Wer würde von einem Euro-Ausstieg profitieren?

Gerade macht die sog. „Alternative für Deutschland” (AfD) Furore mit ihrer Forderung, den Euro abzu­schaffen und die Deutsche Mark wieder­ein­zu­führen. Ich habe mir die Frage gestellt: Wer würde davon profi­tieren, würde diese AfD-Kernforderung umge­setzt? Und meine Antwort ist eini­ger­maßen überra­schend, viel­leicht ein wenig pole­misch, aber ich kann keinen unmit­tel­baren Fehler weiter­lesen

Die erste große Niederlage der EU?

Die Ost-Erweiterung der EU ist ein zentrales Element, um dauer­haften Frieden in Osteuropa sicher­zu­stellen. Die Beitrittsperspektive ist für ehema­ligen Sowjetstaaten und auch die block­freien Staaten ein alles überra­gendes Motiv, ihre Strukturen zu moder­ni­sieren und alten Zwist beizu­legen. Zumindest war das bisher so. Denn wenn der EU-Beitritt Serbiens (voerst) an der weiter­lesen

Zypern und die demokratische Frage

Um den folgenden Beitrag zu Zypern verständ­lich zu machen, muss ich rasch einige meiner Grundüberzeugungen darlegen: Ich bin fest davon überzeugt, dass eine demo­kra­tisch gewählte Regierung das legi­time Recht hat, einen Staat finan­ziell zu ruinieren und eine Staatspleite herbei­zu­führen. Gleichzeitig bin ich nicht der Ansicht, dass eine demo­kra­tisch gewählte Regierung weiter­lesen

Impulse zu einer Reform der EU

Wenn die Krise eine Sache zeigt, dann diese: Die EU-Institutionen sind zu schwach, die Macht haben v.a. die Nationalstaaten — derzeit regiert de facto Merkel die EU quasi allein, obwohl sie nur von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands gewählt wurde. Ein unhalt­barer Zustand, demo­kra­tisch ist das nicht. Die weiter­lesen

Russland, Mittelosteuropa und Deutschland — Wege zu einer europäischen Friedensordnung

Der nach­fol­gende Text zu dem noch unge­klärten Verhältnis zwischen Europa, Russland und Deutschland von Karsten D. Voigt basiert auf einer ersten Version aus dem Mai, die eben­falls auf „Rot steht uns gut” veröf­fent­licht wurde. Voigt ist Mitglied der Kommission für Internationale Beziehungen beim SPD-Parteivorstand. weiter­lesen

Schritte in Richtung auf eine gesamteuropäische Friedensordnung

Eine dauer­haft stabile Friedensordnung in Europa setzt voraus, dass auch Russland stabil in Europa inte­griert ist. Russland und seine Nachbarn müssen sich vorein­ander sicher fühlen. Statt sich vorein­ander zu fürchten, sollten sie gemeinsam auf neue Bedrohungen ihrer Sicherheit reagieren. Eine derar­tige dauer­haft stabile Friedensordnung gibt es heute noch nicht. Schritte in Richtung auf dieses Ziel sind nur dann realis­tisch, wenn sie nicht nur den Interessen einiger größerer Staaten, sondern auch denen der meisten klei­neren Staaten entspre­chen. weiter­lesen