Wilhelm Schlötterer: „Rücktritt von Koch und Weimar ist unumgänglich“

Es ist fast unfassbar, was die Frankfurter Rundschau über die Steuerfahndung Hessen und Ministerpräsident Roland Koch quasi täglich ausgräbt. Jeglicher Glaube an den Rechtsstaat wird nachhaltig erschüttert, wenn man bedenkt, dass Menschen wie Koch sich erlauben können, was sie wollen, ohne Konsequenzen zu befürchten.

Auch daran ist die „hessische Viererbande“ schuld. Hessen muss Roland Kochs Gebahren noch weitere fünf Jahre ertragen; auf die Hessen-FDP zu hoffen ist gänzlich vergebens, in Teilen der FDP wird Steuerbetrug schließlich als Menschenrecht angesehen.

Ein Gutes hat die Sache: die Frankfurter Rundschau zeigt, dass investigativer Journalismus nicht nur nötig, sondern auch möglich ist.

Kurz verlinkt: Fast schon Selbsthypnose

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau liefern die Politikwissenschaftler Daniel Gardemin und Heiko Geiling einen lesenswerten Überblick über die deutsche Parteienlandschaft und insbesondere die Rolle der SPD.

Die kulturelle Avantgarde, qualifizierte Facharbeiter, städtische Dienstleister, Sozial- und Bildungsberufsgruppen, einfache Angestellte, temporär Arbeitslose, untertariflich Beschäftigte, moderne Familien, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger, auf Sozialstaatlichkeit angewiesenen Rentner und Frührentner, Auszubildende, Studierende, Migranten: Alle fühlen sich zu großen Teilen von der SPD nicht mehr repräsentiert, können politische Inhalte der SPD nicht mehr auf sich beziehen, verstehen die Funktionärssprache nicht, „Kurz verlinkt: Fast schon Selbsthypnose“ weiterlesen