Mannschaftlieder statt Nationalhymnen

Es ist gerade nix los, und wenn dann schon ein CDU-Ministerpräsident die Singpflicht für Fußball-Nationalmannschaften fordert, können wir ja auch mal etwas dazu vorschla­gen: Nichts gegen die dritte Strophe des Deutschlandlieds. Wer einmal in einem Land war, dass weder Einigkeit, noch Recht oder Freiheit hat, versteht warum das so tolle Errungenschaften sind. Aber zum Beispiel die fran­zö­si­sche Mannschaft singt von Waffen und unrei­nem Blut, von Zorn und Rache und so weiter. Die italie­ni­sche Mannschaft erklärt sich bereit für den Tod usw. Das ist natür­lich ebenso histo­risch bedingt, wie in Deutschland. Vielleicht ist aber im 21. Jahrhundert ein fried­li­ches Fußballspiel nicht der rich­tige Zeitpunkt zum Absingen derar­ti­ger Lieder.

Warum lässt man bei den Meisterschaften nicht einfach die Nationalhymnen weg und spielt statt­des­sen Mannschaftslieder, die etwas mit dem Sport zu tun haben und moti­vie­rend sind? Es könnte sogar jedes Mal so ein Wettbewerb wie der Bundesvision-Songcontest statt­fin­den, um ein neues tolles Mannschaftslied zu finden. Irgendwer kann dann damit noch Geld verdie­nen.

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