Sie haben nur einen Mann getötet

Jetzt ist er tot. Der Mann, der Amerika das Fürchten gelehrt hat. Wie befreit tanzen Amerikaner auf den Straßen, skan­die­ren „USA, USA“ und hegen die Hoffnung, dass nun alles besser wird. Gibt es Grund dazu?

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Internationale Brigaden?

Aus der Reihe „Wir packen die wirk­lich heißen Eisen an”: passt es zusam­men, dass Sozialisten früher gegen Faschisten ins Feld gezogen sind, während sich die Linkspartei heute pauschal gegen Auslandseinsätze, auch unter UN-Mandat, ausspricht?

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Es reicht jetzt

Ein junger Mann wird wohl am Dienstagmorgen hinge­rich­tet werden. Sein einzi­ges „Verbrechen”: er wollte Christ sein.

Wo soll dieser Mord durch den Staat gesche­hen? In Somalia, Iran, Saudi-Arabien, Pakistan?

Weit gefehlt. In Afghanistan. Im deut­schen Mandatsgebiet in Afghanistan.

Dafür sollen deut­sche Soldaten sterben? Um einen Staat zu schüt­zen, der den Menschen noch nicht einmal die Chance gibt, ihre Religion frei zu wählen?

Es reicht jetzt. Wenn Afghanistan nicht will, dann ist das so. Raus aus Afghanistan, so schnell wie möglich. Es ist genug.

Guttenberg in Afghanistan

Mir fällt nicht viel ein zur Dreistigkeit Guttenbergs, sich derart in Szene zu setzen. Er nimmt seine Frau mit nach Afghanistan, er nimmt einen Fernsehmoderator mit nach Afghanistan. Außerdem noch zwei leib­haf­tige Ministerpräsidenten. Der „Adel” ist wohl wieder mit Tross unter­wegs.

Die Soldaten sollen von Guttenbergs Besuch und auch von dessen Ehefrau angetan sein. Das ist nur mensch­lich. Natürlich wollen die Soldaten nicht wahr­ha­ben, dass sie für ein schä­bi­ges Spiel miss­braucht werden. Dass Guttenberg sich auf ihrem Rücken profi­liert, dass er qua Anwesenheit deren Leistung herab­wür­digt, dass er sie zu Statisten ernied­rigt.

Es ist richtig, dass der Verteidigungsminister seine Soldaten besucht. Das ist seine Pflicht und Schuldigkeit. Es ist falsch, daraus einen großen Medienaufriss zu machen. Es ist mehr als falsch — es ist unwür­dig. Mit der von Guttenberg so oft zitier­ten „Haltung” hat das nichts zu tun. Es ist pein­lich.

Horst Köhler redet Tacheles?

Bundespräsident Horst Köhler hat „Deutschlandradio Kultur” ein Interview gegeben. Das ist soweit nicht zu bean­stan­den, sondern ganz im Gegenteil eine schöne Sache, dass man von unserem Bundespräsidenten mal wieder etwas hört. Was nicht so schön ist: Horst Köhler hat sich auf sehr zwei­fel­hafte Art und Weise über Auslandseinsätze der Bundeswehr geäu­ßert. „Horst Köhler redet Tacheles?“ weiter­le­sen

Afghanistan und die Folgen

Deutschland trauert um vier Soldaten. Das schmerzt. Damit sind in Afghanistan 43 deut­sche Soldaten gestor­ben. Mehr und mehr zwei­felt das deut­sche Volk an Sinn und Zweck des Einsatzes in Afghanistan, des Krieges in Afghanistan.

Was bedeu­tet das für unsere Demokratie, wenn eine klare Mehrheit im Volk gegen den Einsatz ist, der Bundestag jedoch mit großer Mehrheit dafür stimmt? Was bedeu­tet es für die Bundeswehr, wenn immer offen­sicht­li­cher wird, dass die deut­sche Politik unsere Truppen offen­bar nicht mit dem mili­tä­risch notwen­di­gen Material ausge­stat­tet hat? „Afghanistan und die Folgen“ weiter­le­sen

Der Westen in Afghanistan

Heute hat der Bundestag ein weite­res Mal dem Afghanistaneinsatz zuge­stimmt und gleich­zei­tig die Mandatsgrenze wieder erhöht. Damit hat man die Verantwortung getra­gen, wo man sie zu tragen hat. Das ändert nichts daran, dass der Ausgang dieses Unternehmens frag­lich bleibt. Auch der neuer­dings prokla­mierte Abzug zwischen 2013 und 2015 ist mehr Wunschdenken als Prognose. Grund dafür ist die weit­ge­hende Ahnungslosigkeit wie sich Afghanistan in den nächs­ten Jahren entwi­ckeln wird, die daraus resul­tiert, dass nicht mal der Ist-Zustand klar ist.

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