Apple, Facebook und die Blase

Im April 2010 war ich skep­tisch: „Das iPad von Apple-Messias Steve Jobs soll die Rettung der ‚Qualitätsmedien’ sein, nachdem diese den Medienwandel jahre­lang weit­ge­hend verschla­fen haben und erstaunt fest­stel­len mussten, dass sich die Welt nicht um sie dreht?”

Und nun erweist sich meine Skepsis als berech­tigt: die Verkäufe der iPad-Magazine brechen ein.

Gleichzeitig erfah­ren wir, dass Facebook 50 Milliarden Dollar (!!!) wert sein soll. Also mehr als bspw. BMW. Obwohl keine offi­zi­el­len Umsatzzahlen etc. pp. vorlie­gen. Ist das noch eine Blase oder ist das nicht eher schon ein schwar­zes Loch? Grotesk.

Ich kann mich nur wieder­ho­len und dieses Video immer und immer wieder neu veröf­fent­li­chen.

Schirrmacher warnt vor iPad

Im aktu­el­len „Rolling Stone” warnt „FAZ”-Mitherausgeber Frank Schirrmacher vor Apples „iPad”:

Das fängt damit an, dass Apple auf Inhalte Einfluss nehmen will oder sich zumin­dest vorbe­hält, über sie mit zu entschei­den. Ein derar­ti­ges Ansinnen hätte noch vor wenigen Jahren zu einem Aufstand der öffent­li­chen Meinung geführt.

Die Problematik hat Schirrmacher korrekt analy­siert. Auf „Rot steht uns gut” war dies bereits grund­sätz­lich Thema. Außerdem wissen wir alle: die nächste Blase kommt bestimmt.

Das iPad von Apple-Messias Steve Jobs soll die Rettung der „Qualitätsmedien” sein, nachdem diese den Medienwandel jahrelang weitgehend verschlafen haben und erstaunt feststellen mussten, dass sich die Welt nicht um sie dreht?

Dazu kann ich nur sagen:

Ihr Zeuge, Euer Ehren. Weitermachen.

Emanzipation durch freie Software

Vor einiger Zeit veröf­fent­lichte die Free Software Foundation ihren jähr­li­chen Spendenaufruf und umriss die Herausforderung für freie Software in den nächs­ten Jahren. Vor allem der Bereich der mobilen Geräte bedroht die Open-Source-Philosophie:

Bei Freier Soft­ware geht es nicht um Soft­ware im eigent­li­chen Sinn — Es geht um die Befreiung der Benutzer durch Software. […] In einem kurzen Artikel habe ich Anfang des Jahres darauf hinge­wie­sen, dass es mit­tler­weile Mil­liar­den Mobil­tele­fone gibt und dass die Rechen­leis­tung dieser Tele­fone immer größer wird. Sie stellen den abgeschlossen­sten, pro­pri­etärsten und unfreis­ten tech­nol­o­gis­chen Bere­ich dar, der stark genutzt wird. Für die Kon­trolle der Benutzer über die Tech­nolo­gie sieht es düster aus.

Auf Telefonen konnte man früher keine Software instal­lie­ren. Mit Telefonen konnte man tele­fo­nie­ren und SMS schrei­ben. Eine Revolution war das iPhone: Damit konnte man plötz­lich komfor­ta­bel auch im Internet surfen, Musik hören, E‑Mails checken — und einige Monate nach dem Verkaufsstart feierte Apple die Freigabe von Entwicklertools (SDK), mit denen jetzt Entwickler eigene Anwendungen für das iPhone entwi­ckeln konnten: Richtige Programme! Wie auf einem Computer! — Die Nachricht wirkte wie eine Befreiung und eine neue Welt stand offen. Innerhalb kürzes­ter Zeit entwi­ckelte sich eine leben­dige Szene rund um das iPhone. „Emanzipation durch freie Software“ weiter­le­sen

Jonathan Schwarz über Software-Patente

Jonathan Schwartz, ehema­li­ger CEO von Sun, behan­delt in seinem Blog die Abartigkeiten von Software-Patenten. Sehr lesens­wert! Wer nach der Lektüre des Textes noch für Software-Patente ist, dem ist wirk­lich nicht mehr zu helfen… (Hintergrund: Apple verklagt Google.)

(via)