Geschichte wiederholt sich als Farce

Zitat Wikipedia:

Als Hauptbegründer des Nationalbolschewismus gelten zwei Gründungsmitglieder der KPD, Heinrich Laufenberg und Fritz Wolffheim, in Hamburg. Ihre Grundthese besagte, dass die „Verstümmelung des deut­schen Reichskörpers“ durch das „Versailler Diktat“ und die Bedingungen der Entente zwangs­weise zu einer Proletarisierung des gesam­ten deut­schen Volkes, mit Ausnahme einer kleinen Zahl von Kapitalisten, führen müsse. Dementsprechend sahen sie nicht mehr nur die Arbeiterklasse, sondern fast das gesamte Volk als revo­lu­tio­nä­res Subjekt, dessen Zukunft das sozia­lis­ti­sche Rätesystem sei.

Dabei betrach­te­ten sie Nationalismus und Sozialismus als untrenn­bar mitein­an­der verbun­den. Der Begriff eines „Volksganzen“ taucht 1919 erst­mals in ihren Schriften auf. Sie sehen den Klassenkampf als eine Vorstufe zum „Volkskampf“ an. Die Arbeiterklasse, als fort­schritt­lichs­ter Teil des „Volksganzen“, sollte die Befreiung aller unter­drück­ten „Volksmassen“ anfüh­ren, wobei die kommu­nis­ti­sche Organisation eine Avantgardefunktion inne­habe, ohne jedoch neue Führer zu schaf­fen. Damit werde aus der prole­ta­ri­schen Klassenorganisation eine „prole­ta­ri­sche Volksorganisation“. Laufenberg und Wolffheim waren auch von syndi­ka­lis­ti­schen Ideen beein­flusst.

Zitat Wagenknecht:

Die Leute fragen zu Recht: Warum sollen wir dafür zahlen, dass in Spanien Banken oder Irland geret­tet werden? Wobei meist verschwie­gen wird, dass wir damit am Ende auch deut­sche Banken retten. Aber das macht es ja nicht besser. Also: Wieso sollen Arbeitnehmer und Rentner in Deutschland die Zeche zahlen für die Zockereien der Banker? Gleichzeitig werden die Länder in Südeuropa totge­spart, die Arbeitslosigkeit explo­diert und die Menschen werden gegen Europa aufge­bracht. Diesen Irrsinn zu kriti­sie­ren, ist richtig. Aber auf der anderen Seite muss die AfD aufpas­sen, wer bei ihr anzu­do­cken versucht.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

2 Gedanken zu „Geschichte wiederholt sich als Farce“

  1. „Aber auf der anderen Seite muss die AfD aufpas­sen, wer bei ihr anzu­do­cken versucht.”

    …inter­es­sant… Frau Wagenknecht wird offen­bar von der Sorge geplagt, dass der SED die Protestwaehler abhan­den kommen koenn­ten ;)

  2. ich kann in den Zitaten von Frau Wagenknecht keiner­lei Nationalbolschewismus erken­nen (Tipp: das NPD Parteiprogramm oder die Volksinitiative gegen das Finanzkapital könnten da ergie­bi­ger sein).

    Sie bedient die übliche Vorurteile laut denen die Banken selber daran Schuld sind das Staaten nicht in der Lage sind Zins und Tilgung für die Kredite aufzu­brin­gen, die sie vorher gerne genom­men haben.

    Sie verschweigt das Arbeitnehmer und Rentner auch dann für die Folgen der Krise zahlen werden wenn die Banken nicht geret­tet werden — und zwar wenn die Versicherungskonzerne denen der deut­sche Arbeiter und der deut­sche Rentner brav sein momen­tan nicht benö­tig­tes Kapital zur Anlage anver­traut hat dieses Kapital im Zuge der Staatsschuldenkriese abschrei­ben müssen weil die Schuldner nicht mehr zahlen können oder zahlen wollen.

    Damit liegt sie voll im Mainstream und erzählt/verschweigt auch nichts anderes als viele Politiker von SPD, CDU, CSU, Piraten und Grünen (und der eine oder andere FDP Politiker wird auch in diesen Chor einstim­men).

    Was die Nationalistischen Töne angeht: da wird die AfD sicher­lich stärker unter Beobachtung stellen als eine andere Partei bei der man sich aktuell Sorgen machen muss.

    Und damit meine ich die SPD.
    Italienischen Politiker als Clowns zu bezeich­nen ? Mag zwar in Deutschland Stimmen bringen, erzeugt aber im Ausland wieder das Bild vom über­heb­li­chen Deutschen. Und das zurecht.
    Den Wahlkampf damit einlei­ten das man von den Reichen „sozia­len Patriotismus” einfor­dert ? Ein Beleg dafür das Ambrose Bierce Recht hatte als er darauf hinwies das Patriotismus nicht die letzte Ausflucht eines Tricksers ist, sonder seine erste.

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