Georg Kreisler ist tot

Georg Kreisler ist heute verstorben.

Im April hatte er der „Jüdischen Allgemeinen“ noch ein großes (letztes?) Interview gegeben:

Haben Sie Angst vor dem Tod?
Nein, überhaupt nicht. Generell regt man sich im Alter nicht mehr so sehr über Dinge auf. Früher hätte ich gegen die faschistische Regierung in Ungarn angeschrieben. Heute tue ich das nicht mehr, weil es sich wohl nicht mehr lohnen würde. Als junger Mensch denkt man da zum Glück anders.

Georg Kreisler war einer der größten Künstler unserer Zeit. Er wird uns fehlen. Er ruhe in Frieden.

Tipp: Interview mit Georg Kreisler

Sehr schönes Interview mit Georg Kreisler in der „Jüdischen Allgemeinen“, auch wenn der Schluss ein wenig deprimierend ist:

Haben Sie Angst vor dem Tod?
Nein, überhaupt nicht. Generell regt man sich im Alter nicht mehr so sehr über Dinge auf. Früher hätte ich gegen die faschistische Regierung in Ungarn angeschrieben. Heute tue ich das nicht mehr, weil es sich wohl nicht mehr lohnen würde. Als junger Mensch denkt man da zum Glück anders.

Wer Kreisler nicht kennt, schäme sich jetzt ein bisschen und höre dann diese tollen Lieder:

Das Kapitalistenlied:

Der Furz:

Meine Freiheit, Deine Freiheit:

Urheberrecht – Was bleibt vom öffentlichen Interesse?

„Im Netz der Piraten“, so der Titel eines Artikels aus der aktuellen Ausgabe Der Zeit. Dabei, so scheint es, wird die urheberrechtliche Problematik von Internetdiensten wie Google Books in einen Topf mit dem Thema Raubkopien geworfen. Neben vielen anderen, wird dabei ein besonders schwerer Vorwurf gemacht:

Die Ideologen eines „befreiten Wissens“ mögen der Meinung sein, die elitäre „etablierte“ Kunst könne so leicht durch das unlektorierte Mitteilungsbedürfnis der Nutzermassen ersetzt werden, wie der professionelle Journalismus durch Jedermann-Reporter.

Doch gerade dieser Meinung sind die Anhänger des sog. „befreiten Wissens“ (wovon eigentlich befreit?) wohl eher nicht. Schon allein deswegen nicht, weil öffentlich entstandenes Wissen nicht erst von irgendwas befreit werden müsste. Aber auch, weil ein Blogger zumeist kein Profi-Journalist sein kann. „Urheberrecht – Was bleibt vom öffentlichen Interesse?“ weiterlesen