Lesetipp: Interview mit Heinrich August Winkler in der FAS

„Ich glaube an die subver­sive Kraft des norma­ti­ven Projekts des Westens. Der Westen hat längst aufge­hört, die ganze Welt zu domi­nie­ren. Aber sein norma­ti­ves Projekt hat die Chance, die Welt noch gründ­lich zu verän­dern.“

Das Interview mit Heinrich August Winkler in der FAS kann ich wärms­tens empfeh­len; die zentrale Aussage ist m.E. die folgende, der ich unbe­dingt zustimme:

Ich glaube an die subver­sive Kraft des norma­ti­ven Projekts des Westens. Der Westen hat längst aufge­hört, die ganze Welt zu domi­nie­ren. Aber sein norma­ti­ves Projekt hat die Chance, die Welt noch gründ­lich zu verän­dern.

Genau so sehe ich es auch. Die totale Dominanz Europas über die Welt dauerte gut 500 Jahre, diese Epoche neigt sich dem Ende zu; die euro­päi­schen Ideen von Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie werden jedoch weiter­hin wirksam sein.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Philipp Freiherr von Brandenstein, ehema­li­ger CSU-Stratege, verzwei­felt an seiner (ehema­li­gen?) Partei:

Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, lehnt die CSU nicht nur eine Feststellung des derzei­ti­gen Status durch die Regierung ab. Man betont viel­mehr, dieser Status sei auch nicht Grundlage für koali­tio­nä­ren Verhandlungen über die Regierungspolitik (FAZ 20.11.2010 ). Konkret: Die Regierungspartei CSU lehnt eine Befassung mit der empi­ri­schen Wirklichkeit aus ideo­lo­gi­schen Gründen ab. Die demo­gra­phi­sche und ökono­mi­sche Realität wider­spricht dem Parteitagsbeschluss und wird daher zurück­ge­wie­sen. Realsatire?

Ein guter Artikel. Ganz allge­mein ein gutes Blog. Natürlich aus konser­va­ti­ver Perspektive, lesens­wert.

Grüne Angst

Sehr guter Artikel im „Cicero” über die Grünen. Mir ist beim Lesen mal wieder klar gewor­den, was ich an der grünen Partei so seltsam finde. Schlussfolgerung:

Der Ritt auf der Emotionswelle verspricht den Grünen ein erfolg­rei­ches Wahljahr 2011. Doch birgt er auch ein großes Risiko: Emotionswellen vereb­ben schnell wieder. Auch der Obama-Hype verging, weil er einsei­tig auf emotio­na­len Faktoren beruhte.