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	<title>rotstehtunsgut.de &#187; Jens Tuengerthal</title>
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		<title>Sophie Josephine Ernestine Friederike Wilhelmine Gräfin von Hatzfeldt-Wildenburg-Schönstein</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 13:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Tuengerthal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hier abgebildete gelassene Raucherin, deren Geburtstag gedacht werden soll, ist Sophie Josephine Ernestine Friederike Wilhelmine Gräfin von Hatzfeldt-Wildenburg-Schönstein, geb. Gräfin v. Hatzfeldt-Trachenberg, sie wurde am 10. August vor 205 Jahren in Trachenberg geboren, war eine deutsche Sozialistin und die Lebensgefährtin Ferdinand Lassalles. Um Familienstreitigkeiten zwischen den Linien Hatzfeldt-Trachenberg und Hatzfeldt-Wildenburg zu beenden, war Sophie zur Heirat mit ihrem brutalen und gewalttätigen Vetter aus der Linie Wildenburg gezwungen worden, einem vermögenden Mann mit Wohnsitzen auf Schloss Kalkum bei Düsseldorf, Schönstein und Schloss Crottorf. Auch die Geburt ihres Sohnes Paul im Jahr 1831 konnte den Grafen nicht von seinen Ausschweifungen abhalten. Schon um 1830 wollte sie sichscheiden lassen, ihre Brüder versagten ihr jedoch jede finanzielle Unterstützung. Seit 1846 betrieb sie die Scheidung selbst und wurde dabei vom renommierten Rechtsanwalt und Arbeiterführer Ferdinand Lassalle unterstützt, den sie durch Vermittlung des Obersten Graf Keyserling kennenlernte. Der Prozess, den Lassalle auch zu Propagandazwecken der Arbeiterbewegung nutzte, zog sich bis 1854 hin und fand vor 36 Gerichten statt. Seit 1848 lebte die „rote Gräfin” mit Lassalle in Düsseldorf zusammen und war dort während der Märzrevolution politisch aktiv. Auch nach ihrer Scheidung (1851) lebte sie bis 1856 mit Lassalle zusammen; danach zog sie nach Berlin, blieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/08/38657_1173974166527_1743240258_324222_6763583_n-240x317.jpg" alt="" title="38657_1173974166527_1743240258_324222_6763583_n" width="240" height="317" class="alignright size-medium wp-image-5229" />Die hier abgebildete gelassene Raucherin, deren Geburtstag gedacht werden soll, ist Sophie Josephine Ernestine Friederike Wilhelmine Gräfin von Hatzfeldt-Wildenburg-Schönstein, geb. Gräfin v. Hatzfeldt-Trachenberg, sie wurde am 10. August vor 205 Jahren in Trachenberg geboren, war eine deutsche Sozialistin und die Lebensgefährtin Ferdinand Lassalles. Um Familienstreitigkeiten zwischen den Linien Hatzfeldt-Trachenberg und Hatzfeldt-Wildenburg zu beenden, war Sophie zur Heirat mit ihrem brutalen und gewalttätigen Vetter aus der Linie Wildenburg gezwungen worden, einem vermögenden Mann mit Wohnsitzen auf Schloss Kalkum bei Düsseldorf, Schönstein und Schloss Crottorf. Auch die Geburt ihres Sohnes Paul im Jahr 1831 konnte den Grafen nicht von seinen Ausschweifungen abhalten. Schon um 1830 wollte sie sichscheiden lassen, ihre Brüder versagten ihr jedoch jede finanzielle Unterstützung. Seit 1846 betrieb sie die Scheidung selbst und wurde dabei vom renommierten Rechtsanwalt und Arbeiterführer Ferdinand Lassalle unterstützt, den sie durch Vermittlung des Obersten Graf Keyserling kennenlernte. Der Prozess, den Lassalle auch zu Propagandazwecken der Arbeiterbewegung nutzte, zog sich bis 1854 hin und fand vor 36 Gerichten statt.</p>
<p>Seit 1848 lebte die „rote Gräfin” mit Lassalle in Düsseldorf zusammen und war dort während der Märzrevolution politisch aktiv. Auch nach ihrer Scheidung (1851) lebte sie bis 1856 mit Lassalle zusammen; danach zog sie nach Berlin, blieb aber in engem Kontakt mit ihm. 1861 trafen beide in Italien Giuseppe Garibaldi. 1862 lebte sie in Zürich und reiste mit Wilhelm Rüstow durch Süddeutschland. Nach dem Tod Lassalles 1864 sah sie sich als seine geistige Erbin, gab seine nachgelassenen Schriften heraus und war in dem von Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein ADAV tätig, wo sie indessen schnell in Konflikt mit vielen männlichen Mitgliedern der Arbeiterbewegung geriet. Im Jahr 1867 gründete sie als Abspaltung vom ADAV den „Lassalleschen Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein” (LADAV). Der Präsident dieses streng zentralistischen Vereins war Fritz Mende. Nach der Wiedervereinigung des LADAV mit dem ADAV im Jahr 1869 zog sich die Gräfin aus der Politik zurück. Nachdem sie sich mit ihrer Familie wieder ausgesöhnt hatte, lebte sie auf dem gräflichen Gut zu Frauenstein oder in Heddernheim, später in Wiesbaden.</p>
 <p><a href="http://rotstehtunsgut.de/?flattrss_redirect&amp;id=5228&amp;md5=de5782f94358331b2728f01d8e783110" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Clara Zetkin</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Tuengerthal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Jens Tuengerthal „Die Diktatur des Proletariats kann nur unter regem und aktivem Anteil der Frauen der Arbeiterklasse verwirklicht und behauptet werden.” So sagte es aus voller Überzeugung und mit wohl bestem Willen das heutige Geburtstagskind. Clara Josephine Zetkin, geb. Eißner, die heute vor 153 Jahren geboren wurde, war eine sozialistische deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin. Sie war bis 1917 aktiv in der SPD und in dieser Partei eine markante Vertreterin der revolutionär-marxistischen Fraktion. 1917 schloss sie sich der SPD-Abspaltung USPD an. In der USPD gehörte sie zum linken Flügel bzw. zur Spartakusgruppe (1918 umbenannt in Spartakusbund). Danach war sie ein einflussreiches Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Während der Weimarer Republik war sie von 1920 bis 1933 Reichstagsabgeordnete für die KPD und 1932 Alterspräsidentin des Parlaments. Auf übernationaler Ebene gehörte Zetkin als Beteiligte am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung. In der Arbeit für die Internationale gilt sie als prägende Initiatorin des Internationalen Frauentags. Als Angehörige der Zentrale, später des Zentralkomitees der KPD war sie von 1921 bis 1933 Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), wo sie in ihren späten Jahren zur Minderheit der Kritiker der letztlich von Stalin vorgegebenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von <a href="http://www.mehrwortwert.de/">Jens Tuengerthal</a></em></p>
<p><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/07/399px-Clara_Zetkin.jpg" alt="Clara Zetkin" title="Clara Zetkin" width="160" height="240" class="alignright size-full wp-image-4979" /><em>„Die Diktatur des Proletariats kann nur unter regem und aktivem Anteil der Frauen der Arbeiterklasse verwirklicht und behauptet werden.”</em> So sagte es aus voller Überzeugung und mit wohl bestem Willen das heutige Geburtstagskind. Clara Josephine Zetkin, geb. Eißner, die heute vor 153 Jahren geboren wurde, war eine sozialistische deutsche Politikerin und Frauenrechtlerin. Sie war bis 1917 aktiv in der SPD und in dieser Partei eine markante Vertreterin der revolutionär-marxistischen Fraktion.<span id="more-4978"></span> 1917 schloss sie sich der SPD-Abspaltung USPD an. In der USPD gehörte sie zum linken Flügel bzw. zur Spartakusgruppe (1918 umbenannt in Spartakusbund). Danach war sie ein einflussreiches Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).</p>
<p>Während der Weimarer Republik war sie von 1920 bis 1933 Reichstagsabgeordnete für die KPD und 1932 Alterspräsidentin des Parlaments. Auf übernationaler Ebene gehörte Zetkin als Beteiligte am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung. In der Arbeit für die Internationale gilt sie als prägende Initiatorin des Internationalen Frauentags. Als Angehörige der Zentrale, später des Zentralkomitees der KPD war sie von 1921 bis 1933 Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), wo sie in ihren späten Jahren zur Minderheit der Kritiker der letztlich von Stalin vorgegebenen Sozialfaschismusthese gehörte. Trotz allem Dogmatismus ist ihr wichtiger Kampf für die Rolle der Frauen in der Gesellschaft einer besonderen Würdigung bis heute wert.</p>
 <p><a href="http://rotstehtunsgut.de/?flattrss_redirect&amp;id=4978&amp;md5=2314919956cd038996772256cbb4d07b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Giuseppe Garibaldi</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 19:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Tuengerthal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Jens Tuengerthal „Ein Mensch lebt, um den Massen nützlich zu sein. Und der Wert eines Menschen wird bestimmt durch den Nutzen, den er seinen Mitmenschen bringt. Geboren werden, leben, essen, trinken und schließlich sterben — das kann auch ein Insekt.“ So sagte es das heutige Geburtstagskind in der Übersetzung von Daniela Dahn in Vertreibung ins Paradies. Es war Giuseppe Garibaldi, der heute vor 203 Jahren in Nizza geboren wurde. Der Guerillakämpfer und populärste italienische Protagonist des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung wurde auch „Held zweier Welten“ genannt. Diese Titulierung bezog sich auf seine militärischen Leistungen sowohl in Südamerika als auch in Europa. Beeinflusst durch Giuseppe Mazzini, einen Vordenker des italienischen Nationalismus, und frühe Vorstellungen eines geeinten Europas („Europa der Völker“) unter republikanisch-demokratischen Bedingungen nahm Garibaldi an einem Aufstand im Piemont teil. Als dieser scheiterte, wurde er zum Tode verurteilt. Es gelang ihm jedoch, nach Südamerika zu fliehen. Dort beteiligte er sich an der Farrapen-Revolution in Brasilien sowie an Unruhen in Uruguay, wo er die Flotte in den Krieg gegen Argentinien führte. 1848 kehrte er nach Europa zurück, um am italienischen Unabhängigkeitskrieg gegen Österreich teilzunehmen. Seine Feldzüge machten ihn zum Nationalhelden. In der kurzlebigen, am 9. Februar 1849 von Mazzini ausgerufenen [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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<li><a href='http://rotstehtunsgut.de/2011/11/05/bundesrepublik-europa/' rel='bookmark' title='Bundesrepublik Europa'>Bundesrepublik Europa</a></li>
</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von <a href="http://www.mehrwortwert.de/">Jens Tuengerthal</a></em></p>
<p><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/07/Giuseppe_Garibaldi_1866.jpg" alt="Giuseppe Garibaldi" title="Giuseppe Garibaldi" width="160" height="206" class="alignright size-full wp-image-4940" /><em>„Ein Mensch lebt, um den Massen nützlich zu sein. Und der Wert eines Menschen wird bestimmt durch den Nutzen, den er seinen Mitmenschen bringt. Geboren werden, leben, essen, trinken und schließlich sterben — das kann auch ein Insekt.“</em> So sagte es das heutige Geburtstagskind in der Übersetzung von Daniela Dahn in Vertreibung ins Paradies. Es war Giuseppe Garibaldi, der heute vor 203 Jahren in Nizza geboren wurde.</p>
<p>Der Guerillakämpfer und populärste italienische Protagonist des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung wurde auch „Held zweier Welten“ genannt.<span id="more-4939"></span> Diese Titulierung bezog sich auf seine militärischen Leistungen sowohl in Südamerika als auch in Europa. Beeinflusst durch Giuseppe Mazzini, einen Vordenker des italienischen Nationalismus, und frühe Vorstellungen eines geeinten Europas („Europa der Völker“) unter republikanisch-demokratischen Bedingungen nahm Garibaldi an einem  Aufstand im Piemont teil. Als dieser scheiterte, wurde er zum Tode verurteilt. Es gelang ihm jedoch, nach Südamerika zu fliehen. Dort beteiligte er sich an der Farrapen-Revolution in Brasilien sowie an Unruhen in Uruguay, wo er die  Flotte in den Krieg gegen Argentinien führte. 1848 kehrte er nach Europa zurück, um am italienischen Unabhängigkeitskrieg gegen Österreich teilzunehmen. Seine Feldzüge machten ihn zum Nationalhelden. In der kurzlebigen, am 9. Februar 1849 von Mazzini ausgerufenen Römischen Republik war er Anführer der Revolutionsarmee.</p>
<p>Garibaldis Beliebtheit, seine charismatische Wirkung auf die Massen und seine Feldzüge waren von hoher Bedeutung für die italienische Vereinigung. Garibaldi wurde in Montevideo in eine Freimaurerloge aufgenommen und wechselte im selben Jahr in die Loge Sebezia in Neapel, die sich daraufhin in Grande Oriente di Napoli umbenannte. Er hat maßgeblich die Vereinigung der Großlogen von Italien herbeigeführt, die daraufhin einen Dachverband von Großlogen, dem Vorläufer des Grande Oriente d’Italia bildeten, zu dessen Großmeister Garibaldi gewählt wurde. Eine vielfältige revolutionäre Persönlichkeit, die noch stark vom Geist der Aufklärung geprägt war.</p>
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<li><a href='http://rotstehtunsgut.de/2011/11/05/bundesrepublik-europa/' rel='bookmark' title='Bundesrepublik Europa'>Bundesrepublik Europa</a></li>
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		<title>Lily Braun</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 18:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Tuengerthal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Jens Tuengerthal Die hier lesend abgebildete schöne Dame ist Lily Braun, geboren als Amalie von Kretschmann, heute vor 145 Jahren in Halberstadt. Sie war eine deutsche Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin. Ihre Großmutter mütterlicherseits, Jenny von Gustedt, geborene Rabe von Pappenheim, ist die uneheliche Tochter von Jérôme Bonaparte und damit war sie mit dem Haus Bonaparte verwandt. Ihre Großnichte Marianne von Weizsäcker, geborene von Kretschmann, ist die Ehefrau von Richard von Weizsäcker. Die Tochter des preußischen Generals Hans von Kretschmann war mit dem Philosophieprofessor Georg von Gizycki verheiratet, der den Sozialdemokraten nahestand, ohne jedoch Parteimitglied zu sein. Nach dessen Tod heiratete sie Heinrich Braun, den sozialdemokratischen Politiker und Publizisten. Ihr hochbegabter Sohn Otto Braun fiel im Ersten Weltkrieg. Lily Braun trat schon früh der SPD bei und wurde eine der Führerinnen der deutschen Frauenbewegung. Lily Braun hat im Laufe ihrer politischen Karriere versucht, zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung zu vermitteln, wurde dafür aber von beiden Seiten scharf kritisiert. Auch die von ihr propagierte Idee, Mutterschaft und Erwerbstätigkeit zu verbinden (ein Modell, das sie selbst lebte), wurde von beiden Seiten kritisiert. Als Tochter aus adligem Haus wurde sie von der sozialistischen Frauenbewegung – allen voran Clara Zetkin und Ottilie [...]<strong>Automatisch erstellte Liste ähnlicher Beiträge:</strong><ul>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von <a href="http://www.mehrwortwert.de/">Jens Tuengerthal</a></em></p>
<p><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/uploads/2010/07/braulpor.jpg" alt="Lily Braun" title="Lily Braun" width="240" height="173" class="alignright size-full wp-image-4937" />Die hier lesend abgebildete schöne Dame ist Lily Braun, geboren als Amalie von Kretschmann, heute vor 145 Jahren in Halberstadt. Sie war eine deutsche Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin. Ihre Großmutter mütterlicherseits, Jenny von Gustedt, geborene Rabe von Pappenheim, ist die uneheliche Tochter von Jérôme Bonaparte und damit war sie mit dem Haus Bonaparte verwandt. Ihre Großnichte Marianne von Weizsäcker, geborene von Kretschmann, ist die Ehefrau von Richard von Weizsäcker. Die Tochter des preußischen Generals Hans von Kretschmann war mit dem Philosophieprofessor Georg von Gizycki verheiratet, der den Sozialdemokraten nahestand, ohne jedoch Parteimitglied zu sein.<span id="more-4936"></span> Nach dessen Tod heiratete sie Heinrich Braun, den sozialdemokratischen Politiker und Publizisten. Ihr hochbegabter Sohn Otto Braun fiel im Ersten Weltkrieg.</p>
<p>Lily Braun trat schon früh der SPD bei und wurde eine der Führerinnen der deutschen Frauenbewegung. Lily Braun hat im Laufe ihrer politischen Karriere versucht, zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung zu vermitteln, wurde dafür aber von beiden Seiten scharf kritisiert. Auch die von ihr propagierte Idee, Mutterschaft und Erwerbstätigkeit zu verbinden (ein Modell, das sie selbst lebte), wurde von beiden Seiten kritisiert.</p>
<p>Als Tochter aus adligem Haus wurde sie von der sozialistischen Frauenbewegung – allen voran Clara Zetkin und Ottilie Baader – eher abgelehnt, obwohl sie sich selbst dieser Bewegung zugehörig fühlte. Clara Zetkin verriss die 1901 erschienene Studie Die Frauenfrage in der sozialistischen Frauenzeitschrift Die Gleichheit. Den bürgerlichen Frauen hingegen waren ihre Ideen zu radikal. Um die Doppel– und Dreifachbelastung berufstätiger Frauen zu reduzieren, forderte Lily Braun die Herabsetzung der Arbeitszeit. Sie propagierte neue Formen des Zusammenlebens. Als „ganze Halbheit“ kritisierte sie die Ausgestaltung der Wöchnerinnenversicherung, da sie nicht einmal die notwendigsten Bedürfnisse von Mutter und Kind gedeckt sah, sowie die Unzulänglichkeit des Sozialversicherungswesens, das ganze, als Frauenarbeit angesehene Bereiche ausschloss, insbesondere den häuslichen Dienst, die Heimarbeit und die Landarbeit.</p>
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</ul> <p><a href="http://rotstehtunsgut.de/?flattrss_redirect&amp;id=4936&amp;md5=cb6d39e7bf143bca8ace07b28a4c97a0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://rotstehtunsgut.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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