Dreck! Dreck! Überall Dreck!

Was man so im Internet findet:

Was seine Fans über seine Arbeit denken, inter­es­siert Schriftsteller Teufele sehr. „Ich wäre gern dabei, wenn Menschen darüber lachen”, sagt er im TEXT-Interview. Allerdings am liebs­ten persön­lich. Beim Telefon-Feedback ist er skep­tisch: „Ich höre kein Radio, ich tele­fo­niere nicht, ich schaue erst recht kein TV! Ich lehne das alles ab”, erzählt Teufele und wird noch deut­li­cher: „Ich finde das alles total schrot­tig und verflu­che den Tag, an dem dieser ganze Dreck kam. Es lenkt vom Wesentlichen und vom sozia­len Miteinander ab. Das ist für mich totale Zeitverschwendung.”

Für diese These hat er auch eine Erklärung: „Schon allein frei darüber verfü­gen zu können — ob man es nicht nutzt, wenig, viel oder ausnahms­los — ist ja schon der Untergang, weil die meisten Menschen, und vor allem leider Kinder und Jugendliche, nicht damit umgehen können. Sie haben kein Gefühl mehr für die Begrenztheit der Zeit. Das finde ich ganz schlimm.” Und alles gleich­zei­tig zu machen, ist auch keine Option für ihn. „Ja, ich lese nur ein Buch, lese und verstehe die Details. Ich tele­fo­niere auch nicht beim Essen und ich mache auch beim Spazierengehen nichts anderes. Ich bin trotz­dem multi­tas­king­fä­hig. Aber ich würde niemals alle Sachen mitein­an­der vermi­schen. Das nimmt dem, was man tut, die Bedeutung.”

Nun werden die geneig­ten ROTSTEHTUNSGUT-LeserInnen sicher­lich sagen: „So ein Quatsch, das hat der Soeder erfun­den! So doof ist doch niemand!” Stimmt. Fast. Ich habe ein paar Begriffe ausge­tauscht — am grund­le­gen­den Argumentationsmuster habe ich nichts verän­dert. Manchmal ist es wirk­lich erstaun­lich, welchen Effekt man so erreicht — erstaun­lich und entlar­vend.

Die Originaleinlassung ist von Anke Engelke (via GedankenMaschine) und richtet sich (natür­lich) gegen „das Internet”. Wogegen auch sonst. Ist ja gerade Mode. Damit zeigt Engelke vor allem eines: dass sie nicht in der Lage ist, mit einer sich wandeln­den Welt umzu­ge­hen. Engelke ist biolo­gisch gesehen 46 Jahre, mental gesehen hinge­gen unge­fähr 120. Da rieselt der Kalk aus den Hosen, wie man so schön sagt.

So war „Anne Will”

Das Thema: „Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt da noch vom Kommunismus?”

Die Gäste in der profes­sio­nel­len ROTSTEHTUNSGUT-Kurzanalyse:

Oskar Lafontaine: Definierte Kommunismus schlicht als „Gemeinschaftseigentum” (was Quatsch ist, da Kommunismus ein Herrschaftssystem ist) und beschmutzte das Erbe der Sozialdemokratie, die ihre Wurzeln u.a. eben auch im Liberalismus hat. Ergo: ein ehema­li­ger SPD-Vorsitzender, der pro Kommunismus spricht — pein­lich. „So war „Anne Will”“ weiter­le­sen

Extra 3, das Schweizer Fernsehen und die FDP

In welch einem erbärm­li­chen Zustand sich die FDP befin­det, kann man daran erken­nen, dass das Schweizer Fernsehen eine Satire-Aktion von „Extra 3” als echte Unterstützung (!) für Guido Westerwelle inter­pre­tiert hat:

Schweizer Fernsehen Bildschirmfoto

Wenn „Lieber Guido als Bushido!” und „Laufzeitverlängerung für Westerwelle.” auf das Schweizer Fernsehen schon als Unterstützung für Westerwelle wirken — meine Güte. Meine Güte. Ich dachte nicht, dass es so schlimm steht um die FDP.

Bild, Grafik, Dank und Idee: extra3.blog.ndr.de

Fernseh-Antitipp

3sat sendet am Mittwoch, 3.2. um 20:15 unter dem Titel Leben im Netz „die wohl furcht­barste Reportage zum Thema Internet, die es bisher gab” — das jeden­falls meint golem.de.

Will man dieser Sendung wenigs­tens einen Sinn zuge­ste­hen, so bleibt der Verweis darauf, dass 100 Minuten zum Thema Internet gefüllt werden können, ohne Sascha Lobo zu erwäh­nen, zu zeigen oder gar spre­chen zu lassen.

Also, liebe Leser, wer guckt sich das frei­wil­lig an und schreibt eine Kritik…?

Gedanken zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Ein paar Gedanken zum öffent­lich-recht­li­chen Rundfunk. Zuerst einmal halte ich fest: ich halte die mediale Grundversorgung durch öffent­lich-recht­li­che Anstalten für absolut notwen­dig, mögli­cher­weise notwen­di­ger als jemals zuvor. „Gedanken zum öffent­lich-recht­li­chen Rundfunk“ weiter­le­sen