SPD & Leiharbeit: „Das Wir entscheidet”

Weil sich in den letzten Tagen vermehrt Menschen für die Position der SPD zur Leiharbeit interessieren:

„Leiharbeit ist in den letzten Jahren zuneh­mend zur Umgehung von Tarifverträgen und für Lohndumping genutzt worden. Wir werden das Prinzip des glei­chen Lohns für gleiche Arbeit und der glei­chen Arbeitsbedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte und Stammbelegschaften gesetz­lich durch­setzen. Der Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern als Streikbrecher soll verboten werden. Die zuneh­mend verbrei­tete konzern­in­terne Verleihung durch Leiharbeitsgesellschaften der Unternehmen werden wir unter­sagen. Es soll wieder der Grundsatz gelten, dass Leiharbeitnehmer bei wech­selnden Unternehmen einge­setzt werden, aber unbe­fristet bei den Leiharbeitsunternehmen beschäf­tigt werden. Deshalb sollen die Befristung eines Leiharbeitsverhältnisses und die Koppelung der Befristung an einen Arbeitseinsatz (Synchronisation) unzu­lässig sein. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sollen bei der Ermittlung der Arbeitnehmerzahl für die betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Schwellenwerte mitge­wählt werden.”

Übri­gens: Wählerinnen und Wähler, die sich für die Position der SPD zur Leiharbeit inter­es­sierten, inter­es­sierten sich auch für anderen Positionen der SPD. Und die gibt es im Regierungsprogram(entwurf).

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Über Steffen Voß

Steffen Voß bloggt meistens unter kaffeeringe.de und twittert als kaffeeringe. Manchmal bloggt er auch beim landesblog.de Sein Motto ist: "Mach es selbst, oder wunder Dich nicht, wenn es nicht passiert."

2 Kommentare zu “SPD & Leiharbeit: „Das Wir entscheidet”

  1. Pingback: Ergebnisse der Woche ab dem 2013-04-05 | Iron Blogger Kiel

  2. Eine tech­ni­sche Frage hätte ich:

    Meines Erachtens beisst sich das

    ” Wir werden das Prinzip des glei­chen Lohns Leiharbeitsbeschäftigte und Stammbelegschaften gesetz­lich durchsetzen.”

    mit dem da

    „dass Leiharbeitnehmer bei wech­selnden Unternehmen einge­setzt werden, aber unbe­fristet bei den Leiharbeitsunternehmen beschäf­tigt werden.”

    Nehmen wir mal einen IT’ler, der in einer Leiharbeitsfirma fest ange­stellt ist und einmal für ein Unternehmen der Textilindustrie, einmal für ein Unternehmen der Metallindustrie und — ganz verwegen — einmal im öffent­li­chen Bereich arbeitet.
    Da ergeben sich bei den unter­schied­li­chen Stammbelegschaften schon Gehaltsunterschiede von 15–45% (einfach mal TVÖD mit ERA-Metall verglei­chen), von unter­schied­li­cher Wochenstundenzahl, Zulagen oder Urlaub ganz zu schweigen.
    Hat der Arbeitnehmer dann 3x unter­schied­li­ches Brutto?