Als Ergänzung zum vorherigen Artikel ein Verweis auf einen sehr schönen Artikel bei „weissgarnix.de”: Wenn Hartz IV eine seriöse Alternative für einen nennenswerten Teil des Erwerbspublikums darstellt, dann gibt es niemanden, der eine Arbeitsstelle für weniger annehmen wird. Zumindest wenn er rational agiert, wie es die Neoklassik ja postuliert. Wenn mir Hartz IV im Monat 1000 Euro bringt, ein Vollzeit-Job aber nur 900 Euro, dann wäre ich ja tatsächlich schön bescheuert, dem Job nachzugehen. Meine These deshalb: Man sollte tatsächlich versuchen, in den betroffenen Branchen (von denen sich die meisten nicht am Weltmarkt orientieren müssen sondern binnenfokussiert sind) einen Mindestlohn einzuführen, der 25 bis 30% oberhalb von Hartz IV liegt. Und dann müßte man halt mal gucken, was passiert. Ich vermute: gar nichts.

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