Kurzinfo: „Call-a-Rep”

Gerade per E-Mail bekom­men:

Call-a-Rep ist eine App für iPhone zur direk­ten Kommunikation mitun­se­ren poli­ti­schen Vertretern. Lokale und regio­nale Probleme oderAnliegen gehören zur Stellenbeschreibung der Mitglieder des DeutschenBundestags. Call-a-Rep ist die Möglichkeit, um Stammtische und Parteiveranstaltungen herum, per GPS oder Stichwort gezielt zu der oder dem Abgeordneten zu gelan­gen, der einem Fragen beant­wor­ten oder ein Problem weiter­tra­gen. Call-a-Rep sucht die Informationen zu den Mitgliedern des Deutschen Bundestages aus öffent­lich zugäng­li­chen Quellen auto­ma­ti­siert und tages­ak­tu­ell zusam­men und stellt sie auf dem iPhone einheit­lich dar. Damit sollen die viel­fäl­ti­gen SocialMedia-Angebote durch eine direkte und indi­vi­du­elle Möglichkeit ergänzt werden.

Die Presseinformation finden Sie unter:
http://callarep.files.wordpress.com/2011/11/car_release-pressinfo.pdf

Die App bei iTunes: http://itunes.apple.com/de/app/callarep/id475212054

Die kosten­lose Version mit Werbung:
http://itunes.apple.com/de/app/callarep-free/id475496219

Das Studentenprojekt ist unab­hän­gig von der PR-Abteilung desParlaments, der Regierung oder anderer Stellen entwi­ckelt worden. Calla Rep wurde von Julian Asamer (Informatik, TU München) nach einer Ideevon Falko Blumenthal (Politikwissenschaft, Hochschule für PolitikMünchen) entwi­ckelt. Design und User Interface stammt von MichelleKrack (Krack! Graphic Design Luxemburg).

Da ich kein iPhone habe, will es viel­leicht jemand von den geschätz­ten LeserInnen testen?

Ein paar Sätze zur „Digitalen Gesellschaft e.V.”

Ich finde Markus Beckedahl gut. Und ich finde „netzpolitik.org” gut. Und ich finde die mir bekann­ten Beteiligten an „Digitale Gesellschaft e.V.” gut. Aber ich bin der Meinung, dass der gewählte Weg der falsche ist. Wenn man Transparenz von der Politik einfor­dert, wenn man mehr Demokratie einfor­dert, mehr Partizipationsmöglichkeitein einfor­dert, etc. pp. — dann kann man nicht einen Verein gründen, dessen Strukturen das Gegenteil von dem ausma­chen, was man einfor­dert.

Es ist nicht klar, wer alles mitmacht bei „Digitale Gesellschaft e.V.”; die Satzung ist nicht online; andere Leute können derzeit nicht Mitglied werden und auf den Kurs des Vereins ergo auch keinen Einfluss nehmen. Das ist von Markus auch genau so geplant — und ich finde es falsch.

Wohlgemerkt: ich finde die Vereinsgründung an sich richtig und gut und ich habe auch kein Problem mit dem Namen „Digitale Gesellschaft”. Dass der Verein nicht für „die” digi­tale Gesellschaft ist ja wohl offen­sicht­lich. Eine „Anmaßung” sehe ich da auch nicht. Der „Verein Deutsche Sprache” spricht ja auch nicht für die deut­sche Sprachgemeinschaft (da bin ich übri­gens Mitglied). Sondern für seine Mitglieder, die dessen Ziele richtig und gut finden (so wie mich). Und das „Institut Solidarische Moderne” spricht nicht für die soli­da­ri­sche Moderne, so wenig wie die INSM den Alleinvertretungsanspruch für die Marktwirtschaft hat.

Wenn der „Digitale Gesellschaft e.V.” aller­dings nur ein weite­rer Lobbyverband sein will, dann ist das auch okay; ich fände das zwar schade, weil ich glaube, dass ein offener Verein, in den sich alle einbrin­gen könnten, die daran Interesse hätten, mehr Einfluss hätte — aber letzt­lich ist es die Entscheidung von Markus und seinen Mit-Vereinsgründern.

Wäre mehr Transparenz von Anfang da, dann könnten auch nicht CDU-MdB ganz locker den Gegner ausschal­ten. Und die Kollegen am linken Rand könnten nicht andeu­ten, dass es nichts anderes als ein „grünes U-Boot” sei. Ich glaube das jeden­falls nicht — ein „grünes U-Boot” kann es nicht sein, da jeder, der es wissen will, weiß, dass Markus bei den Grünen Mitglied ist. Wäre es ein U-Boot, dann wäre es das am schlech­tes­ten getarne U-Boot aller Zeiten.

Außerdem verweise ich noch auf Nico Lumma und auf einen Rant bei „netzpolitik.org”, der eigent­lich gar kein Rant ist und laut Autor auch nichts mit diesem Thema zu tun hat.

Wie auch immer. Wir werden schon irgend­wie klar­kom­men.

Mindmap: Digitale Gesellschaft

Henning Tillmann hat auf vorwaerts.de eine Mindmap zum Thema Digitale Gesellschaft vorge­stellt und lädt alle an Netzpolitik Interessierten zum Mitmachen ein. Die Idee finde ich ganz prima, denn Begriffsbestimmung ist das A und O jeder Diskussion, was leider allzu häufig vernach­läs­sigt wird. Die Mindmap ist schon ziem­lich gut gefüllt — ganz spontan fehlen mir aber ein paar wich­tige Themen, die ich zunächst lieber in Form eines Artikels beisteu­ern möchte, da sie sich allein durch Stichworte nicht unbe­dingt erschlie­ßen. „Mindmap: Digitale Gesellschaft“ weiter­le­sen