Die da oben und wir hier unten – und mittendrin die Medien …

In seinem SPIEGEL-Essay „Reden, reden, reden? Ja, genau“ beschreibt der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels die gängige, artikulierte Politikerverdrossenheit als im Prinzip anti-demokratische Schähkritik. Was früher nur am Stammtisch üblich war, wird heute auch von Intellektuellen verkündet und von den Medien zelebriert. „Die da oben und wir hier unten – und mittendrin die Medien …“ weiterlesen

So könnte ein Bundespräsident Gauck klingen…

SPD und Grüne wollen mit Joachim Gauck einen eigenen Kandidaten in die Wahl um das Amt des Bundespräsidenten schicken. Zuvor sollen die Spitzen der beiden Parteien den Bürgerrechtler und ehemaligen Chef der Stasi-Unterlagenbehörde der Kanzlerin per SMS als gemeinsamen Kandidaten vorgeschlagen haben. Die Antwort: „Danke für die Info“ – inzwischen hat sich die schwarz/gelbe Koalition stattdessen auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff festgelegt. „So könnte ein Bundespräsident Gauck klingen…“ weiterlesen

Wirbel um angebliche SPD-Politikerin: Wie neutral ist netzpolitik.org?

In seinem Artikel „SPD-Politikerin Barbara Kisseler gegen ‚freie Wildbahn im Internet‘“ fragt GRÜNEN-Mitglied Markus Beckedahl „Ist das eigentlich die offizielle Position der SPD, die Barbara Kisseler in diesem Interview vertritt?“ – ein wenig Googeln hätte genügt, diese Frage selbst zu beantworten. „Wirbel um angebliche SPD-Politikerin: Wie neutral ist netzpolitik.org?“ weiterlesen

Die Aigner-Maschine

Ankündigungsministerin Ilse Aigner hat Facebook kürzlich mit Beendigung der Mitgliedschaft gedroht, sollte die amerikanische Firma nicht ihre Einstellung zum Datenschutz ändern. Nico Lumma findet die Taktik total dufte und hat seheichmichgezwungen.de gestartet. Dort können engagierte Bürgerinnen und Bürger ihre Forderungen stellen und mit konkreten Drohungen untermauern. Genial finde ich wie politische Praxis mit Hilfe des Internets unterstützt werden kann.

Emanzipation durch freie Software

Vor einiger Zeit veröffentlichte die Free Software Foundation ihren jährlichen Spendenaufruf und umriss die Herausforderung für freie Software in den nächsten Jahren. Vor allem der Bereich der mobilen Geräte bedroht die Open-Source-Philosophie:

Bei Freier Soft­ware geht es nicht um Soft­ware im eigentlichen Sinn – Es geht um die Befreiung der Benutzer durch Software. […] In einem kurzen Artikel habe ich Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass es mit­tler­weile Mil­liar­den Mobil­tele­fone gibt und dass die Rechen­leis­tung dieser Tele­fone immer größer wird. Sie stellen den abgeschlossen­sten, pro­pri­etärsten und unfreis­ten tech­nol­o­gis­chen Bere­ich dar, der stark genutzt wird. Für die Kon­trolle der Benutzer über die Tech­nolo­gie sieht es düster aus.

Auf Telefonen konnte man früher keine Software installieren. Mit Telefonen konnte man telefonieren und SMS schreiben. Eine Revolution war das iPhone: Damit konnte man plötzlich komfortabel auch im Internet surfen, Musik hören, E-Mails checken – und einige Monate nach dem Verkaufsstart feierte Apple die Freigabe von Entwicklertools (SDK), mit denen jetzt Entwickler eigene Anwendungen für das iPhone entwickeln konnten: Richtige Programme! Wie auf einem Computer! – Die Nachricht wirkte wie eine Befreiung und eine neue Welt stand offen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine lebendige Szene rund um das iPhone. „Emanzipation durch freie Software“ weiterlesen