Haben Sie das von den Wulffs gehört?

Wissen Sie, man darf das alles nicht so ernst­haft sehen. Die Wagner-Festspiele in Bayreuth werden Jahr für Jahr mit gut sieben Millionen Euro von Bund und Bayern finan­ziert, erfreuen können sich daran dennoch nur einige wenige Personen — zumeist die Reichen und Mächtigen. Was sind hinge­gen die schlap­pen 200.000 Euro für Christian Wulff pro Jahr? Wird uns nicht eine fabel­hafte Unterhaltung geboten, legt sich seine Bettina (immer­hin Ex-Bundespräsidentengattin!) nicht mords­mä­ßig ins Zeug? Ich meine, es ist doch so: Ein Gerücht auf juris­ti­schem Wege aus der Welt schaf­fen zu wollen und damit zu errei­chen, dass davon endgül­tig jedeR weiß — das ist schon ein großer Spaß. Und dann noch eine Autobiographie mit 36 Jahren zu schrei­ben und das Unbill zu bekla­gen, das man als reiche Frau zu ertra­gen hat — wie anders als als Schelmenstück lässt sich dieses denn sehen?

Auf Twitter wird derwei­len gemun­kelt, als nächs­tes stünde bei Bettina ein Gang aufs Amt an, um den Namen auf „Ina” zu ändern, um wirk­lich jeden bösen Verdacht endgül­tig und nach­hal­tig aus der Welt zu räumen. Aber sicher­lich ist auch das nur ein perfi­des Gerücht, von welchem ich mich mit Abscheu und Empörung distan­zie­ren möchte.

Glosse: CSU-Ankündigungspolitik

Verkehrsminister Ramsauer will Überholverbot für LKWs, obwohl er gar nicht zustän­dig ist. Und auch nur, weil ihro Hoheit Ramsauer persön­lich von einem LKW blockiert wurde. Ansonsten hätte es ihn gar nicht geküm­mert. (Dass die bestehen­den Gesetze völlig ausrei­chend sind, ist Ramses auch egal.) Verbraucherschutzministerin Aigner legt sich mit Google, Facebook, Red Bull und dem Mossad auf einmal an — aller­dings nur via Presse. Gesetze? Sollen die anderen machen. Unser täglich Aigner gib uns heute.

Verteidigungsminister und Ex-Wirtschaftsminister Guttenberg wurde bundes­weit bekannt, als er sich gegen Opel-Hilfen aussprach. Natürlich folgen­los, und dann stimmte auch Gutti im Kabinett für die Hilfen. „Glosse: CSU-Ankündigungspolitik“ weiter­le­sen