Was passiert in Tunesien?

Chahid Raouf; Quelle: atunisiangirl.blogspot.com
Chahid Raouf; Quelle: atunisiangirl.blogspot.com

Die Ereignisse in Tunesien sind beein­dru­ckend, atem­be­rau­bend, bedrü­ckend und hoff­nungs­froh glei­cher­ma­ßen. Ich habe zu wenig Wissen zur Sachlage, deshalb beschränke ich mich darauf, lesens­werte Texte zu verlin­ken:

  1. Empfehlenswert ist ein Text eines ehema­li­gen Guttenberg-Mitarbeiters im „Brandenstein Blog”: „Die Einzigen, von denen nichts zu sehen gewesen sei, seien die Islamisten. Es sei die — wenn auch nur rudi­men­tär ausge­prägte — Zivilgesellschaft. Und daher sei die Bewegung auch weniger arabisch oder isla­misch, sondern in ihrer konkre­ten Ausprägung genuin tune­sisch.”
  2. Außerdem sehr lesens­wert: ein Interview bei „Welt Online” mit einer tune­si­schen Bloggerin: „Schwer zu sagen. Die meisten Leute sind eher traurig. Wir wollten ja nicht nur, dass Ben Ali verschwin­det, sondern seine gesamte Regierung. Viele haben jetzt das Gefühl, herein­ge­legt worden zu sein.”
  3. Als Quelldokument und Zeugnis der Hoffnung auf Demokratie und Freiheit sei ihr Blog empfoh­len: „In her own country the Tunisian girl cannot express herself. Her blog is censo­red over there.”
  4. Die Rolle von Twitter und Facebook beleuch­tet „Der Standard” einge­hend: „Der Kampf gegen das tune­si­sche Regime wurde nicht nur auf der Straße sondern auch im Cyberspace geführt. Denn bereits kurz nachdem die Proteste der Bevölkerung began­nen, versuchte die tune­si­sche Regierung das Internet zu kontrol­lie­ren. Es wurde damit begon­nen Webseiten zu blocken worauf­hin sich auch das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) zu Wort meldete.”

Alles scheint offen zu sein. Was wäre das für ein Signal, würde sich Tunesien für eine frei­heit­li­che und offene Demokratie entschei­den. Man darf hoffen.

Entwicklungshilfe in den USA: Annahme, Wunsch und Realität

Eine wirk­lich ganz fantas­ti­sche Grafik:

Diese Grafik zeigt:

  1. Amerikaner halten ihr Land für sehr groß­zü­gig.
  2. Sie glauben sogar, dass es groß­zü­gi­ger ist, als sinn­voll wäre.
  3. Ohne zu wissen, dass ihr Land nicht einmal ansatz­weise so groß­zü­gig ist, wie sie es sich vorstel­len oder wie sie es sich wünschen.

Natürlich zeigt es auch, wie so häufig: Menschen sind progres­si­ver bzw. mitfüh­len­der als ihre Regierung. Leider sind Menschen dabei nicht so gut infor­miert, wie sie es viel­leicht sein sollten.

Quelle: poverty-action.org