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	<title>rotstehtunsgut.de &#187; Nadim Ayyad</title>
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	<description>SPD, Politik und Gesellschaft</description>
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		<title>Aufstand der Privilegierten</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 20:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt in diesem Land doch tatsächlich Menschen, die nicht mehr Geld wollen. Andreas Pinkwart (FDP), nordrhein-westfälischer Minister der schwarz-gelben Landesregierung, ist empört: „Vielleicht möchten einige Stipendiaten, die jetzt auf zusätzliches Geld meinen verzichten zu können, ja eigentlich unter sich bleiben.” (Quelle: FTD vom 20.04.2010) Worum geht es? Wenn am morgigen Mittwoch das Kabinett der ebenfalls schwarz-gelben Bundesregierung zusammen tritt, wird es auch um die Erhöhung des sogenannten Büchergeldes für die Stipendiaten der zwölf Begabtenförderungswerke gehen. Das aus historischen Gründen so bezeichnete Büchergeld macht den vom Einkommen der Eltern unabhängigen Anteil des Stipendiums aus, der pauschal an jeden Stipendiaten ausgezahlt wird. Bislang beträgt es monatlich 80 Euro. Nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition, die sich die Elitenförderung auf die Fahnen geschrieben hat, werden zukünftig 220 Euro dazu kommen, so dass das Büchergeld auf insgesamt 300 Euro steigt. Gegenwind aus den Begabtenförderungswerken Doch die Profiteure der Erhöhung stellen sich nun offen gegen die Pläne der schwarz-gelben Regierung. In einer Online-Petition mit 3717 Unterzeichnern — darunter überwiegend aktuelle und ehemalige Stipendiaten — und in einer gemeinsamen Erklärung der stipendiatischen Bundesvertretungen der Friedrich-Ebert-Stiftung, des bischöflichen Cusanuswerkes, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben die Stipendiaten ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht. Darin fordern sie die [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in diesem Land doch tatsächlich Menschen, die nicht mehr Geld  wollen. Andreas Pinkwart (FDP), nordrhein-westfälischer Minister der  schwarz-gelben Landesregierung, ist empört: „Vielleicht möchten einige  Stipendiaten, die jetzt auf zusätzliches Geld meinen verzichten zu  können, ja eigentlich unter sich bleiben.” (Quelle: <a href="http://www.ftd.de/wissen/mensch/:onlinepetition-stipendiatenaufstand-gegen-die-nrw-fdp/50103308.html" target="_blank">FTD  vom 20.04.2010</a>)</p>
<p>Worum geht es? Wenn am morgigen  Mittwoch das Kabinett der ebenfalls schwarz-gelben Bundesregierung  zusammen tritt, wird es auch um die Erhöhung des sogenannten  Büchergeldes für die Stipendiaten der zwölf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Begabtenf%C3%B6rderungswerk" target="_blank">Begabtenförderungswerke</a> gehen. <span id="more-4129"></span>Das aus historischen Gründen so bezeichnete Büchergeld macht den  vom Einkommen der Eltern unabhängigen Anteil des Stipendiums aus, der  pauschal an jeden Stipendiaten ausgezahlt wird. Bislang beträgt es  monatlich 80 Euro. Nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition, die  sich die Elitenförderung auf die Fahnen geschrieben hat, werden  zukünftig 220 Euro dazu kommen, so dass das Büchergeld auf insgesamt 300  Euro steigt.</p>
<p><strong>Gegenwind  aus den Begabtenförderungswerken</strong></p>
<p>Doch die Profiteure  der Erhöhung stellen sich nun offen gegen die Pläne der schwarz-gelben  Regierung. In einer Online-Petition mit 3717 Unterzeichnern — darunter  überwiegend aktuelle und ehemalige Stipendiaten — und in einer  gemeinsamen Erklärung der stipendiatischen Bundesvertretungen der  Friedrich-Ebert-Stiftung, des bischöflichen Cusanuswerkes, der  Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben die  Stipendiaten ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht. Darin fordern sie die  Bundesregierung auf, die geplanten Maßnahmen zur Bildungsförderung anders zu gestalten um die  soziale Selektion nicht zu verschärfen, sondern abzumildern. Sie  stellen sich damit offensiv gegen die Büchergelderhöhung:</p>
<blockquote><p>„Die  drastische Erhöhung des Büchergeldes sowie die Einführung des nationalen  Stipendienprogramms halten wir jedoch im Hinblick auf  Bildungsgerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit für isolierte und den  Umständen unangemessene Maßnahmen.”</p></blockquote>
<p>Sicher, das  Büchergeld wurde seit 1980 nicht mehr erhöht. Daher treten auch die  jetzt rebellierenden Stipendiaten für eine — moderate — Erhöhung ein.  Eine Erhöhung um 220 Euro bezeichnen sie allerdings zu Recht als  unverhältnismäßig.</p>
<p>Sind die Unterzeichner nun, wie Minister  Pinkwart vermutet, vorallem daran interessiert, unter sich zu bleiben  und eine stärkere Förderung von Studierenden aus sozial schwachen  Elternhäusern zu verhindern? Wohl kaum.</p>
<p>Ihnen geht es um mehr als  Geld. Es geht ihnen vorallem um Gerechtigkeit im Bildungswesen. Um  Durchlässigkeit, um faire und möglichst gleiche Chancen für alle. Die  lange gepflegte Illusion, durch Leistung und Fleiß hätte jeder junge  Mensch, gleich ob aus armen oder wohlhabenden Elternhaus, die gleiche  Chance auf eine gute Bildung wurde längst abgelöst durch breite  Ernüchterung: Das Bildungssystem der Bundesrepublik ist in allen Ebenen  hoch selektiv, wie verschiedene nationale und internationale Studien  immer wieder belegen. Das gilt auch für den Bereich der staatlichen  Begabtenförderung. Eine einseitige Erhöhung des einkommensunabhängigen  Büchergeldes, so befürchten die Unterzeichner der Petition, würde die soziale Schieflage im  Bildungssystem noch weiter verhärten, weil die zusätzliche Förderung nur  den — zumeist aus ohnehin priviligierten Verhältnissen stammenden —  Stipendiaten zugute kommt, während die Lage der großen Masse an  Studierenden mit BaföG-Förderung (Hier gibt es kein pauschales  Büchergeld!) und Nebenjob kaum verbessert wird.</p>
<p><strong>Die soziale Schieflage der Begabtenförderung</strong></p>
<p>Eine  aktuelle Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) bestätigt  diese Einschätzung. Während 37 % aller Studierenden aus gehobenen  sozialen Verhältnissen (hohe Bildung und hohes Einkommen im Elternhaus)  stammen, macht deren Anteil an den Stipendiaten stolze 50 % aus.  Wenngleich sich die sozialen Profile der zwölf Begabtenförderungswerke  teilweise deutlich unterscheiden, ist die Tendenz nicht zu übersehen,  was die folgende Grafik verdeutlicht:</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2009/40/C-Begabtenfoerderung" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://images.zeit.de/studium/2009-09/stiftung-herkunftsgruppen/stiftung-herkunftsgruppen.jpg" alt="" width="540" height="443" /><br />
</a>Die  bereitgestellten Mittel, die die schwarz-gelbe Bundesregierung nach der  Entscheidung am Mittwoch als große Investition in die Bildung verkaufen  wird, wären in der Abfederung  der gravierenden Ungerechtigkeiten besser aufgehoben. Eine Investition  in Bildung darf nicht nur gute Noten belohnen, sondern muss die  Grundlage schaffen, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer  Herkunft zu diesen guten Noten befähigt werden. Es muss daher vor  allem darum gehen jene mitzunehmen, die bisher nicht den Weg zum Studium  bestreiten können oder dieses aus finanziellen und sozialen Gründen  abbrechen müssen. Die geplante Büchergelderhöhung hingegen begünstigt  nach dem Gießkannenprinzip vorallem jenen kleinen Kreis an Stipendiaten,  der sich, das belegt die HIS-Studie, zu einem großen Teil aus ohnehin  bildungsnahen und einkommensstarken Schichten rekrutiert.</p>
<p><strong>Das nationale Stipendienprogramm: Ein  bildungspolitischer Irrweg</strong></p>
<p>Die enorme Büchergelderhöhung wird auch damit begründet,  dass die Stipendiaten der Begabtenförderungswerke mit den zukünftigen  Empfängern des geplanten <a href="http://blog.bildungsserver.de/?p=477" target="_blank">nationalen  Stipendienprogramms</a> gleichgestellt werden müssen, die nach dem  Willen der Regierung pauschal 300 Euro erhalten werden.</p>
<p>Anders als  es sich die klassischen Begabtenförderungswerke auf die Fahnen  geschrieben haben, soll das nationale Stipendienprogramm allerdings nur  finanzielle Förderung beinhalten und dabei nur noch nach Leistung  auswählen. Die klassischen Begabtenförderungswerke dagegen bestehen  bewusst darauf, dass ihre Stipendiaten auch gesellschaftliches  Engagement mitbringen: Sie sprechen von einer Verantwortungselite. Der  Leistungsträger des modernen neoliberalen Weltbilds dagegen übernimmt  keine gesellschaftliche Verantwortung, er schreibt nur gute Noten und  reagiert auf finanzielle Anreize.</p>
<p>Die Konzentration auf  pauschale, von sozioökonomischen Faktoren unabhängige Zahlungen und  Elitenförderung bei gleichzeitiger Vernachlässigung der breiten Masse —  die BaföG-Sätze steigen nur um zwei Prozent — verdeutlichen den  bildungspolitischen Irrweg, auf den sich diese Regierung begibt.</p>
<p>Elitenförderung  ist richtig und wichtig — aber sie darf nicht einseitig erfolgen und  auch nicht dazu beitragen, die Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit  im Bildungssystem weiter abzubauen. Die Zukunft Deutschlands hängt  vorallem von guter Bildung für alle, nicht von exzellenter Bildung für  einige wenige ab!</p>
<p>Statt das Büchergeld zu erhöhen und damit  alle Stipendiaten pauschal zu beglücken, wäre die Ausweitung der  allgemeinen Freibeträge — sowohl für Stipendiaten als auch für  BaföG-Empfänger — sinnvoller. Dadurch kämen mehr Studenten und  Studentinnen in den Genuss der BaföG-Förderung — und auch jene  Stipendiaten, denen eine Erhöhung des Büchergeldes wirklich nützen würde,  weil sie zur Zeit knapp über der Grenze der einkommensabhängigen  Förderung stehen. Es geht um eine breite Förderung, um Studenten aus  bildungsfernen Schichten ein Studium zu ermöglichen, ohne die Bildung  einer Verantwortungselite zu vernachlässigen. In Zeiten von Bologna und  Studiengebühren ist dies eine wesentliche Aufgabe der staatlichen  Bildungspolitik, die durch das nationale Stipendienprogramm und die  pauschale Büchergelderhöhung von der schwarz-gelben  Bundesregierung missachtet wird.</p>
<p><em>Ein gemeinsamer Aritkel von <a href="http://www.facebook.com/kalle.kappner" target="_blank">Kalle Kappner</a> und <a href="http://www.twitter.com/nadim_a" target="_blank">Nadim Ayyad</a>. Die Autoren sind Stipendiaten der  Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und Unterzeichner der genannten Petition.</em></p>
<p><strong>Download</strong>: <a href="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/04/Stellungnahme_stipendiatische_Bundesvertretungen.pdf" target="_blank">Gemeinsame  Stellungnahme der Stipendiaten, [PDF]</a><br />
<strong>Link</strong>: <a href="http://www.petitiononline.com/stip/petition.html" target="_blank">Onlinepetition  mit Begründungstext</a><br />
<strong>Link</strong>:  <a href="http://www.bmbf.de/pub/soziale_profil_begabtenfoerderung.pdf" target="_blank" class="broken_link">Das  soziale Profil in der Begabtenförderung, [PDF]</a></p>
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		<title>Wahlkampf mit der Angst</title>
		<link>http://rotstehtunsgut.de/2010/04/16/wahlkampf-mit-der-angst/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 14:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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		<category><![CDATA[Jürgen Rüttgers]]></category>
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		<description><![CDATA[1976: Zur Bundestagswahl plakatierte die CDU ihre Parole „Freiheit statt Sozialismus”. Seit dem versucht die CDU immer wieder durch diverse unterschiedliche Rote-Socken-Kampagnen Angst vor einer rot-roten Koalition zu schüren. Auch Jürgen Rüttgers hat dieses Instrument für sich entdeckt und lässt seine Wahlkampfstrategen — angesichts sinkender Umfragewerte und der katastrophalen Situation von Schwarz-Gelb in Bund und Land — dabei besonders perfide auftreten. Der Wahlspot überschreitet die Grenze des guten Geschmacks in der politischen Auseinandersetzung. Da verzichtet eine Volkspartei komplett auf eigene Inhalte und erzeugt eine unrealistische Angst bei den Menschen. Damit NRW stabil bleibt! Was war NRW eigentlich die letzten fünfzig Jahre? Die CDU suggeriert, dass eine Koalition der SPD mit der Linken kurz bevor steht. Dabei ist eine rot-rote Koalition nicht nur auf Grund der aktuellen Umfragen ausgeschlossen, sondern auch inhaltlich nicht denkbar. Die NRWSPD und damit Hannelore Kraft hat richtigerweise klargestellt, dass die Linke in NRW derzeit weder regierungsfähig noch regierungswillig ist. Diese Art von Wahlkampf übersteigt das Erträgliche. Und es macht dabei durchaus einen Unterschied, ob man kleine Seitenhiebe gegen die politischen Gegner fährt und dabei auf etwas Humor zurückgreift, wie die Grünen mit ihren aktuellen Plakaten („A, B, CDU und raus bist du!”) oder ob man seine [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>1976: Zur Bundestagswahl plakatierte die CDU ihre Parole „Freiheit statt Sozialismus”. Seit dem versucht die CDU immer wieder durch diverse unterschiedliche Rote-Socken-Kampagnen Angst vor einer rot-roten Koalition zu schüren. Auch Jürgen Rüttgers hat dieses Instrument für sich entdeckt und lässt seine Wahlkampfstrategen — angesichts sinkender Umfragewerte und der katastrophalen Situation von Schwarz-Gelb in Bund und Land — dabei besonders perfide auftreten.</p>
<p><a href="http://rotstehtunsgut.de/2010/04/16/wahlkampf-mit-der-angst/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span id="more-4054"></span>Der Wahlspot überschreitet die Grenze des guten Geschmacks in der politischen Auseinandersetzung. Da verzichtet eine Volkspartei komplett auf eigene Inhalte und erzeugt eine unrealistische Angst bei den Menschen. <em>Damit NRW stabil bleibt!</em> Was war NRW eigentlich die letzten fünfzig Jahre?</p>
<p>Die CDU suggeriert, dass eine Koalition der SPD mit der Linken kurz bevor steht. Dabei ist eine rot-rote Koalition nicht nur auf Grund der aktuellen Umfragen ausgeschlossen, sondern auch inhaltlich nicht denkbar. Die NRWSPD und damit Hannelore Kraft hat richtigerweise klargestellt, dass die Linke in NRW derzeit <a href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/4/16/iptc-bdt-20100416-74-24535932xml" target="_blank">weder regierungsfähig noch regierungswillig ist</a>.</p>
<p>Diese Art von Wahlkampf übersteigt das Erträgliche. Und es macht dabei durchaus einen Unterschied, ob man kleine Seitenhiebe gegen die politischen Gegner fährt und dabei auf etwas Humor zurückgreift, wie die Grünen mit ihren aktuellen Plakaten („<a href="http://griess.files.wordpress.com/2010/03/nrwgru04.gif" target="_blank">A, B, CDU und raus bist du!”</a>) oder ob man seine gute Erziehung vergisst und eine moralisch hohle Kampagne gestaltet, um Angst zu schüren.</p>
<p>Niemand muss den Untergang der Bundesrepublik fürchten, wenn die SPD mit den Grünen dieses Land regiert. Dass hat eine erfolgreiche rot-grüne Bundesregierung gezeigt und das zeigen etliche rot-grüne Regierungen und Konstellationen in Gemeinden und Ländern (inzwischen nur noch in Bremen). Auch wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass Rot-Grün sich von der Linken tolerieren lässt oder gar mit ihr koaliert, bedeutet das nicht den Untergang des Abendlandes. Dies zu suggerieren ist ein Spiel mit falschen Karten.</p>
<p>In Wahrheit ist es ja auch nicht eine potenzielle rot-rote Landesregierung die das Land spaltet, sondern der spätpubertäre Außenminister und seine Regierungskoalition von FDP und CDU in Berlin. Neuster Geniestreich ist neben den inzwischen bekannten Klientelentscheidungen ein Steuerkonzept, dass dem ersten Anschein nach eine Steuersenkung für geringe und mittlere Einkommen bedeutet, aber in Wirklichkeit mit der Abschaffung der Steuerfreiheit von Sonntags-, Feiertags-, und Nachtzuschlägen genau jene belastet. Eine derartige Politik kennt man in Nordrhein-Westfalen von Jürgen Rüttgers: <a href="http://www.spd-fraktion.landtag.nrw.de/spdinternet/www/startseite/Presse/Publikationen/SPDFra_FLUGBL_A4_Fahren.pdf" target="_blank" class="broken_link">Links blinken, rechts abbiegen! [PDF]</a></p>
<p>Das Video der CDU markiert dabei im Übrigen nicht einen einmaligen Ausreißer in den schlechten Geschmack, sondern ist Teil einer eindeutigen Kampagne. Seit ein paar Wochen plakatiert die CDU vor den Schulen des Landes: „Diese Schule wird geschlossen, wenn Rot-Rot regiert“, (<a href="http://www.cdu-nrw.de/images/stories/docs/flugblaetter/Postkarte_Schulschliessung.pdf">Postkarte, PDF</a>). Eine ebenso gravierend niveaulose Aktion um Angst zu erzeugen, welche ebenfalls keine sachlichen Grundlage besitzt.</p>
<p>Die Kampagne ist an Heuchelei kaum zu überbieten. Die Sozialdemokratie  braucht sich sicherlich nicht von der CDU etwas über den Umgang mit  Extremisten erzählen zu lassen.<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BXE2AGleQ68" target="_blank" class="broken_link"> Perfekt formuliert  hat diese Kritik der aktuelle Vizepräsident des Landtages NRW Edgar Moron</a>,  so dass ich da gar nicht viele neue und andere Worte finden kann. Es  ist ja auch die CDU die sich für Koalitionen mit allen Farben nicht zu  schade ist. Schwarz-Grün in Hamburg ist da eine neuere  Koalition. Vorher hatte man keine Probleme sich mit den Rechtspopulisten von der Schil-Partei ins Bett zu legen. Dass die <a href="http://rotstehtunsgut.de/2009/05/17/die-doppelmoral-der-cdu/" target="_blank">CDU im Osten auch mit der Linkspartei zusammenarbeitet</a> ist da noch gar nicht erwähnt.</p>
<p>Die letzten Wahlkämpfe hatten es durchaus gemein, dass die politischen Parteien nicht mit Inhalten geglänzt haben. Für mich stellen der Wahlwerbespot der CDU und die Plakatkampagne an Schulen einen neuen Tiefpunkt dar. Traurig für die politische Kultur des Landes.</p>
<blockquote><p><em>„Die tatsächlichen Anmeldezahlen an der jeweiligen Schule: egal! Die aktuellen Schulplanungen: völlig wurscht! Im Bestand gefährdet oder nicht: Keiner hat es nachgefragt! Diese Schule wird geschlossen, wenn Rot-Rot regiert. Die CDU macht Wahlkampf mit der Angst. Mit der Angst von Schülern, Eltern und Lehrern. Abgebrühtere Geister mögen einwenden: Ist doch Wahlkampf. Ich — sorry — finde es einfach nur widerlich!„<br />
</em><strong>- </strong><strong><a href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/dertag/550156.phtml">Stefan Lauscher für den WDR</a></strong></p></blockquote>
<p>Fraglich ist, welche Wirkung die Kampagne hat. Es ist zu hoffen, dass die Menschen in NRW auf derartige Angstkampagnen nicht hereinfallen und sich an den inhaltlichen Positionen ihre Meinung bilden. Die Hoffnung könnte berechtigt sein: Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts drückte es kurz vor der Bundestagswahl im letzten Jahr so aus: <em>„So eine platte Kampagne kann man heute nicht mehr fahren”. </em>Die CDU macht es dennoch — und fliegt damit am 9. Mai hoffentlich auf.</p>
<p>Ich für meinen Teil gehöre definitiv zu den entschiedensten Gegnern einer Koalition mit der Linken. Derartige Kampagnen erzeugen bei mir aber Abwehrreflexe und wenn der politische Gegner schießt, dann rückt man in der Regel zusammen. Ob das auch für müde und unmotivierte (ehemalige) SPD-Wähler gilt, wird sich zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass Güllner mit seiner Aussage Recht behält und  diese Kampagne genau das Gegenteil erzeugt: Mobilisierung beim  politischen Gegner und damit eine rot-grüne Mehrheit.</p>
<p>Die <em>„geistig-politische Wende“</em> (Westerwelle) der schwarz-gelben Koalition entpuppt sich immer mehr als geistig-moralische Leere.</p>
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		<title>Die Freiheit, die wir meinen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsstaat]]></category>

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<blockquote><p>Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere, dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit. — Willy Brandt</p></blockquote>
<p><span id="more-3478"></span><br />
Kant hat die Grenzen der Freiheit moralisch gezogen und in den Kontext der Gesellschaft  gebracht. Jeder Mensch genießt die Freiheit ohne Zwänge zu leben. Er ist dazu „berufen und befähigt. Ob er dieser Berufung entsprechend leben kann, entscheidet sich in der Gesellschaft.“<sup><a href="#_ftn2">[2]</a></sup> Eine nur formelle Chancengleichheit kann nicht zufriedenstellend sein. Eine Fokussierung auf die negative Freiheit überzeugt schon deshalb nicht, weil auch sie der positiven Freiheit bedarf.</p>
<p><strong>Die Notwendigkeit des Sozialstaates</strong></p>
<p>Kinder können nichts dafür in eine bestimmte Familie geboren zu sein. Kritik an den Eltern und deren Umgang mit Transferleistungen mag manchmal berechtigt sein; zielführend ist sie nicht. Politik muss die Probleme mit Sicht auf die Kinder lösen.<br />
Natürlich braucht eine Familie in der die Eltern beide arbeiten einen Kindergartenplatz; ein Kind aus einer sozial schwachen Familie braucht den Platz erst Recht.</p>
<p>Der Sozialstaat sorgt für eine reale Chancengleichheit. Er ist „Schicksalskorrektor“.<sup><a href="#_ftn3">[3]</a></sup> Das ist kein sozialistischer Traum, das ist die Aufgabe einer sozialen Demokratie. Der Wohlfahrtsstaat ist die „größte kulturelle Leistung Europas“<sup><a href="#_ftn4">[4]</a></sup>. Er ermöglicht soziale Teilhabe und Partizipation. Das ist die Freiheit, die wir meinen.</p>
<p>Den Sozialstaat durch <a href="http://www.guido-westerwelle.de/" target="_blank">plumpe Agitation</a> zu attackieren, ja in Frage zu stellen wird richtigerweise missbilligt und kritisiert. Es ist schon eigenartig, welche Diskussion angezettelt wurde. Die Kürzung der Leistungen für Arbeitslose wird thematisiert und propagiert, damit sich Arbeit wieder lohne. Müsste man nicht eigentlich über Löhne diskutieren, die so niedrig sind, dass sich Arbeit nicht lohnt?</p>
<p>Es ist richtig, dass wir im Zuge des Urteils des BVerfG<sup><a href="#_ftn6">[5]</a></sup> über die Frage eines  menschenwürdigen Existenzminimums diskutieren. Ein Grundrecht. Das Existenzminimum ist zu Recht nicht dispositiv. Es ermöglicht die Teilhabe auch der Schwächsten am gesellschaftlichen Leben. Das Existenzminimum sichert positive Freiheiten, damit negative Freiheiten gelebt werden können.</p>
<p>Die – in den letzten Wochen viel gescholtene – Schweiz hat es mit einem wunderbaren Satz in der Präambel ihrer Verfassung auf den Punkt gebracht: <em>„Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl der Schwachen.“</em></p>
<hr size="1" /><span style="font-size:xx-small;"><a href="#_ftnref1">[1]</a> Gombert, Tobias: Grundlagen der Sozialen Demokratie, S. 102<br />
<a href="#_ftnref2">[2]</a> Hamburger Programm der SPD vom 28. Oktober 2007<br />
<a href="#_ftnref3">[3]</a> Prantl, Heribert: Korrektur des Schicksals, SZ vom 20. Februar 2010<br />
<a href="#_ftnref4">[4]</a> Helmut Schmidt am 22. Februar bei „Beckmann“<br />
<a href="#_ftnref6">[5]</a> BVerfG, 1 BvL 1/09 vom 09.02.2010</span></p>
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		<title>Die wunderbare Welt des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor und Satire]]></category>
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		<description><![CDATA[Die wunderbare Welt des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes erklärt das Satiremagazin Extra 3 mit einem wundervollen Poster [PDF]. Und wenn der NDR beziehungsweise Extra 3 seine Werke schon unter Creative-Commons-Lizenz zur Veröffentlichung bereitstellt, dann sollte man davon Gebrauch machen. Insbesondere, weil wohl noch nie ein Poster die Auswirkungen eines Gesetzes so pointiert und treffsicher dargestellt hat. Der Leser wird die beschriebene Situation aus seiner eigenen Kommune kennen. Haushaltssicherungskonzepte und Nothaushalte sind ja schon lange keine Fremdwörter mehr. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Im Bild haben sich übrigens Ratten versteckt. Wer die genaue Anzahl findet, kann bei Extra 3 das Poster in A3 gewinnen. Mehr Informationen gibt es hier. Bildquelle: NDR/extra3, sputnic.tv Lizenz: BY-NC-ND 3.0 Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge: So war das früher Die GEMA dreht endgültig am Rad Berlin: Ohne Opposition Linkspartei-Mitglieder rufen zum Boykott der Jungen Welt auf<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die wunderbare Welt des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes erklärt das Satiremagazin Extra 3 mit einem wundervollen Poster [<a href="http://www3.ndr.de/sendungen/extra_3/wimmelgrafik100.pdf" target="_blank">PDF</a>]. Und wenn der NDR beziehungsweise Extra 3 seine Werke schon unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/" target="_blank">Creative-Commons-Lizenz</a> zur Veröffentlichung bereitstellt, dann sollte man davon Gebrauch machen. Insbesondere, weil wohl noch nie ein Poster die Auswirkungen eines Gesetzes so pointiert und treffsicher dargestellt hat. <span id="more-2699"></span>Der Leser wird die beschriebene Situation aus seiner eigenen Kommune kennen. Haushaltssicherungskonzepte und Nothaushalte sind ja schon lange keine Fremdwörter mehr. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2700" title="NDR_WimmelGrafik_RZ_A4" src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/01/wimmelgrafik104_v-original1.jpg" alt="" width="499" height="707" /></p>
<p>Im Bild haben sich übrigens Ratten versteckt. Wer die genaue Anzahl findet, kann bei Extra 3 das Poster in A3 gewinnen. Mehr Informationen gibt es <a href="http://extra3.blog.ndr.de/2010/01/17/extra-3-poster-wimmelgrafik-wachstumsbeschleunigungsgesetz/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Bildquelle: NDR/extra3, sputnic.tv<br />
Lizenz: BY-NC-ND 3.0</p>
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		<title>Fünf Impulse zum Gender Mainstreaming</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 18:32:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder ist Gender Mainstreaming ein Thema. Gleichstellungspolitik spielt überall dort eine Rolle wo Mann und Frau aufeinander treffen und sie hat auch ihre Berechtigung. Die verfassungsrechtliche Gleichberechtigung von Mann und Frau muss auch in der Gesellschaft verankert sein. Sie ist zu Recht ein Teil der sozialdemokratischen Grundüberzeugung. Aber bewusst provokativ gefragt: Schießen wir nicht immer öfter über das Ziel hinaus? Fünf kurze Impulse zur Geschlechterpolitik in verschiedenen Bereichen: 1. Frauenquote in der Politik Eine Partei sollte ein Interesse daran haben, dass sowohl Geschlechter als auch Berufs– und andere Gruppen angemessen, zumindest ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend, vertreten sind. Gerade eine Volkspartei. Mit einem Frauenanteil von 31,2 Prozent sind weniger Frauen in der SPD als anteilsmäßig in der gesamten Bevölkerung (50,1 %) der Bundesrepublik. Aber ist bei 31,2 Prozent eine Quote von 40 Prozent zu halten und vor allem gerecht? In vielen Gliederungen verkommt die Frauenquote zu einer anstrengenden Reglementierung. Und zwar immer dann, wenn nicht genügend Frauen zur Verfügung stehen. Sei es auf Grund mangelnder Qualifikation oder mangels Interesse der potenziellen Kandidatinnen. Es leuchtet nicht ein, warum den vielen Untergliederungen das Leben dennoch so schwer gemacht wird. 2. Quote in der freien Wirtschaft Im letzten Wahlkampf hat auch die SPD eine [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder ist Gender Mainstreaming ein Thema. Gleichstellungspolitik spielt überall dort eine Rolle wo Mann und Frau aufeinander treffen und sie hat auch ihre Berechtigung. Die <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html">verfassungsrechtliche Gleichberechtigung</a> von Mann und Frau muss auch in der Gesellschaft verankert sein. Sie ist zu Recht ein Teil der sozialdemokratischen Grundüberzeugung. Aber bewusst provokativ gefragt: Schießen wir nicht immer öfter über das Ziel hinaus?</p>
<p><span id="more-2397"></span></p>
<p>Fünf kurze Impulse zur Geschlechterpolitik in verschiedenen Bereichen:</p>
<p><strong>1. Frauenquote in der Politik</strong></p>
<p>Eine Partei sollte ein Interesse daran haben, dass sowohl Geschlechter als auch Berufs– und andere Gruppen angemessen, zumindest ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend, vertreten sind. Gerade eine Volkspartei. Mit einem Frauenanteil von 31,2 Prozent sind weniger Frauen in der SPD als anteilsmäßig in der gesamten Bevölkerung (50,1 %) der Bundesrepublik. Aber ist bei 31,2 Prozent eine Quote von 40 Prozent zu halten und vor allem gerecht?</p>
<p>In vielen Gliederungen verkommt die Frauenquote zu einer anstrengenden Reglementierung. Und zwar immer dann, wenn nicht genügend Frauen zur Verfügung stehen. Sei es auf Grund mangelnder Qualifikation oder mangels Interesse der potenziellen Kandidatinnen. Es leuchtet nicht ein, warum den vielen Untergliederungen das Leben dennoch so schwer gemacht wird.</p>
<p><strong>2. </strong><strong>Quote in der freien Wirtschaft</strong></p>
<p>Im letzten Wahlkampf hat auch die SPD eine Quote für Aufsichtsräte gefordert. Frauen sollen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, durch die Quote eine bessere Chance erhalten. Unter Gerechtigkeitsaspekten stellt sich nicht nur die Frage, wo dann in Berufen mit hohem Frauenanteil die Forderung nach einer Männerquote bleibt.</p>
<p>Gender Mainstreaming suggeriert die Förderung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Tatsächlich stellt sie aber eine reine Frauenförderung dar. Das zuständige Ministerium ist ein Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dies bedeutet, dass das Ministerium für Männer im Alter von 25 (nicht mehr Jugend, i.d.R. noch nicht Familie) bis 50 Jahren nicht zuständig ist, sofern sie ledig und kinderlos sind.</p>
<p><strong>3. </strong><strong>Lohnunterschiede</strong></p>
<p>In die Diskussion wird immer wieder die Diskrepanz der Entlohnung zwischen den Geschlechtern eingebracht. So weist der DGB auf seiner <a href="http://www.dgb-frauen.de/aktuell/publikationen-und-studien/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit/" class="broken_link">Internetseite</a> auf eine Studie der <a href="http://www.boeckler-boxen.de/5535.htm">Hans-Böckler-Stiftung</a> hin, wonach der durchschnittliche Bruttoverdienst von Frauen „rund 23 Prozent unter dem der Männer“ liegt. Aber das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) behauptet, dass es für 80 Prozent der Gehaltsunterschiede sachliche Gründe gibt: So werden nicht etwa gleiche Tätigkeiten verglichen, sondern ein fiktiver Durschnitt über alle Erwerbstätigen gebildet. Zudem unterscheiden sich sowohl die wöchentlichen Arbeitszeiten von Selbstständigen (49 zu 36 Stunden) als auch jene von Angestellten (39 zu 30 Stunden) zwischen den Geschlechtern teilweise gravierend. Laut Focus ist den Daten des Statistischen Bundesamtes sogar folgendes zu entnehmen: „Frauen, die Teilzeit arbeiten, verdienen übrigens oft mehr als Männer, die dasselbe tun, im Schnitt 22 Prozent.“</p>
<p>In einer Studie des Queen’s College in New York kommen die Soziologen zu dem Ergebnis, dass „Frauen unter 30 in urbanen Zentren […] bis zu 120 Prozent des vergleichbaren männlichen Einkommens“ (Focus 38/2009) erhalten. 2006 hat bereits die Financial Times Deutschland ein ähnliches Ergebnis des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) für die Bundesrepublik mit der Überschrift „Junge Chefinnen verdienen mehr als junge Chefs“ veröffentlicht.</p>
<p><strong>4. </strong><strong>Benachteiligung der Männer</strong></p>
<p>Auf der gleichen Webseite präsentiert die <a href="http://www.boeckler-boxen.de/2179.htm">Hans-Böckler-Stiftung eine Tabelle</a> mit den Schulabschlüssen der Geschlechter aufgeteilt nach Schulformen. Die Aussage der Tabelle ist eindeutig. Der SPIEGEL schreibt dazu am 22.05.2007 unter dem Titel „Vorsicht, Frau!: Wie Studentinnen die Männer überholen“:</p>
<blockquote><p><em>Anfang der sechziger Jahre gab es an Gymnasien noch zwei Fünftel Mädchen und drei Fünftel Jungs. Heute sind über die Hälfte der deutschen Abiturienten weiblich. Die Jungs liegen dafür bei den Schulabbrechern vorn, vor allem in Ostdeutschland.</em></p></blockquote>
<p>Die Shell-Jugendstudie aus dem Jahre 2006 bilanziert gar: „Mädchen sind die neue Elite“. Die Mehrheit der Arbeitslosen ist männlich und die Tendenz steigt, da Frauen „in einer Gesellschaft, in der Dienstleistungen immer wichtiger werden, schlicht die besseren Jobs“ erhalten, zitiert der Focus am 14. September 2009 den Soziologen Hans Bertram. Es verwundert daher nicht, dass die neue Familienministerin auch gegen die <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-12/15793603-familienministerin-will-jungen-foerdern-003.htm">Benachteiligung der Jungen</a> kämpfen will. Und sie liegt damit richtig, wie die zitieren Studien zeigen. Im Kindergarten und in der Schule ist das Personal in der Mehrheit weiblich, so dass es insbesondere den Jungen in dieser Gesellschaft an Vorbildern mangelt.</p>
<p><strong>5. </strong><strong>Gendergerechte Sprache</strong></p>
<p>In weiten Teilen der Gesellschaft scheint die gendergerechte Formulierung von Texten inzwischen angekommen und akzeptiert. Immer wieder trifft man auf die Nennung beider Formen. Auffallend an ganzen Texten ist aber auch eine Negierung der weiblichen Form bei negativ besetzten Personengruppen. Terroristinnen, Faschistinnen und Mörderinnen sind die Ausnahme. In der ein oder anderen sozialistischen Kampfschrift heißt es dann wohl trotz geschlechtergerechter Grundüberzeugung nur: der Unternehmer. Dieser ist ja auch böse.</p>
<p>Die „Stelle für Chancengleichheit der Universität Tübingen” empfiehlt in ihrer Broschüre [<a href="http://www.uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Einrichtungen/Gleichstellung/Beauftragte_Chancengleichheit/Dokumente/Gendergerechte_Sprache.pdf">PDF</a>] zu dem Thema verschiedene Methoden, welche sich „als Aktionsmittel zur Nichtdiskriminierung der Geschlechter und als ein konkretes politisches Engagement zur Gleichstellung im Sinne des Gender Mainstreaming“ verstehen. Unter anderem wird die Nennung beider Formen vorgeschlagen sowie die Verwendung des Binnen-I. Dass diese letzte Variante vor allem sprachlich falsch und beide Varianten nicht fördernd für Lesefluss und –konzentration sind, spielt im Kampf für die vermeintliche Gleichberechtigung keine Rolle. Auch wird das Binnen-I in der Regel nur als weibliche Form wahrgenommen. Umgekehrte Diskriminierung durch Feminisierung? Egal. Es scheint so richtig und wird angewandt.</p>
<p>Vielleicht sollte man aber schon froh sein, dass zumindest <a href="http://twitter.com/dersepp/status/7304348079">niemand ernsthaft</a> fordert, dass unsere Gesetze gegendert werden. Diese sind in weiten Teilen schon kompliziert genug. Man stelle sich mal vor, dass die schwarz-gelbe Regierung bei ihrer angekündigten großen Steuerreform zum Beispiel den<br />
<a href="http://dejure.org/gesetze/EStG/18.html">§ 18 I Nr. 1 S. 2 EStG</a> gendert:</p>
<blockquote><p>Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Tierärztinnen und Tierärzte, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Nortarinnen und Notare, Patentanwältinnen und Patentanwälte, Vermessungsingenieurinnen und Vermessungsingenieure, Ingenieurinnen und Ingenieure, Architektinnen und Architekten, Handelschemikerinnen und Handelschemiker, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, Steuerberaterinnen und Steuerberater, …</p></blockquote>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 17:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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<p>Wir sehen immer öfter eine Vermischung von vernünftiger Kritik mit dem Propagieren von Schwachsinnigkeiten im Kampf gegen den ach so bösen Kapitalismus. Aber nur eine Minderheit innerhalb der Studentenschaft schreit nach der Abschaffung des Systems – dafür aber ziemlich laut. Die Proteste vermitteln aber den Eindruck, dass die Jugend radikal und antikapitalistisch ist.<span id="more-2045"></span></p>
<p>Belegt ist hingegen, dass sich die Mehrheit der Jugend mit dem System arrangiert hat. Die 15. Shell-Studie hat diese Jugend die „Pragmatische Generation“ getauft. 83 Prozent dieser Generation geben als Ziel „Karriere zu machen“ an. Von 2002 bis 2006 stieg die Zahl der Jugendlichen die sich um einen Arbeitsplatz sorgen von 55 auf 69 Prozent. Ganze 72 Prozent beobachten die Wirtschaftslage mit Unbehagen – und sie meinen dabei nicht das System.</p>
<p>Auswirkungen muss das auch auf Politik und ihre Zielgruppenkommunikation haben. Wenn die Jusos im Wahlkampf etliche Materialien verteilen in denen Anspielungen auf Lieder der Arbeiterbewegung gemacht werden, dann taugt das höchstens als Running-Gag für die eigenen Gliederungen.</p>
<p>Auch mit <a href="http://www.jusos.de/sites/all/themes/jusos/img/uploads/Fuer_Linke_Zukunft.pdf">sozialistischen Thesen [PDF]</a> kann man keine breiten Wählermassen mobilisieren, sondern man verschreckt Jugendliche. Der Bundesvorstand der Jusos unter Führung von Franziska Drohsel führt mit seinen Thesen zum Sozialismus im 21. Jahrhundert eine Diskussion die an der Mehrheit der Jugendlichen vorbei geht. So greift man nicht die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Jugend auf.</p>
<p>Das verdeutlicht nebenbei gesagt auch das Wahlergebnis. In der Altersklasse von 25 bis 34 Jahren hat die FDP ganze <a href="http://stat.tagesschau.de/wahlen/2009-09-27-BT-DE/umfrage-alter.shtml">18 Prozent geholt</a>. Sie ist damit sogar noch vor der SPD, den Grünen und der Linkspartei. Die angebliche antikapitalistische Jugend scheint ihren Frieden mit dem „Klassenfeind“ gemacht zu haben. Klassenkampfrhetorik ist vielleicht wunderbar, wenn man sich selbst in einer intellektuellen Wolke darstellen will: Praktische Problemlösungskompetenz zeigt man damit noch nicht.</p>
<p>Ach ja, es ist im Übrigen auch  nicht immer eine Frage des Geldes: Natürlich kann man jedes Semester nach einer Erhöhung des BAföG schreien und auch die Frage der Gebührenfreiheit ist eine Wichtige. Eventuell sinnvoller wäre es, sich im ersten Schritt darüber zu unterhalten, wie man die Beantragung der finanziellen Unterstützung vereinfacht. Derzeit ist das ein bürokratisches Monster bei dem man für das Ausfüllen der Formulare bereits das Studium abgeschlossen haben sollte.</p>
<p>So gehört als Konsequenz aus den Wahlen auch das Überdenken der Kommunikation mit den Jugendlichen. Wenn man will, dass die Jusos die Inhalte der Sozialdemokratie in die Jugend hineintragen, dann müssen diese Jusos auch die Sprache der Jugendlichen sprechen und deren Probleme verstehen.</p>
<p>Es hat ja auch einen ironischen Takt, wenn Parteijugend, die an der Spitze zu nahezu hundert Prozent aus Akademikern besteht – grundsätzlich nicht nur ein Problem bei den Jusos –, sozialistische Slogans proklamiert und Lieder der Arbeiterbewegung singt.</p>
<p>Es geht keineswegs um die Verleumdung der eigenen Geschichte. Das traditionelle Arbeiterliedersingen am Ende von Parteitagen ist völlig akzeptabel; auch der Hinweis auf die eigene Geschichte ist gut. Und natürlich können interessierte Kreise innerhalb der Jusos sich jeden Sonntag zum Marx lesen treffen. Sie dürfen dann nur nicht vergessen in den Tagen bis zum nächsten Treffen die Rhetorik nicht zu übernehmen.</p>
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		<title>Schäuble, Merkel und ein niederländischer Journalist</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 14:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[100.000 Mark]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich traurig, dass auf einer Pressekonferenz erst ein niederländischer Journalist anwesend sein muss, damit kritische Fragen gestellt werden. Das Video der Pressekonferenz kursiert ja jetzt schon seit Samstag im Netz. Der dazugehörige Artikel von Rob Savelberg findet sich nun auch auf den Seiten der Zeitung „De Telegraaf”. Eine Übersetzung liefert 2muchin4mation.com und verlinkt zusätzlich einen Beitrag von Volker Pispers aus dem Jahre 1993 über Wolfgang Schäuble. Für alle die an einem ähnlichen Erinnerungsverlust leiden wie Schäuble ergänzt Savelberg seinen Artikel mit ein paar Informationen zu der Geschichte um die 100.000 Mark. Mitten in der größten finanziellen Krise seit 1929, zu einem Zeitpunkt, in der Staatsschulden explodieren und versagende Banken mit einer halben Billion Steuergeld gerettet werden müssen, vertraut Merkel die Finanzen von 82 Millionen Deutschen an einen konservativen Parteigenossen, der an einem akuten Erinnerungsverlust leidet. [Weiterlesen auf 2muchin4mation.com] Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge: Piratenpartei: Was wollen wir und wenn ja, warum? Geile Bündnispartner Fremdschämen. Ein Außenminister ergreift das Wort<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich traurig, dass auf einer Pressekonferenz erst ein niederländischer Journalist anwesend sein muss, damit kritische Fragen gestellt werden. Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs" target="_self">Video</a> der Pressekonferenz kursiert ja jetzt schon seit Samstag im Netz. Der dazugehörige Artikel von <a href="http://www.defreelancejournalist.nl/?pub_Id=10&amp;freelancer=2672" target="_blank">Rob Savelberg</a> findet sich nun auch auf den Seiten der Zeitung <a href="http://www.telegraaf.nl/buitenland/5156227/__Luchtjes_aan__Mannschaft___.html?p=3,1" target="_blank">„De Telegraaf”</a>.<span id="more-1807"></span> Eine Übersetzung liefert <a href="http://2muchin4mation.com" target="_blank">2muchin4mation.com</a> und verlinkt zusätzlich einen Beitrag von Volker Pispers aus dem Jahre 1993 über Wolfgang Schäuble. Für alle die an einem ähnlichen Erinnerungsverlust leiden wie Schäuble ergänzt Savelberg seinen Artikel mit ein paar Informationen zu der Geschichte um die 100.000 Mark.</p>
<blockquote><p>Mitten in der größten finanziellen Krise seit 1929, zu einem Zeitpunkt, in der Staatsschulden explodieren und versagende Banken mit einer halben Billion Steuergeld gerettet werden müssen, vertraut Merkel die Finanzen von 82 Millionen Deutschen an einen konservativen Parteigenossen, der an einem akuten Erinnerungsverlust leidet.<br />
[Weiterlesen auf <a href="http://www.2muchin4mation.com/merkel-not-amused-uber-kritische-frage/" target="_self">2muchin4mation.com</a>]</p></blockquote>
<p><a href="http://rotstehtunsgut.de/2009/10/26/schauble-merkel-und-ein-niederlandischer-journalist/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Neuer sozialdemokratischer Gesellschaftsvertrag</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 15:46:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Parteigeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[PL]]></category>
		<category><![CDATA[PL.NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialdemokratisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen neuen sozialdemokratischen Gesellschaftsvertrag. So ist ein aktuelles Grundsatzpapier der PL.NRW überschrieben und es lohnt sich diesen Text, der sich mit der Zukunft der Sozialdemokratie befasst zu lesen. Unübersehbar ermangelt es der SPD an einer grundlegenden und richtungsweisen Vorstellung, wie Deutschland im Jahr 2030 aussehen soll. Durch das Fehlen eines solchen sozialdemokratischen Leitbilds hat sich die SPD in der Vergangenheit zu oft von tagespolitischen Stimmungen leiten lassen, ihr Profil als Partei der linken Mitte der Gesellschaft verwässert und so an Glaubwürdigkeit verloren. [..] Die deutsche Sozialdemokratie muss sich ein Stück weit neu erfinden. Sie muss dabei über den Tellerrand schauen, die Kraft zu einem neuen sozialdemokratischen Gesellschaftsvertrag finden und hierfür mit Leidenschaft und Überzeugung kämpfen. Der Idee der Sozialdemokratie ein neues Leben einhauchen zu wollen ist nicht nur eine gute Idee, sie ist ohne Alternative. Angesichts der Tatsache, dass sich viele insbesondere junge Wähler von der SPD verabschiedet haben, muss die SPD diesen (jungen) Menschen ein Versprechen für die Zukunft geben und einen Weg aufzeigen, den sie gemeinsam gehen will. Entscheidend ist nicht die Schlachten der letzten Jahre erneut zu schlagen und darüber zu streiten, ob die Agenda 2010 und die Rente mit 67 im Kern richtig waren (Ja!) [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen <em>neuen sozialdemokratischen Gesellschaftsvertrag</em>. So ist ein aktuelles Grundsatzpapier der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pragmatische_Linke" target="_blank">PL.NRW</a> überschrieben und es lohnt sich diesen Text, der sich mit der Zukunft der Sozialdemokratie befasst zu lesen.</p>
<blockquote><p>Unübersehbar ermangelt es der SPD an einer grundlegenden und richtungsweisen Vorstellung, wie Deutschland im Jahr 2030 aussehen soll. Durch das Fehlen eines solchen sozialdemokratischen Leitbilds hat sich die SPD in der Vergangenheit zu oft von tagespolitischen Stimmungen leiten lassen, ihr Profil als Partei der linken Mitte der Gesellschaft verwässert und so an Glaubwürdigkeit verloren. [..] Die deutsche Sozialdemokratie muss sich ein Stück weit neu erfinden. Sie muss dabei über den Tellerrand schauen, die Kraft zu einem <em>neuen sozialdemokratischen Gesellschaftsvertrag</em> finden und hierfür mit Leidenschaft und Überzeugung kämpfen.<span id="more-1761"></span></p></blockquote>
<p>Der Idee der Sozialdemokratie ein neues Leben einhauchen zu wollen ist nicht nur eine gute Idee, sie ist ohne Alternative. Angesichts der Tatsache, dass sich viele insbesondere junge Wähler von der SPD verabschiedet haben, muss die SPD diesen (jungen) Menschen ein Versprechen für die Zukunft geben und einen Weg aufzeigen, den sie gemeinsam gehen will.  Entscheidend ist nicht die Schlachten der letzten Jahre erneut zu schlagen und darüber zu streiten, ob die Agenda 2010 und die Rente mit 67 im Kern richtig waren (Ja!) oder ob die Kommunikation zwischen Parteispitze und Basis so richtig war (Nein!), sondern wie wir uns die Gesellschaft in Zukunft vorstellen. Welche Zukunftsperspektive bietet die SPD der Bevölkerung? Wie stellt sie sich eine gerechtere, soziale, liberale Gesellschaft im Jahr 2030 vor?</p>
<p>Wie dieser <em>neue sozialdemokratische Gesellschaftsvertrag</em> aussehen kann, muss und wird sich in den Diskussionen der nächsten Wochen und Monate zeigen. Im Bezug auf diese gibt dieses Grundsatzpapier einen richtigen Aufschlag und ist daher unbedingt zu empfehlen:</p>
<blockquote><p><a href="http://plnrw.de/fileadmin/spd2009/Neuer_sozdem_GesVertrag_PLNRW.pdf" target="_blank" class="broken_link"><em>Ein neuer </em><em>sozialdemokratischer Gesellschaftsvertrag </em>[PDF]</a></p></blockquote>
<p>Ergänzend gibt es auf der Internetseite der <a href="http://www.plnrw.de/" target="_blank" class="broken_link">Pragmatischen Linken in NRW</a> ein Thesenpapier in dem sieben Impulse für die Entwicklung der SPD nach der katastrophalen Bundestagswahl vorgestellt werden:</p>
<blockquote><p><a href="http://plnrw.de/fileadmin/spd2009/7_Impulse_PLNRW.pdf" target="_blank" class="broken_link">Die SPD nach der Bundestagswahl. 7 Impulse [PDF]</a></p></blockquote>
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<li><a href='http://rotstehtunsgut.de/2011/11/29/antrag-1984-vorratsdatenspeicherung/' rel='bookmark' title='Antrag 1984: Vorratsdatenspeicherung'>Antrag 1984: Vorratsdatenspeicherung</a></li>
<li><a href='http://rotstehtunsgut.de/2011/11/22/gesprachskreis-netzpolitik-jetzt-auch-gegen-vorratsdatenspeicherung/' rel='bookmark' title='Gesprächskreis Netzpolitik jetzt auch gegen Vorratsdatenspeicherung'>Gesprächskreis Netzpolitik jetzt auch gegen Vorratsdatenspeicherung</a></li>
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		<title>Warum die Kritik?</title>
		<link>http://rotstehtunsgut.de/2009/10/12/warum-die-kritik/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 21:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Julia Seeliger]]></category>
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		<category><![CDATA[Ralf Stegner]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
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		<description><![CDATA[Seitdem sich die Grünen im Saarland für Jamaika ausgesprochen haben, liest man hier und da viel Polemik und Kritik im Bezug auf diese Entscheidung. Aber warum die Kritik?

Ich kann es den Grünen im Saarland wirklich nicht verübeln, dass sie sich nicht auf die Spielchen von Oskar Lafontaine einlassen wollen.<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem sich die Grünen im Saarland für Jamaika ausgesprochen haben, liest man <a href="http://julia-seeliger.de/was-ist-das-saarland-wert/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://twitter.com/Ralf_Stegner/status/4786290705" target="_blank">da</a> viel <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-ulrich-ist-ein-mafioso/">Polemik</a> und Kritik im Bezug auf diese Entscheidung. Aber warum die Kritik?</p>
<p>Ich kann es den Grünen im Saarland wirklich nicht verübeln, dass sie sich nicht auf die Spielchen von Oskar Lafontaine einlassen wollen. <span id="more-1657"></span>Damit soll nicht gesagt sein, dass die Rückkehr von Lafontaine in das kleine Saarland ausschlaggebend für die Entscheidung der Grünen war. Das glaube ich nicht. Die Präferenz für Jamaika war meines Erachtens schon sehr lange vorherrschend. Aber eine stabile Regierung mit der Linkspartei im Saarland schien sich wahrlich nicht abzuzeichnen. Zu sehr ist das Verhältnis schon aus dem Wahlkampf zerrüttet. Es ist daher nur konsequent, wenn man sich für die stabilere Variante entscheidet.</p>
<p>Im Besonderen wenn sich die zukünftigen Koalitionspartner derart über den Tisch ziehen lassen und nahezu das komplette Wahlprogramm der Grünen übernehmen. Die zukünftige Landesregierung wird maßgeblich von grünen Inhalten geprägt sein — unter der Prämisse, dass die Koalitionsverhandlungen tatsächlich das ergeben, was CDU und FDP den Grünen versprochen haben.</p>
<p>Die Grünen schaffen mit der Koalition im Saarland ein Novum und demonstrieren ihre Beweglichkeit im fünf Parteiensystem. Sie positionieren sich nicht in einem der beiden Lager und lassen sich nicht von der SPD für ein Bündnis gegen das selbst ernannte bürgerliche Lager vereinnahmen. Koalitionspartner sind keine Ehepartner, eher Lebensabschnittsgefährtinnen. Dass mir persönlich ein Bündnis der Grünen mit der Sozialdemokratie wesentlich sympathischer ist, als ein Zusammenwirken der Grünen mit CDU und FDP steht dabei nicht zur Debatte. Aus Sicht der Grünen bleibt die neue Beweglichkeit gut,  notwendig. Ich kann daran keine schlechte Entwicklung erkennen; zumindest aus Sicht der Grünen.</p>
<p>Die Notwendigkeit von Koalitionen über starre Lager hinweg sollte auch in den Köpfen der anderen Parteien (und Landesverbände) gefestigt werden. Vielleicht erleben wir dann auch (wieder) eine sozialliberale Koalition.</p>
<p>Wer sich über Jamaika aufregen sollte ist der konservative Wähler der CDU. Der müsste im Achteck springen, ob der Inhalte die nun wohl folgen werden: Abschaffung der Studiengebühren, Bildungsreform mit dem Ziel einer Gemeinschaftschule, keine weiteren Kohlekraftwerke, Förderung der erneuerbaren Energien und des ÖPNV. Das hat er nicht gewählt.</p>
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		<title>Kindergeld erhöhen — oder: Wir haben kein Geld, geben wir es aus!</title>
		<link>http://rotstehtunsgut.de/2009/10/11/kindergeld-erhohen-oder-wir-haben-kein-geld-geben-wir-es-aus/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 22:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadim Ayyad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Carl-Ludwig Thiele]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Kindergeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Miriam Gruß]]></category>
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		<category><![CDATA[SGB]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue schwarz-gelbe Regierung plant neben der Anhebung des Kinderfreibetrages auch eine Erhöhung des Kindergelds. „Sie wollen so dafür sorgen, dass Kinder gut aufwachsen können”, schreibt DerWesten. Sie tun damit aber genau das Gegenteil. Zwar kursieren heute schon wieder Meldungen die dieses und andere (steuerpolitische) Versprechen in Frage stellen, dennoch lohnt sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema. Knackpunkt der geplanten Änderungen: Mit sechs bis acht Milliarden Euro sind die geplanten Zahlungen eine stolze Summe – aber für die einzelne Familie kommt nicht viel dabei rum. Dabei kann man natürlich so polemisieren, wie es Philip Mißfelder gerne tut. Das ist aber gar nicht unbedingt gemeint. Viel mehr geht es darum, dass die Relationen nicht stimmen. Bei acht Milliarden Euro weiterer Belastung für den Haushalt ist das Ergebnis nach der Ausschüttung für jede einzelne Familie mager. Die Effektivität im Kampf gegen Kinderarmut gleich null. In jeder Hinsicht ist das Geld bei Investitionen in die  gesamte Bildungsinfrastruktur wesentlich besser aufgehoben — und wirkt wesentlich effektiver für das Wohl der Kinder. Langfristiges Ziel muss dabei die Beitragsfreiheit von Kindergärten sein. Ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen. Weiterhin ist das Kindergeld nach § 11 Abs. 1 Satz 3 SGB II zu berücksichtigendes Einkommen beim Arbeitslosengeld II. [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
<li><a href='http://rotstehtunsgut.de/2011/11/01/fdp-henkel-und-der-euro/' rel='bookmark' title='FDP, Henkel und der Euro'>FDP, Henkel und der Euro</a></li>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue schwarz-gelbe Regierung <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1221190/200-Euro-Kindergeld-Union-und-FDP-wollen-Familien-entlasten.html" target="_blank">plant</a> neben der Anhebung des Kinderfreibetrages auch eine Erhöhung des Kindergelds. „Sie wollen so dafür sorgen, dass Kinder gut aufwachsen können”, <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/knuts-kinderseite/2009/10/8/news-136224908/detail.html" target="_blank">schreibt</a> DerWesten. Sie tun damit aber genau das Gegenteil. Zwar kursieren heute schon wieder Meldungen die <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE59900T20091010" target="_blank">dieses</a> und <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE59904X20091010" target="_blank">andere</a> (steuerpolitische) Versprechen in Frage stellen, dennoch lohnt sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema.<span id="more-1568"></span></p>
<p>Knackpunkt der geplanten Änderungen: Mit sechs bis acht Milliarden Euro sind die geplanten Zahlungen eine stolze Summe – aber für die einzelne Familie kommt nicht viel dabei rum. Dabei kann man natürlich so polemisieren, wie es <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,608940,00.html" target="_blank">Philip Mißfelder</a> gerne tut. Das ist aber gar nicht unbedingt gemeint. Viel mehr geht es darum, dass die Relationen nicht stimmen. Bei acht Milliarden Euro weiterer Belastung für den Haushalt ist das Ergebnis nach der Ausschüttung für jede einzelne Familie mager. Die Effektivität im Kampf gegen Kinderarmut gleich null. In jeder Hinsicht ist das Geld bei Investitionen in die  gesamte Bildungsinfrastruktur wesentlich besser aufgehoben — und wirkt wesentlich effektiver für das Wohl der Kinder. Langfristiges Ziel muss dabei die <a href="http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/meldungen/7477122.htm" target="_blank">Beitragsfreiheit</a> von Kindergärten sein. Ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen.</p>
<p>Weiterhin ist das Kindergeld nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11.html" target="_blank">§ 11 Abs. 1 Satz 3 SGB II</a> zu berücksichtigendes Einkommen beim Arbeitslosengeld II. Für Arbeitslose heißt das, dass sie von einer Erhöhung des Kindergeldes de facto genau so viel haben: Null. Gerade bei diesen Kindern ist eine Förderung aber enorm wichtig. Dass da auch direkte finanzielle Zuwendungen nicht die Lösung sind, ist natürlich richtig. Erst kürzlich hat dies die OECD <a href="http://www.ijab.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=1281" target="_blank" class="broken_link">festgestellt</a>:</p>
<blockquote><p><em>„Deutschland gibt für Kinder 10 bis 20 Prozent mehr für Bildung, Dienstleistungen und direkte Finanztransfers aus als die OECD-Länder im Schnitt. Dennoch lebt fast jedes sechste Kind in relativer Armut, also mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens. [..] Die Armutsquote bei Kindern sei hoch, obwohl Deutschland Familien so direkt wie kaum ein anderes OECD-Land fördere, heißt es in der Studie. Etwa 40 Prozent der öffentlichen Mittel für Kinder würden unmittelbar an die Eltern gezahlt.”</em></p></blockquote>
<p>Aber wenn Kinder in finanziell schwächer ausgestatteten Familien nicht profitieren, dann – gerade dann – ist doch das Geld in der Bildungsinfrastruktur besser aufgehoben — und die Erhöhung des Kindergels bei katastrophaler Haushaltslage schlicht absurd. Langsam sollten unsere  Politiker verstanden haben, dass eine Ausschüttung von Geld nach dem Gießkannenprinzip i.d.R. einer reinen Verschwendung gleichkommt und noch kein Kind vor Armut und Bildungsungerechtigkeit bewahrt hat. Die Herdprämie lässt übrigens grüßen! Diese ist bei der CSU immer noch auf dem Forderungstableau.</p>
<p>Übrigens: Am 1. September 2009 kritisierte Miriam Gruß, jugend– und kinderpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion auf <a href="http://www.liberale.de/Gruss-Kinderfoerderung-Wenig-Grosses-von-der-Grossen-Koalition/3206c5178i1p69/index.html" target="_blank">liberale.de</a>, dass es <em>„keinen Sinn mache, das Kindergeld ‚um lächerliche zehn Euro zu erhöhen’” </em>und plädiert für die Einführung von Bildungs– und Betreuungsgutscheinen. Etwa ein Jahr vorher schreibt der FDP-Abgeordnete Carl-Ludwig Thiele in einer <a href="http://www.fdp-fraktion.de/files/541/1575-Thiele-Kindergeld.pdf" target="_blank" class="broken_link">Pressemitteilung</a> [PDF]:  <em>„Die FDP-Bundestagsfraktion wird im Vermittlungsausschuss den Antrag stellen, das Kindergeld auch für das erste und zweite Kind um 16 Euro und nicht wie von der Bundesregierung vorgesehen nur um 10 Euro zu erhöhen.”</em></p>
<p>Wenn man sich dann noch einmal die aktuellen Zahlen und <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE5960DS20091007" target="_blank">Meldungen</a> anschaut, beginnt man zu glauben, dass die schwarz-gelbe Landesregierung tatsächlich ihre ersten Tätigkeiten als Wohltaten verkaufen will — gerade im Hinblick auf die Landtagswahl im strategisch wichtigen Nordrhein-Westfalen. Motto: <em>Wir haben kein Geld, geben wir es aus!</em></p>
<p>Tatsächlich hat die Erhöhung auch einen psychologischen Effekt auf den Wähler. So wirkt die Aktion wie ein Engagement zum Wohle des Kindes und blendet die geringe Verbesserung der Lebenssituationen aus. Dass Kinderarmut damit kaum verhindert wird scheint da egal: Der Akt ist eine leicht zu verkaufende Symbolpolitik.</p>
<p>Besonders bizarr wird die Idee das Kindergeld zu erhöhen, wenn man sie im Kontext sieht. Geplant war im ersten Schritt die Erhöhung des Kinderfreibetrages. Doch wer profitiert davon? Die Hauptkritikpunkte greift die <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1999512_Koalitionsverhandlungen-Kindergeld-soll-steigen.html">Frankfurter Rundschau</a> am 8. Oktober auf: „Derzeit sparen Familien mit sehr hohen Einkommen maximal 225 Euro pro Monat durch den Kinderfreibetrag. Schon jetzt erhalten sie damit pro Kind über 60 Euro monatlich mehr als Kindergeldbezieher.”</p>
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</ul> <p><a href="http://rotstehtunsgut.de/?flattrss_redirect&amp;id=1568&amp;md5=7ef86881504cd98cb140225b725486e6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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