Spreng räumt mit der CSU auf

CDU-Mann Michael Spreng, der ehemalige Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber, scheint mit Horst Seehofer noch einige Rechnungen begleichen zu haben:

Das wird Horst Seehofer aber nicht tun. Er treibt die CDU und die Kanzlerin vor sich her, nutzt Wahlkampf und die Merkelsche Klarheitssschwäche hemmungslos aus, um auch noch die letzte europafeindliche Stimme am 27. September einzusammeln.

„Spreng räumt mit der CSU auf“ weiterlesen

Der „Adel“ und die Republik

Deutschland ist eine Republik. Der „Adel“ besitzt seit der Weimarer Verfassung in Deutschland keine Vorrechte mehr:

Öffentlich-rechtliche Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes sind aufzuheben.
Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden. (Artikel 109)

Trotzdem betreibt der SPIEGEL Hofberichterstattung rund um die Nachkommen von Wilhelm II (leider noch nicht online verfügbar). Trotzdem ist rund um Schloss Salem ständig vom „Haus“ Baden die Rede (ebenfalls nicht online verfügbar) – und nicht einfach von der Familie Baden, wie es richtig heißen sollte.

Dass die BILD 2008 fragte, wieviel blaues Blut denn in uns steckt – geschenkt.

Was sollte man mit diesem „blauen Blut“ übrigens anfangen? Stolz auf die Vergangenheit bräuchte man nicht zu sein: der „Adel“ hat immer wieder versagt und kam seinem Selbstverständnis als Elite nicht nach. Der (noch mit Vorrechten versehene) Adel konnte den größenwahnsinnigen Kaiser nicht vom Ersten Weltkrieg abhalten, hat die Weimarer Republik gemeinsam mit Kommunisten und Nazis sturmreif geschossen und schließlich bereitwillig im Zweiten Weltkrieg ein weiteres Mal gemeinsam mit den braunen Horden Feuer und Schwert über Europa gebracht.

Worauf sollte der „Adel“ also stolz sein?

Mir ist ein Dieter Bohlen lieber als zehn „von und zu“ Guttenbergs.