Über Piraten und Possenreißer

Eine aktuelle Untersuchung der Friedrich-Ebert-Stiftung kommt zum Ergebnis (PDF, 24 Seiten), dass der „momentane Erfolg der deutschen Piratenpartei“ „weniger in ihren Kernthemen Internetpolitik oder Urheberrechtsreform begründet“ sei als vielmehr „in der Wahrnehmung der Partei als ‚Anti-Parteien-Partei‘.“ Der „unkonventionelle, antipolitische Habitus ihrer Vertreter“ spiele dabei eine „genauso wichtige Rolle wie der Eigenanspruch, für mehr Demokratie und mehr Transparenz sorgen zu können“. Der Vergleich mit den mittlerweile erfolglosen schwedischen Piraten gehe deshalb fehl, die deutsche Piratenpartei sei vielmehr im europäischen Zusammenhang mit anderen Anti-Parteien-Parteien (siehe Island und Italien, S. 12-16) zu sehen.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

4 Gedanken zu „Über Piraten und Possenreißer“

    1. Die Verknüpfung mit den anderen Anti-Parteien-Parteien in Europa finde ich spannend – wenn Dir das schon vorher klar war, umso besser. :-)

  1. Eine Untersuchung der FE-Stiftung über die Piraten? Was wird uns hier demnächst verkauft? Eine Untersuchung des Vatikan zur Abtreibung?

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