Kurz verlinkt: Warum Juden nicht das Geschäft der Rassisten besorgen sollten

Alan Posener bringt einige sehr rich­tige Dinge auf den Punkt:

Zu den guten Traditionen des Diaspora-Judentums gehört es, sich mit anderen Minderheiten soli­da­risch zu erklä­ren und ihnen beizu­ste­hen, wenn der Mehrheit, was immer wieder geschieht, die Sicherungen durch­knal­len. (Diese Sicherungen nennt man heut­zu­tage „poli­ti­sche Korrektheit“.) Die Juden tun dies nicht, weil sie – etwa infolge eines beson­de­ren Gens – von Natur aus Gut- oder Bessermenschen wären, sondern aus wohl­ver­stan­de­nem Eigeninteresse. […] Da sie immer vorge­ben, für das einzig wahre Judentum und für Israel zu spre­chen und auch ihre jüdi­schen Kritiker als „Antisemiten“ denun­zie­ren, werden sie durch ihre laut­starke Unterstützung eines isla­mo­pho­ben Rassismus viele Muslime gegen die große, aber publi­zis­tisch nicht so gut vernetzte und nicht so skru­pel­lose Mehrheit der Juden und gegen Israel aufbrin­gen; und die arischen und christ­li­chen Rassisten werden dann keinen Finger krümmen, um ihnen zu helfen. Oder hat man je von Thilo Sarrazin ein gutes Wort über heutige Juden oder gar über Israel gehört?

Unbedingt lesen. Denn es stimmt: Minderheiten sollten im eigenen Interesse nicht andere Minderheiten diffa­mie­ren und atta­ckie­ren. Sondern sie im Gegenteil stützen und ihnen beiste­hen: Juden für Schwarze, Schwule für Rothaarige, Muslime für Hindus, etc. pp. Nur so haben Minderheiten eine Chance in der (gegen die) „Mehrheitsgesellschaft”.

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