Franziska Drohsel tritt als Juso-Bundesvorsitzende zurück

Eine uner­war­tete Nachricht am Vormittag: Franziska Drohsel wird auf dem Bundeskongress als Juso-Vorsitzende zurück­tre­ten. Ich finde das ausge­spro­chen schade, ihre Beweggründe aber verständ­lich. Wenn man den Gerüchten Glauben schen­ken will, die aktuell die Runde machen, läuft sich gerade Sascha Vogt als Nachfolger warm.

Alles Gute, liebe Franzi!

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen?

Die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel erklärt im Interview mit Spiegel Online:

Wir brau­chen neben der deut­li­chen Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze einen eigen­stän­di­gen Regelsatz für Kinder. Auch die Ein-Euro-Jobs sowie die Sanktionen gegen Erwerbslose gehören abge­schafft. […] Damit jeder Mensch in dieser Gesellschaft menschen­wür­dig leben kann. Das Recht auf Leben steht in unserer Verfassung. „Wer nicht arbei­tet, soll auch nicht essen?“ weiter­le­sen

Lesenswert: Franziska Drohsel gegen allgemeine Dienstpflicht

Im Interview mit dem „Deutschlandradio” spricht sich die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel mit über­zeu­gen­den und klaren Argumenten gegen die Wehrpflicht und ebenso gegen eine allge­meine Dienstpflicht aus. „Lesenswert: Franziska Drohsel gegen allge­meine Dienstpflicht“ weiter­le­sen

Falsche Zielgruppenkommunikation

Es wird wieder gestreikt an deut­schen Hochschulen und einige der Ziele sind dabei durch­aus ehren­wert und einige der ange­spro­che­nen Probleme sind evident. Innerhalb der Proteste finden sich aber auch radi­ka­len Protestler die eine notwen­dige Kritik an den Problemen im Bildungssystem mit lautem Geschrei nach dem Niedergang des Systems torpe­die­ren – und verhin­dern damit konstruk­tive Lösungen.

Wir sehen immer öfter eine Vermischung von vernünf­ti­ger Kritik mit dem Propagieren von Schwachsinnigkeiten im Kampf gegen den ach so bösen Kapitalismus. Aber nur eine Minderheit inner­halb der Studentenschaft schreit nach der Abschaffung des Systems – dafür aber ziem­lich laut. Die Proteste vermit­teln aber den Eindruck, dass die Jugend radikal und anti­ka­pi­ta­lis­tisch ist. „Falsche Zielgruppenkommunikation“ weiter­le­sen

SPD-Parteitag: Jusos wollen’s wissen

Juso-Chefin Franziska Drohsel gibt sich vor dem SPD-Parteitag kämp­fe­risch:

Wir brau­chen eine Politik der Umverteilung und hierfür ist die Vermögenssteuer das rich­tige Instrument. Auch muss die SPD die Partei sein, die gewähr­leis­tet, dass alle in diesem Land menschen­wür­dig leben können — auch arbeit­lose Menschen. Deshalb gehört das Sanktions- und Kontrollsystem gegen arbeits­lose Menschen auf den Prüfstand! Auch im Bereich der Gleichstellung muss die SPD ihre Glaubwürdigkeit durch Konsequenz unter Beweis stellen. Es gibt kein Argument für das Ehegattensplitting, deshalb gehört es abge­schafft. Die Sozialdemokratie kann nur gewin­nen, wenn sie glaub­wür­dig für die soziale Alternative in diesem Land steht. Dafür braucht sie ein konse­quen­tes Programm und dafür werden wir Jusos uns morgen auf dem Parteitag in Berlin einset­zen.

Franziska hat Recht. Ich bin froh, dass wir Jusos so eine enga­gierte Vorsitzende haben, die glaub­wür­dig das Soziale vertritt. Deshalb macht es mir nichts aus, dass wir manch­mal unter­schied­li­cher Auffassung sind — im Gegenteil, das ist erfri­schend. Es mag bessere RednerInnen geben, aber wich­ti­ger als gute Reden sind nun einmal: gute Inhalte.

Am Sonntag SPD wählen

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Mir gefällt an diesem Video, dass die Aufnahme offen und ehrlich wirkt und Franziska sympa­thisch und herz­lich rüber­kommt. So, wie sie wirk­lich ist. Ein überaus gelun­ge­nes Video: weil darauf verzich­tet wurde, es auf Hochglanz zu trimmen, weil die Kernbotschaften klar und deut­lich zum Ausdruck gebracht werden und weil es ange­nehm kurz ist.

Der Juso-Bundesverband hat seine Hausaufgaben gemacht. Der Bundestagswahlkampf kann kommen.