SPD & Leiharbeit: „Das Wir entscheidet”

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Weil sich in den letzten Tagen vermehrt Menschen für die Position der SPD zur Leiharbeit inter­es­sie­ren:

„Leiharbeit ist in den letzten Jahren zuneh­mend zur Umgehung von Tarifverträgen und für Lohndumping genutzt worden. Wir werden das Prinzip des glei­chen Lohns für gleiche Arbeit und der glei­chen Arbeitsbedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte und Stammbelegschaften gesetz­lich durch­set­zen. Der Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern als Streikbrecher soll verbo­ten werden. Die zuneh­mend verbrei­tete konzern­in­terne Verleihung durch Leiharbeitsgesellschaften der Unternehmen werden wir unter­sa­gen. Es soll wieder der Grundsatz gelten, dass Leiharbeitnehmer bei wech­seln­den Unternehmen einge­setzt werden, aber unbe­fris­tet bei den Leiharbeitsunternehmen beschäf­tigt werden. Deshalb sollen die Befristung eines Leiharbeitsverhältnisses und die Koppelung der Befristung an einen Arbeitseinsatz (Synchronisation) unzu­läs­sig sein. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sollen bei der Ermittlung der Arbeitnehmerzahl für die betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Schwellenwerte mitge­wählt werden.”

Übrigens: Wählerinnen und Wähler, die sich für die Position der SPD zur Leiharbeit inter­es­sier­ten, inter­es­sier­ten sich auch für anderen Positionen der SPD. Und die gibt es im Regierungsprogram(entwurf).

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Autor: Steffen Voß

Steffen Voß bloggt meistens unter kaffeeringe.de und twittert als kaffeeringe. Manchmal bloggt er auch beim landesblog.de Sein Motto ist: "Mach es selbst, oder wunder Dich nicht, wenn es nicht passiert."

2 Gedanken zu „SPD & Leiharbeit: „Das Wir entscheidet”“

  1. Eine tech­ni­sche Frage hätte ich:

    Meines Erachtens beisst sich das

    ” Wir werden das Prinzip des glei­chen Lohns Leiharbeitsbeschäftigte und Stammbelegschaften gesetz­lich durch­setzen.”

    mit dem da

    „dass Leiharbeitnehmer bei wech­selnden Unternehmen einge­setzt werden, aber unbe­fristet bei den Leiharbeitsunternehmen beschäf­tigt werden.”

    Nehmen wir mal einen IT’ler, der in einer Leiharbeitsfirma fest ange­stellt ist und einmal für ein Unternehmen der Textilindustrie, einmal für ein Unternehmen der Metallindustrie und — ganz verwe­gen — einmal im öffent­li­chen Bereich arbei­tet.
    Da ergeben sich bei den unter­schied­li­chen Stammbelegschaften schon Gehaltsunterschiede von 15–45% (einfach mal TVÖD mit ERA-Metall verglei­chen), von unter­schied­li­cher Wochenstundenzahl, Zulagen oder Urlaub ganz zu schwei­gen.
    Hat der Arbeitnehmer dann 3x unter­schied­li­ches Brutto?

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