Causa Sarrazin: Linksammlung

  1. Das Interview mit Sarrazin, das den ganzen Trubel verur­sacht hat.
  2. Reaktion des Zentralrats der Juden.
  3. Alan Posener bezeich­net Sarrazins Äußerungen als Rassismus.
  4. Hintergrundartikel auf „Rot steht uns gut” zur Thematik.
  5. Verteidigungsrede für Sarrazin auf „Rot steht uns gut”.
  6. Neurechtes Insitut weist nach, dass Sarrazin Zahlen erfun­den hat.
  7. Sarrazin bestrei­tet nicht, mit falschen Zahlen operiert zu haben. (Als Banker! Unglaublich.)
  8. Hajo Funke, Rechtsextremismus- und Antisemitismus-Forscher, hält Sarrazins Äußerungen für rassis­tisch und für sozi­al­dar­wi­nis­tisch.

Kurzschluss zwischen Kleinhirn und Zunge

Ein Gastkommentar zur „Causa Sarrazin” von Daniel Arnold.

Nein, dies ist nicht der zigste Kommentar zur Person Thilo Sarrazin. Dies ist ein Kommentar darüber, warum sein Fahrwasser so verlo­ckend ist und ein Beitrag gegen die von Wissen unbe­schwerte Gedankenwelt derer, die darin kreuzen.

Das wirk­lich Schlimme an Sarrazins Äußerungen zum Thema Einwanderer ist nicht, dass er wieder einmal rumge­pö­belt hat und hinter­her alles nur unglück­lich ausge­drückt haben will, zumal er ja nicht zum ersten Mal mit „miss­ver­ständ­li­chen Äußerungen” glänzte. Das wirk­lich Schlimme daran ist viel­mehr, dass er bruch­los Fakten mit Pauschalisierungen und Polemiken mischt und somit dem Mob Tür und Tor öffnet, statt in irgend­ei­ner Form zur Lösung des unbe­streit­bar vorhan­de­nen Integrationsproblems beizu­tra­gen. Die Mischung von Fakten und Fiktion hat sich schon immer am besten für Volksverhetzung geeig­net. Ganz egal, ob es nun Deutsche, Türken, Afrikaner oder andere Menschen sind. „Kurzschluss zwischen Kleinhirn und Zunge“ weiter­le­sen

Sarrazin V

Alan Posener legt in der Causa Sarrazin noch einmal nach:

Thilo Sarrazin und die Folgen. Die rassis­ti­schen Äußerungen des Bundesbank-Vorstandsmitglieds erhit­zen noch immer die Gemüter in der Presse und das von Welt-Redakteur Alan Posener. Nicht nur als Abkömmling erfolg­reich inte­grier­ter Berlin-Einwanderer aus Posen muss er die von Sarrazin Verunglimpften in Schutz nehmen.

Posener stellt fest: „Rassismus bleibt Rassismus.” Und, was soll ich sagen: Posener hat natür­lich recht.

Sarrazin III

In der taz ist ein ausge­zeich­ne­ter Kommentar zu Sarrazin zu finden mit der Forderung, ihn aus der SPD auszu­schlie­ßen:

Die SPD täte gut daran, Sarrazin schleu­nigst aus der Partei auszu­schlie­ßen. Politiker wie Martin Hohmann oder Henry Nitzsche wurden aus ähnli­chen Gründen aus der Union gewor­fen. „Sarrazin III“ weiter­le­sen

Sarrazin II

Als kleiner Nachtrag zur Sarrazin-Thematik und der Behandlung in „libe­ra­len” Blogs, ein Kommentar eines „Freundes der Offenen Gesellschaft”:

Kramer schadet nicht Sarrazin. Der erhält offene Zustimmung selbst gestern Abend beim fröh­li­chen Umtrunk der gutbür­ger­li­chen Gesamtelternvertretung unseres sozi­al­li­be­ra­len Gymnasiums. Kramer schadet sich selbst. Und er unter­me­niert eine mora­li­sche Instanz, deren höchs­tes Gut gele­gent­lich auch Zurückhaltung gewesen wäre. Selbst der Zentralrat der Juden muß sich nicht immer und überall zu jedem Thema äußern.

In den Kommentaren ist direkt die rich­tige Erwiderung auf diesen Unsinn zu finden:

Aha. Und die Christendeutschen in Gestalt von eucken­s­erbe legen nun fest, wann der Jude sich äußern darf, um seine mora­li­sche Instanz-haftig­keit nicht zu gefähr­den. Köstlich!

Muss man mehr sagen? Nein.