Kinder und Familien fördern

Ich glaube, man muss die Kinderförderung wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Dabei lasse ich mich von zwei Maximen leiten:

  • Jedes Kind ist dem Staat gleich viel wert.
  • Kein Kind soll zurück­blei­ben.

Das heißt: weg mit den unter­schied­li­chen Steuervorteilen für Kinder je nach Steueraufkommen. Warum sollte eine Gutverdiener-Familie mehr Geld pro Kind bekom­men bzw. weniger Steuern bezah­len müssen? Das ergibt keinen Sinn.

Das Elterngeld ist offen­sicht­lich eine völlig verfehlte Maßnahme. Toll, wenn sich Besserverdiener-Eltern verwirk­li­chen können, Staatsaufgabe ist es aber nicht. Ergo: weg damit.

Die Förderung der Alleinverdiener-Familie via Ehegattensplitting ist ein Anachronismus und führt zur Abhängigkeit der Frau vom Mann. Weg damit.

Gleichzeitig ist klar: Kinder sind heute ein Armutsrisiko, beson­ders in Normalverdienerhaushalten. Was tun? Ein Recht auf einen gebüh­ren­freien Krippenplatz ab einem Jahr muss her. Die Kosten hierfür haben Bund und Länder antei­lig zu tragen. Gleiches gilt für Kindergarten, Schule und Universität: Gebührenfreiheit von der Krippe bis zur Hochschule.

Um Familien zu fördern, ist eine Aufstockung des Kindergeldes ange­bracht. Das alte Erziehungsgeld betrug 300 Euro und wurde maximal zwei Jahre ausbe­zahlt, das Kindergeld für ein Kind liegt aktuell bei 184 Euro. Um zu verhin­dern, dass Familien wegen Kindern in die Armut abstür­zen, ist das Kindergeld zu erhöhen und nicht (!) auf Hartz IV anzu­rech­nen. Denn warum sollte man Kinder für die Arbeitslosigkeit ihrer Eltern strafen? Ein Betrag von 350 Euro im Monat pro Kind erscheint mir ange­mes­sen zu sein. Es soll jedoch maximal nur bis zum 21. Lebensjahr ausge­zahlt werden.

Also, zusam­men­fas­send:

  • Weg mit dem Elterngeld.
  • Weg mit steu­er­po­li­ti­schen Vorteilen für Kinder.
  • Weg mit dem Ehegattensplitting.
  • Erhöhung des Kindergeldes auf 350 Euro pro Kind bis zum 21. Lebensjahr.
  • Recht auf einen gebüh­ren­freien Krippenplatz ab dem 1. Lebensjahr.

Gleichheit, Entbürokratisierung, Bildung. Geht’s noch besser?

regierenkapieren

Entdecken, spielen, infor­mie­ren, fragen — die junge Seite der Bundesregierung! Spielen — na klar, Kinder können sich nichts Schöneres vorstel­len, als das Kabinett zu erraten. Oder Regierungsexperte zu werden. Und natür­lich wollen Kinder wissen, was „Regierungskreise” sind: „Und das geht so: Jemand sagt Journalisten etwas, sagt aber gleich dazu: ‚Schreiben Sie das bitte nicht unter meinem Namen, nur Kreise bitte.’ Damit ist für die Journalistin oder den Journalisten klar: Ich darf berich­ten, was gesagt worden ist, und auch, aus welcher Ecke es kommt. Nur von wem, soll ich nicht sagen.”

Entdecken können die Kinder auch einiges: wie die Kanzlerin reist, oder das Kabinett! Oder wohin die Kanzlerin reist. Etc. pp.

Ähem. Mal ehrlich. Geht es noch real­sa­ti­ri­ger? Wie sinn­frei ist diese Website bitte? Gibt es Kinder, die das ankli­cken und dann mit Spaß und Interesse sich durch­kli­cken? Ich sage: hoffent­lich nicht!

Kein Recht auf Kindesmissbrauch

Die Empörung über den „WELT”-Artikel „Adolf Hitler darf nicht zurück zu seinen Eltern” ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar. Die Eltern sind offen­sicht­lich nicht in der Lage, Kinder zu erzie­hen. Da es kein Recht auf Kindesmissbrauch gibt, hat der Staat natür­lich die Pflicht, hier einzu­grei­fen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: der Staat hat viel zu wenig Möglichkeiten, Eltern das Sorgerecht zu entzie­hen. Deshalb kommt es zu Auswüchsen wie in Berlin, wo 11-Jährige zu Dealern ausge­bil­det werden. Hier tut Gesetzesänderung not, der Staat muss in die Lage versetzt werden, schnell und hart durch­zu­grei­fen. 11-Jährige sind noch zu retten; je länger der Staat braucht, desto schwie­ri­ger wird es jedoch.

Kindesmissbrauch, Zölibat und Öffentlichkeit

Die deut­sche Öffentlichkeit debat­tiert aktuell über Kindesmissbrauch. Ein schwie­ri­ges Thema. Etliche Fälle wurden enthüllt. Weitere Enthüllungen sind zu erwar­ten, da die Mauer des Schweigens nun offen­sicht­lich einge­ris­sen wurde. Hoffentlich für immer. „Kindesmissbrauch, Zölibat und Öffentlichkeit“ weiter­le­sen