Lesetipp: Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn

Als Ergänzung zum vorherigen Artikel ein Verweis auf einen sehr schönen Artikel bei „weissgarnix.de“:

Wenn Hartz IV eine seriöse Alternative für einen nennenswerten Teil des Erwerbspublikums darstellt, dann gibt es niemanden, der eine Arbeitsstelle für weniger annehmen wird. Zumindest wenn er rational agiert, wie es die Neoklassik ja postuliert. Wenn mir Hartz IV im Monat 1000 Euro bringt, ein Vollzeit-Job aber nur 900 Euro, dann wäre ich ja tatsächlich schön bescheuert, dem Job nachzugehen. […] Meine These deshalb: Man sollte tatsächlich versuchen, in den betroffenen Branchen (von denen sich die meisten nicht am Weltmarkt orientieren müssen sondern binnenfokussiert sind) einen Mindestlohn einzuführen, der 25 bis 30% oberhalb von Hartz IV liegt. Und dann müßte man halt mal gucken, was passiert. Ich vermute: gar nichts.

Kurz-Kommentar zum Hartz-Urteil

Es ist gut, dass die Berechnung der Sätze, die für ein „menschenwürdiges Existenzminimum“ notwendig sind, künftig transparent erfolgen muss.

Weiterhin ist klar: der im Grundgesetz begründete Sozialstaats-Gedanke ist richtig und notwendig.

Gleichzeitig ist ebenfalls wahr: wer arbeitet, muss mehr in der Tasche haben als der, der nicht arbeitet.

Dieses Ziel erreicht man jedoch nicht dadurch, dass man Sozialleistungen kürzt – sondern indem man alles dafür tut, dass Löhne wieder steigen.

Deshalb sind Mindestlöhne ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft und der sozialen Gerechtigkeit.

Warum machen Sie das?

Die Kolumne unter diesem Titel im ZEIT-Magazin gibt es leider nicht mehr. Aber die Frage stellt sich trotzdem, und ich will versuchen, auch auf einige Punkte aus Maik Babenhauserheides Antwort auf meinen gestrigen Brief einzugehen.

Also, warum will ich in die SPD? Ganz sicher nicht aus Mitleid. Sondern eher nach dem Sherlock Holmes-Prinzip: Wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zur Lösung führen, dann muss auch eine unwahrscheinliche die richtige sein.  Und aus einer gewissen Lust am Dicke-Bretter-Bohren. „Warum machen Sie das?“ weiterlesen

Heute: beide Stimmen für die SPD!

Diesen Sonntag ist Bundestagswahl. Und eins ist klar: nur eine starke SPD verhindert den schwarz-gelben Kahlschlag.

Wir haben das bessere Programm. Wir haben einen Plan. Wir haben 8 konkrete Ziele. Und wir haben den besseren Kanzler: Frank-Walter Steinmeier.

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Deshalb: beide Stimmen für die SPD. Diesen Sonntag, in Ihrem Wahllokal.

SPD-Tour-Spot: In welchem Land wollen wir leben?

„Wir haben in den letzten Jahren bestimmt nicht alles richtig gemacht. Aber wir hatten auch verdammt viel damit zu tun, den größten Blödsinn zu verhindern.“

„Jetzt geht es darum, die richtigen Weichen in die Zukunft zu stellen. In welchem Land wollen wir leben? Wollen wir jedem Kind die Chance auf gute Bildung bieten, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern? Wollen wir durchsetzen, dass Frauen endlich überall gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen? Wollen wir dafür sorgen, dass auch in Zukunft alle ein Recht auf beste medizinische Versorgung haben? „SPD-Tour-Spot: In welchem Land wollen wir leben?“ weiterlesen

Peter Hettlich: Ein Grüner auf dem Bau

Man schaue sich das folgende Video an, um dann zu begreifen, wie ich auf die Idee komme, dass die grünen Mandatsträger mit „Jamaika“ kein Problem hätten. „Bürgerferne“ ist noch das netteste Attribut, das mir zum Möchtegernarbeiter und Bundestagsabgeordneten Peter Hettlich von den Grünen einfällt:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YboD55shaeE&hl=de&fs=1&]

Kapital gegen Arbeit: ein ewiger Streit

Der Kampf Kapital gegen Arbeit ist nicht überwunden, kann per Definition niemals überwunden werden. CDU, CSU und FDP bleiben die Verteter des Kapitals, während die SPD immer die Partei der Arbeit sein wird. Das veranschaulicht folgende Grafik von unklarheiten.de in besonders nachdrücklicher Art und Weise:

parteispenden.unklarheiten.de