Hörtipp: Genosse Gesellschafter — Dorfbewohner gründen ihre eigenen Läden

Bereits am 14. Oktober 2012 lief die Reportage „Genosse Gesellschafter — Dorfbewohner gründen ihre eigenen Läden” im Deutschlandradio Kultur. Gerhard Richter berichtet von einer Renaissance der Genossenschaften. Heute wie früher ist diese Gesellschaftsform ein Mittel zur Selbsthilfe: Statt zu akzep­tieren, dass keine der großen Handelsketten ihr Dorf versorgen will, machen sich Bürgerinnen und Bürger selbst daran ihrer Heimat neues Leben einzuhauchen.

„Wenn im Dorf der letzte Laden oder Discounter schließt, dann stehen erstmal alle hilflos da und trauern: ‚Kann man ja nix machen, wenn sich’s angeb­lich nicht mehr rechnet.’ Aber dann gibt’s Beispiele, wo sich die Leute zusam­mentun und ihren eigenen Laden aufma­chen. Quasi gegen den Markt und das funk­tio­niert dann meis­tens auch, weil so ein Dorfladen viel mehr liefert, als Gewinn und Profit.”

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Über Steffen Voß

Steffen Voß bloggt meistens unter kaffeeringe.de und twittert als kaffeeringe. Manchmal bloggt er auch beim landesblog.de Sein Motto ist: "Mach es selbst, oder wunder Dich nicht, wenn es nicht passiert."

3 Kommentare zu “Hörtipp: Genosse Gesellschafter — Dorfbewohner gründen ihre eigenen Läden

  1. Super Sache. Zum Glück wurde Schlecker nicht gerettet, sonst gäbe es diese Genossenschaftsmodelle heute nicht.

  2. Hm, wenn der Dorfladen kein Gewinn für das Dorf ist, und die Dorfbewohner nicht davon profi­tieren das es ihn gibt, was haben die Betreiber dann davon ?
    Oder habe ich das Mantra von kein Profit/Gewinn irgendwie falsch verstanden ?

    Wenn das Dorf von so einem Laden profi­tiert, dann ist übri­gens auch nichts dagegen einzu­wenden wenn die Genossen den Laden subven­tio­nieren, das Geld für diese Subventionen muss dann eben woan­ders verdient werden.

    • Du über­siehst, dass nicht auto­ma­tisch jeder genos­sen­schaft­liche Dorfladen ein Erfolg sein muss. Genauso wie kein Unternehmen auto­ma­tisch und dauer­haft ein Erfolg ist.

      Ich kann mir auch vorstellen, dass die Dorfläden in 20 Jahren, wenn eine Generation damit selbst­ver­ständ­lich aufge­wachsen ist und der Lack ein wenig ab ist, wieder alle sagen, wie piefig die Dinger sind und dann wird der letzte zugemacht.

      Jede Zeit erfor­dert ihre eigenen Lösungen. ;-)