Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Philipp Freiherr von Brandenstein, ehema­li­ger CSU-Stratege, verzwei­felt an seiner (ehema­li­gen?) Partei:

Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, lehnt die CSU nicht nur eine Feststellung des derzei­ti­gen Status durch die Regierung ab. Man betont viel­mehr, dieser Status sei auch nicht Grundlage für koali­tio­nä­ren Verhandlungen über die Regierungspolitik (FAZ 20.11.2010 ). Konkret: Die Regierungspartei CSU lehnt eine Befassung mit der empi­ri­schen Wirklichkeit aus ideo­lo­gi­schen Gründen ab. Die demo­gra­phi­sche und ökono­mi­sche Realität wider­spricht dem Parteitagsbeschluss und wird daher zurück­ge­wie­sen. Realsatire?

Ein guter Artikel. Ganz allge­mein ein gutes Blog. Natürlich aus konser­va­ti­ver Perspektive, lesens­wert.

Nullsummenspiel

„Auswanderung lässt deut­sche Bevölkerung schrump­fen”, titelt Spiegel Online reiße­risch. In Deutschland leben unge­fähr 82 Millionen Menschen. Im Text steht dann:

734.000 Auswanderern standen 721.000 Zuzügler gegen­über, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Allerdings verrin­gerte sich demnach das Wanderungsdefizit von 13.000 Menschen im Vergleich zu 2008 um rund 43.000.

Deutschland ist also um 13.000 Menschen „geschrumpft”, wenn man Zu- und Abwanderung aufrech­net. Für mich sieht „Schrumpfung” anders aus. Es ist eher ein Nullsummenspiel. Ob 13.000 Menschen mehr oder weniger einwan­dern, ist kaum zu beein­flus­sen. Und Auswanderung wird es immer geben, daran kann ich nichts Schlechtes sehen. Schließlich wird ja auch immer „Mobilität” gepre­digt. „Nullsummenspiel“ weiter­le­sen