Das Medienproblem der SPD

Betritt man die deut­sche poli­ti­sche Blog-Szene, fallen dem geneig­ten Beobachter einige kuriose, einige inter­es­sante und auch völlig abwe­gige Blogs auf. Es gibt Libertäre, Rechtskonservative, Links-Liberale und vieles mehr zu entde­cken. Eins ist jedoch den meisten dieser Blogs gemein: Der Niedergang der SPD wird äußerst inter­es­siert verfolgt und kommen­tiert. Dass dabei die Eigeninterpretation nicht zu kurz kommt ist natür­lich selbst­ver­ständ­lich.

So führt das, ich nenne es vorsich­tig mal „links­li­be­rale” Blog „fix [your] master boot record” eine eigene Artikelreihe zum Ende der SPD. Voll beiß­den­dem Sarkasmus kommen­tiert Autor Christian Sickendieck jedes noch so unbdeu­tende Ereignis. Die Präsentation Steinmeier’s Kompetenzteam wird so zum Todesstoß für die SPD umge­deu­tet, ein SPD-Verbot wird wegen der Zensur-Debatte gefor­dert. Kernaussage der unzäh­li­gen Artikel: Die SPD habe spätes­tens seit Schröder den „kleinen Leuten” den Rücken gekehrt, obwohl sie jahr­zehn­te­lang deren Schutzpatron und Bollwerk war. Diese Partei sei nicht mehr wählbar.

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