Zahlenspiele, Wahlprognosen

Laut der heuti­gen Forsa-Umfrage liegen CDU/CSU bei 33 Prozent, die FDP bei 14 Prozent, die SPD bei 25 Prozent, die Grünen bei 10 Prozent und die Linkspartei bei 12 Prozent. Bei den letzten Bundestagswahlen wurden CDU/CSU in Umfragen über­be­wer­tet, teil­weise mit bis zu 10 Prozentpunkten. Die SPD gilt als Wahlkampfpartei, also als Partei, die im Wahlkampf die entschei­den­den Wählerinnen und Wähler mobi­li­sie­ren kann. Das Potenzial ist da: angeb­lich sind bis zu 30 Prozent der Wahlberechtigten noch unent­schlos­sen, wen sie, viele sogar, ob sie über­haupt wählen gehen sollen. „Zahlenspiele, Wahlprognosen“ weiter­le­sen

Steinmeier bei „Erst fragen, dann wählen”

Sehr guter Auftritt von Frank-Walter Steinmeier bei der ZDF-Sendung „Erst fragen, dann wählen”. Angela Merkel war übri­gens nicht dort. Sie hat aber nicht abge­sagt, sondern nicht zuge­sagt. Ein großer Unterschied! (ZDF-Logik, bitte nicht hinter­fra­gen.)

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Die Sendung beweist: Politik-Sendungen können span­nend, inter­es­sant und aufschluss­reich sein. Und nicht derart abschre­ckend wie Anne Will und wie sie alle heißen. Würde ich mir nur Polit-Talkshows anschauen, ich wäre auch poli­tik­ver­dros­sen.

Leider beweist die Sendung auch den fehlen­den Mut des ZDF: die Sendung lief Sonntag Nachmittags in einem ZDF-Spartensender, die Zusammenfassung kam zwar im ZDF — aber erst gegen Mitternacht. Der Stream bei StudiVZ/MeinVZ war gut, aber mehr Publikum bei einem besse­ren Sendetermin hätte sicher­lich nicht gescha­det. Aber nun gut.

Ampel und Jamaika

Ich hatte an dieser Stelle die These aufge­stellt, dass die Grünen Jamaika machen werden, wenn sie die Chance dazu bekom­men werden. Und dafür massiv Prügel kassiert. Aber: ich bleibe dabei. Und eine aktu­elle Aussage von Renate Künast in der FAZ bestärkt mich in meiner Überzeugung:

Die Grünen sind für Gespräche mit der Union nach der Bundestagswahl bereit. „Es geht nicht um gemein­same Sondierungen mit Union und FDP. Eine höfli­che Einladung der Union werden wir nicht ausschla­gen“, sagte die Spitzenkandidatin der Grünen, Renate Künast, der F.A.S. „Wir haben ein kompli­zier­tes Sechsparteiensystem, das macht es für alle schwie­rig“, ergänzte die Grünen-Politikerin. Realistischerweise müsse man aber sagen, „dass wir mit Parteien, die Steuern für Reiche senken und den Neubau von Atomkraftwerken wissen­schaft­lich unter­su­chen lassen, nicht auf einen grünen Nenner kommen.“

Was quasi heißt: wenn Steuern für Reiche nicht gesenkt werden und keine neuen Atomkraftwerke gebaut — warum nicht Jamaika machen? Grüne MdBs wie Peter Hettlich dürften damit jeden­falls kein Problem haben.

„Netzrauschen” mit Björn Böhning: „Mal was Verrücktes machen”

Ein schönes „Netzrauschen”-Video mit Björn Böhning: „Björn Böhning ist Sprecher der SPD-Linken, Direktkandidat in Berlin Friedrichshain/ Kreuzberg/ Prenzlauer Berg — und damit Herausforderer von Platzhirsch Hans-Christian Ströbele. Der Altgrüne setzt ganz auf den Offline-Wahlkampf, Böhning ist online unter­wegs. Mit Erfolg?” Extragut: unter einer „Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported”-Lizenz, deshalb jetzt auch in meinem YouTube-Account:

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Wie funktioniert die Bundestagswahl?

Die Bundeszentrale für poli­ti­sche Bildung erklärt in drei hübschen Videos (via), wie die Bundestagswahl funk­tio­niert; erfreu­li­cher­weise unter CC-BY-NC-ND-Lizenz. „Wie funk­tio­niert die Bundestagswahl?“ weiter­le­sen

Piratenpartei-Querfront: „Freiheit über alles!”

An dieser Stelle habe ich einmal die Befürchtung geäu­ßert, die Piratenpartei könne der SPD eine weitere Generation entzie­hen, nachdem sie schon eine Generation an die Grünen und eine weitere teil­weise an die Linkspartei verlo­ren hat.

Nun ist mir klar: die Befürchtung war unnötig. Die Piratenpartei hat es geschafft, Menschen in Spitzenämter zu wählen, die mit einem für Politiker unge­wöhn­li­chen Attribut tref­fend beschrie­ben sind: sie sind unpo­li­tisch. „Piratenpartei-Querfront: „Freiheit über alles!”“ weiter­le­sen