte Konzept der Parteizeitung, die aus der Partei in die Öffentlichkeit hinein wirkt und auch von Nicht-Parteimitgliedern gelesen wird, neu belebt. Der „vorwärts” schafft das leider nicht, „vorwärts.de” bleibt weiter hinter meinen Erwartungen zurück. Leider, möchte ich hinzu­fü­gen. Vielleicht wäre sogar eine Verschmelzung von „SPD.de” und „vorwärts.de” sinn­voll? Es ist doch schade, dass der tradi­ti­ons­rei­che „vorwärts”, immer­hin eine der ältes­ten Zeitungen Deutschlands, es nicht schafft, wirk­lich Aufsehen zu erregen. Zu seinen Hochzeiten erschien er teils mehr­mals am Tag! Heute nur noch einmal im Monat.

Aber, wie gesagt, das neue „SPD.de” klingt gut. (Dass einer meiner Tweets im Erklär-PDF präsen­tiert wird, stimmt mich natür­lich beson­ders milde.) Man wird sehen, was daraus wird.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Karsten Wenzlaff von „vorwärts.de” hat ein paar Fragen:

  • Wie kann der vorwärts den Mitgliedern es erleich­tern, über die vielen Aktivitäten inner­halb der SPD, sowohl im Netz als auch vor Ort zu berich­ten?
  • Wie kann der vorwärts für die Parteibasis, die Abgeordneten, die Arbeitsgemeinschaften, die Landesverbände und den Parteivorstand eine Plattform für die poli­ti­sche Diskussion bereit­stel­len? „Vorwärts immer, rück­wärts nimmer!“ weiter­le­sen