Jugendquote für die SPD?

Ein Bericht in „DerWesten” brachte mich auf eine Idee: warum keine Jugendquote in der SPD instal­lie­ren, bspw. von 30 Prozent, nach dem Vorbild der Geschlechterquote? Die Erkenntnis, dass es der SPD am „Mittelbau” fehlt, also den Leuten zwischen 40–60, ist nun leider keine neue; der ehema­lige Generalsekretär Hubertus Heil nannte das einmal die „Helmut-Schmidt-Lücke”: es fehlen also quasi die Leute, die unter Helmut Schmidt als Jugendliche nicht in die SPD einge­tre­ten sind.

Könnte eine Jugendquote die SPD neu beleben und verhin­dern, dass die Alten die Macht über­neh­men? Die AG 60 plus ist mitt­ler­weile die größte Arbeitsgemeinschaft in der SPD — wie soll die SPD attrak­tiv für junge Leute sein, wenn die meisten Posten von hono­ri­gen Alten ausge­füllt werden?

In Baden-Württemberg haben wir mit Nils Schmid einen jungen Vorsitzenden — das ist eine gute Sache.

Noch eine Frage an mitle­sende (Partei-)Juristen: könnte eine solche Jugendquote auch von einem SPD-Landesverband verbind­lich beschlos­sen werden, oder geht das nur per Bundessatzung?

PS: Pauschalargumente gegen Quoten nicht hier, sondern in einem x-belie­bi­gen Anti-Frauen-Forum vermer­ken. Die Anti-Quoten-Fraktion nervt gewal­tig. (Vermutlich werde ich strunz­doofe Beiträge löschen.) Gute Argumente gegen diesen Vorschlag lese ich indes­sen gerne.

GAZA’S YOUTH MANIFESTO FOR CHANGE!

Fuck Hamas. Fuck Israel. Fuck Fatah. Fuck UN. Fuck UNWRA. Fuck USA! We, the youth in Gaza, are so fed up with Israel, Hamas, the occupa­tion, the viola­ti­ons of human rights and the indif­fe­rence of the inter­na­tio­nal commu­nity! We want to scream and break this wall of silence, injus­tice and indif­fe­rence like the Israeli F16’s brea­king the wall of sound; scream with all the power in our souls in order to release this immense frus­tra­tion that consu­mes us because of this fucking situa­tion we live in; we are like lice between two nails living a night­mare inside a night­mare, no room for hope, no space for freedom. We are sick of being caught in this poli­ti­cal struggle; sick of coal dark nights with airplanes circling above our homes; sick of inno­cent farmers getting shot in the buffer zone because they are taking care of their lands; sick of bearded guys walking around with their guns abusing their power, beating up or incar­ce­ra­ting young people demons­tra­ting for what they believe in; sick of the wall of shame that sepa­ra­tes us from the rest of our country and keeps us impr­i­soned in a stamp-sized piece of land; „GAZA’S YOUTH MANIFESTO FOR CHANGE!“ weiter­le­sen

Bill Kaulitz würde „das Internet abschalten”

http://www.youtube.com/watch?v=aKV2VkINt98

Wie ich immer wieder anmerke: man kann jung sein und trotz­dem kann einem der Kalk aus der Hose rieseln. Die weiter­ge­hende Analyse von „alright, okee!” ist sicher­lich auch nicht ganz falsch …

Falsche Zielgruppenkommunikation

Es wird wieder gestreikt an deut­schen Hochschulen und einige der Ziele sind dabei durch­aus ehren­wert und einige der ange­spro­che­nen Probleme sind evident. Innerhalb der Proteste finden sich aber auch radi­ka­len Protestler die eine notwen­dige Kritik an den Problemen im Bildungssystem mit lautem Geschrei nach dem Niedergang des Systems torpe­die­ren – und verhin­dern damit konstruk­tive Lösungen.

Wir sehen immer öfter eine Vermischung von vernünf­ti­ger Kritik mit dem Propagieren von Schwachsinnigkeiten im Kampf gegen den ach so bösen Kapitalismus. Aber nur eine Minderheit inner­halb der Studentenschaft schreit nach der Abschaffung des Systems – dafür aber ziem­lich laut. Die Proteste vermit­teln aber den Eindruck, dass die Jugend radikal und anti­ka­pi­ta­lis­tisch ist. „Falsche Zielgruppenkommunikation“ weiter­le­sen