Burka im Dienst

Der Skandal ist nicht, dass eine Frau versucht, mit Burka im Staatsdienst zu erschei­nen (um mögli­cher­weise eine fette Abfindung zu kassie­ren).

Der Skandal ist, dass das nicht längst durch Bundesgesetz verbo­ten worden ist.

Schläft die Bundesregierung?

PS: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Will sagen: als Privatperson kann man so viele Burkas tragen wie man will, als Staatsdiener nicht.

Ordentliche Kleidung gehört dazu

Was haben diese Bilder von SPD-Parteitagen gemein­sam? Alle Delegierten sind im Anzug oder im Frack abge­bil­det. Das ist kein Zufall: Sozialdemokraten haben von Anfang an sehr darauf geach­tet, beim Politisieren, sei es auf dem Parteitag oder im Reichstag, ordent­li­che Kleidung zu tragen, also: Anzüge für die Männer, die entspre­chende Kleidung für Frauen. Das liegt daran, dass man sich nicht von den „Bürgerlichen” vorwer­fen lassen wollte, die Würde des Parlaments zu beschä­di­gen. Man darf das nicht gering gewich­ten: die opti­sche Gleichstellung der Parlamentarier war von großer Bedeutung.

Daran sei erin­nert, anläss­lich des kleinen Kulturkampfes um Haltung, Kleidung und Krawatte im Deutschen Bundestag, in dessen Umfeld SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann wie folgt zu verneh­men ist: „Wer im Präsidium sitzt, sollte nicht in Freizeitkleidung erschei­nen.”

Was ist Freizeitkleidung, was nicht? Und: Krawattenzwang für Parlamentarier? Warum nicht! Es bricht sicher­lich keinem der Abgeordneten ein Zacken aus der Krone, dem Hohen Haus Achtung und Respekt entge­gen zu bringen — und somit auch den Wählerinnen und Wähler, dem Souverän unseres Staates. Krawatten — find’ ich gut!