Nur dumme Asoziale hassen Fremde? – Ansichten der selbstgefällig Bürgerlichen

Besorgter Bürger in Düsseldorf
Besorgter Bürger in Düsseldorf |Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Ein Artikel über „Die neuen Asozialen“ ist nun mehrfach in meiner Facebook-Timeline geteilt worden – mit sehr problematischen Thesen, wie ich finde: Kurz zusammengefasst wird die Kernthese vertreten, der sich in Internetdiskussionen entladende Fremdenhass sei Folge einer Verblödung der Gesellschaft. Das ist keine neue Argumentation und wird in dieser oder anderen Formen immer wieder geäußert. Meines Erachtens gibt es vier Kritikpunkte an diesem Artikel, der hier nur stellvertretend betrachtet werden soll. „Nur dumme Asoziale hassen Fremde? – Ansichten der selbstgefällig Bürgerlichen“ weiterlesen

Theorie und Praxis

Theoretisch sollen Ärzte diesen Eid befolgen:

… Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung. …

Praktisch hat die Sarrazin-Debatte u.a. folgende Auswirkungen:

Der Arzt hatte drei Regeln verfasst. Unter anderem schrieb er: „In dieser Arztpraxis gilt ein striktes Verbot von Kopftüchern bei islamistischen Frauen und Mädchen“ sowie „Kinderreiche islamistische Familien mit mehr als 5 leiblichen Kindern werden in dieser Arztpraxis nicht behandelt“. Grundkenntnisse der deutschen Sprache werden „zwingend vorausgesetzt“.