Loblied auf Europa

Beim Antibürokratieteam zieht ein CDU-Politiker und (witzigerweise) Gastmitglied der FDP-nahen Organisation „Libertäre Plattform“ ordentlich vom Leder:

Völlig unverständlich erscheint dagegen die liberale Liebe zu Lissabon. Die heutige Europäische Union ist schließlich alles andere als eine freiheitsfreundliche Idee.

Das ist natürlich Quatsch, wie ich nun live und freundlich wie immer darlegen werde:

Offene Grenzen sind nicht freiheitsfreundlich?
Freier Warenverkehr ist nicht freiheitsfreundlich?
Freie Wahlen sind nicht freiheitsfreundlich?
Recht und Gesetz sind nicht freiheitsfreundlich?
Gleichheit ist nicht freiheitsfreundlich?
Frieden ist nicht freiheitsfreundlich?
Freiheit ist nicht freiheitsfreundlich?

Nur wegen der paar Agrarsubventionen ist die Europäische Idee, die Europäische Einigung, 60 Jahre Frieden nach hunderten von Jahren quasi ständigem Kriegszustand in Europa, also nicht freiheitsfreundlich?

Europa bedeutet Freiheit. Sogar Westerwelle hat das verstanden. Da wäre es eigentlich echt super, wenn die liberalen Fußtruppen ihrem Obervorturner bei diesem einen Punkt, bei dem Westerwelle mal nicht daneben liegt, zustimmen würden. Nur ist hier wohl mal wieder der Wunsch Vater des Gedanken.

Nachtrag, 13. Mai, 11.30 Uhr:
Ich freue mich, auf den Kommentar von A-Team-Leser „Die Stimme aus dem Off“ hinweisen zu können, der mir Rückendeckung, wenn auch aus unerwarteter Richtung, gibt.