Die „taz” schreibt über den CDU-Staat Hessen des Roland Koch. Sehr, sehr lesenswert. Und sehr bedenklich.
Die „taz” schreibt über den CDU-Staat Hessen des Roland Koch. Sehr, sehr lesenswert. Und sehr bedenklich.
Es ist fast unfassbar, was die Frankfurter Rundschau über die Steuerfahndung Hessen und Ministerpräsident Roland Koch quasi täglich ausgräbt. Jeglicher Glaube an den Rechtsstaat wird nachhaltig erschüttert, wenn man bedenkt, dass Menschen wie Koch sich erlauben können, was sie wollen, ohne Konsequenzen zu befürchten. Auch daran ist die „hessische Viererbande” schuld. Hessen muss Roland Kochs Gebahren noch weitere fünf Jahre ertragen; auf die Hessen-FDP zu hoffen ist gänzlich vergebens, in Teilen der FDP wird Steuerbetrug schließlich als Menschenrecht angesehen. Ein Gutes hat die Sache: die Frankfurter Rundschau zeigt, dass investigativer Journalismus nicht nur nötig, sondern auch möglich ist.
Warum kann Koch nicht wie Carstensen mit Rücktritt drohen? Weil er fürchtet, dass ihn keiner aufhält. (Quelle: Norbert Jakob.)
Kleiner Nachtrag zur Causa Ypsilanti und die Viererbande: mit dem heutigen Tag ist Andrea Ypsilanti in meinen Augen vollständig rehabilitiert. Wenn selbst die „BILD” (!) über den „neuen Job” bei der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung (!) für die „Ypsilanti-Killerin” Carmen Ewerts spekuliert, und dann am Ende noch berichtet, was aus „den anderen Ypsilanti-Killern” wurde, dann weiß man: Ypsilanti ist nichts vorzuwerfen. Denn: die „BILD” ist nicht gerade als Ypsilanti-Freundin bekannt, oder als linkes Kampfblatt — im Gegenteil. Und wenn selbst dieses CDU-Hausorgan auf diese Weise berichtet… PS: Fast schon ein sympathischer Zug von Roland Koch, dass er sich um seine Helfershelfer kümmert.
Heute erschien in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Artikel zu dem gescheiterten Versuch von Andrea Ypsilanti in Hessen doch Ministerpräsidentin zu werden, welcher ein ganz neues Licht auf die Situation und insbesondere auf die Rolle von Jürgen Walter wirft.
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