Gastautor Kenneth Gund kommt ursprünglich aus Stuttgart und studiert in Heidelberg. Liest man die politischen Statements so mancher vermeintlicher Liberaler, dann kann man sich eines kalten Schauderns nicht entziehen. Es herrscht verkehrte Welt. Die sogenannten Linken, die man im bürgerlichen Lager noch unter Gerhard Schröders Kanzlerschaft als Feinde der Freiheit stigmatisierte, sind heute liberaler als jene vermeintlichen Advokaten der Freiheit, die in seltsamen Anwandlungen, die sich aus Enttäuschung über das Versagen der FDP als Hoffnungsträger für eine bessere Politik und der Wut über den plötzlichen Höhenflug ausgerechnet der Grünen speisen, nach dem starken Staat rufen und der Politik mit dem Schlagstock applaudieren. Die Zeit der Bürgerrechte und die Unterstützung für direkte Demokratie, im Europawahlkampf 2009 noch ein Kernanliegen der FDP, scheint vorbei. Nicht nur von der Parteispitze, sondern breit...


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