Entwurf: Anti-#LSR-Manifest

Zeitungsstapel

Zum sog. „Leistungsschutzrecht für Presseverleger” sind lesens­wert: lawblog.de, internet-law.de, irights.info, moenikes.de.

In Kürze: Die Rechtsunsicherheit, die das „Leistungsschutzrecht für Presseverleger” produ­zieren wird, ist gewaltig. Auf BloggerInnen, die Presseerzeugnisse verlinken und daraus zitieren, können massive Abmahnwellen zukommen. Selbst wenn die BloggerInnen selbst nichts falsch machen, müssen sie vermut­lich auch die Kommentare genau prüfen (Störerhaftung). Was das für Foren bedeuten würde ist völlig unklar.

Ich mache da nicht mit. Hier mein Anti-#LSR-Manifest — ein grober Entwurf, ohne Garantie auf Vollständigkeit und dergleichen:

  1. Ich werde nur Verlagsangebote verlinken, die klar sagen, dass sie das Leistungsschutzrecht nicht nutzen werden.
  2. Ich werde nur Zeitungen und Magazine kaufen, deren Verlage klar sagen, dass sie das Leistungsschutzrecht nicht nutzen werden.
  3. Ich werde nur Tweets von JournalistInnen retweeten, die klar sagen, dass sie das Leistungsschutzrecht nicht nutzen werden.
  4. Ich werde nur Medien zitieren, die klar sagen, dass sie das Leistungsschutzrecht nicht nutzen werden.
  5. Ich werde das Leistungsschutzrecht nicht nutzen, auch wenn ich dazu berech­tigt wäre.
  6. Ich werde poli­tisch alles dafür tun, dass dieses Gesetz, sollte es verab­schiedet werden, wieder rück­gängig gemacht wird.

Dieses Manifest darf frei kopiert, bear­beitet, modi­fi­ziert und verteilt werden.

Bild: Howard Lake; Lizenz: CC-BY-SA

Über Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

2 Kommentare zu “Entwurf: Anti-#LSR-Manifest