Grüne Lobbypolitik für Bauern

Die Grünen machen Lobbypolitik für Biobauern und versor­gen sie so kräftig mit Staatsknete. Unschön, aber legitim. Demokratie eben. Aber was mich wirk­lich nervt: dass sie so tun, als geschähe das aus Verantwortung für das Gemeinwesen, für die Gesellschaft, für die Welt! Was soll der Quatsch? Subventionen für Bauern sind Subventionen für Bauern, nicht mehr, nicht weniger. Ob es normale Landwirtschaft ist, die subven­tio­niert wird, oder ob es Biolandwirtschaft ist — egal. Landwirtschaftssubventionen sind eine gnaden­lose Vergeudung von Resourcen und deshalb abzu­leh­nen. Und ich würde sie am liebs­ten radikal abschaf­fen. Im Gegenzug die Grenzen öffnen und Lebensmittel aus Afrika impor­tie­ren. Gut für die Verbraucher in Deutschland (billi­ger!), gut für die Bauern Afrikas (Handel). (Meine Position ist nicht mehr­heits­fä­hig, geschenkt.)

Aber die Grünen machen lieber Lobbypolitik für heimi­sche Bauern: „Volle Kanne Heimat” eben. Puh. Demokratie ist mühsam. Ja. Und, wie gesagt: Lobbypolitik gehört dazu. Aber mich regt auf, dass den Grünen niemand diese Lobbypolitik um die Ohren schlägt. Was wurde die FDP verprü­gelt, als sie den Hoteliers die Mehrwertsteuersenkung verehrte! Und bei den Grünen? Nix. Niente. Ist ja so schön „bio” und so. Lapidar schreibt eine Zeitung: „Die Grünen konnten die Sozialdemokraten aller­dings bremsen, den Bauern zu sehr eins über­zu­bra­ten.” Was für eine Leistung! Da wagt sich meine SPD mal an den Subventionsabbau — und dann das. (Das Landwirtschaftsministeriums darf unge­fähr 750 Millionen Euro pro Jahr ausge­ben.)

Der politische Witz: Bauer und Erbe

Ein Bauer in Deutschland liegt im Sterben und verteilt sein Erbe an seine drei Söhne.

Der jüngste Sohn bekommt das, was am wenigs­ten wert ist: den land­wirt­schaft­li­chen Betrieb. Der mitt­lere bekommt das Wohnhaus.

Und der älteste Sohn bekommt den wert­volls­ten Teil: Die Subventionen von der EU.

(Via @karstenreisdorf.)