Für ein Zuschauerparlament für ARD und ZDF

Wegen der Haushaltsabgabe muss jeder Einwohner Deutschlands künftig das Programm der Öffentlich-Rechtlichen Sender alimen­tie­ren, ob er sie jemals einschal­tet, oder nicht.

Über die Verwendung meines Geldes habe ich auch ein Wörtchen mitzu­re­den. Ich. Nicht die Parteien, nicht die Kirchenvertreter und schon gar nicht die Gewerkschafter.

In die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen Sender gehören demo­kra­tisch gewählte Vertreter der Zuschauer, die den ganzen Spaß ja schließ­lich bezah­len müssen.

Ein Zuschauerparlament für ARD und ZDF fordere ich ja schon länger. Auf die nahe­lie­gende Idee, eine Facebook-Seite dafür zu gründen, bin ich aber nicht gekom­men. Haben es eben andere erle­digt:

No taxa­tion without repre­sen­ta­tion!

Schluss mit dem Postengekungel und der Parteienherrschaft über unseren Rundfunk!

Wegen der Haushaltsabgabe muss jeder Einwohner Deutschlands künftig das Programm der Öffentlich-Rechtlichen Sender alimen­tie­ren, ob er sie jemals einschal­tet, oder nicht.

Über die Verwendung meines Geldes habe ich auch ein Wörtchen mitzu­re­den. Ich. Nicht die Parteien, nicht die Kirchenvertreter und schon gar nicht die Gewerkschafter.

In die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen Sender gehören demo­kra­tisch gewählte Vertreter der Zuschauer, die den ganzen Spaß ja schließ­lich bezah­len müssen.

Wer sich nicht einbrin­gen will, muss nicht — ganz wie bei anderen Wahlen auch. Aber wem etwas an einem Öffentlich-Rechtlichen Qualitätsfernsehen gelegen ist, der sollte Gehör finden. Ein Zuschauerparlament kann das leisten.

Cinephile, Serienfans, Newsjunkies und Dokufreunde aller Bundesländer, verei­nigt Euch!!

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

26 Gedanken zu „Für ein Zuschauerparlament für ARD und ZDF“

  1. Wäre es nicht einfa­cher, das öffent­lich-recht­li­che Fernsehen zu verschlüs­seln ?
    Natürlich gibt das den Zuschauer die Macht aufs öffent­lich-recht­li­che Fernsehen zu verzich­ten und nicht zu zahlen, eine Alptraumvorstellung.

    Auf der anderen Seite ist das Modell Haushaltsabgabe durch­aus noch ausbau­fä­hig.
    So haben anschei­nend viele Städte und Gemeinden Probleme Hundesteuer einzu­trei­ben, weil Herrchen und Frauchen den Köter nicht anmel­den.
    Eine Haushaltsabgabe zur Hundekotentsorgung — egal ob der Haushalt nun einen Hund hat oder nicht — könnte das Eintreiben dieser Steuer wesent­lich verein­fa­chen, oder ? ;-)

  2. Wenn wir wirk­lich wollen, dass der Zuschauer entschei­det, was läuft, müssen wir priva­ti­sie­ren. Das Einzige, was ein solches Parlament machen würde, ist die Unabhängigkeit der öffent­lich-recht­li­chen zu zerstö­ren, auf die sie so stolz sind (auch wenn sie meiner Meinung nach auch heute nicht unab­hän­gig sind, sondern eben von Parteien gesteu­ert werden). Die Idee ist ja aber, dass der Sender selbst in seiner Inhaltswahl unab­hän­gig sein soll. Deswegen kann er auch so teuer sein, wie er will und kein Politiker darf ihm wirk­lich rein­quat­schen. Und wenn Bundesliage von der ARD zu „Grundversorgung” erklärt wird, dann müssen eben die nötigen Millionen her, ob wir wollen oder nicht.

    Der einzige wirk­lich saubere Ausweg ist und bleibt die Privatisierung. Alles Andere führt zu unter­schied­li­chen anderen Problemen.

    1. „Das Einzige, was ein solches Parlament machen würde, ist die Unabhängigkeit der öffent­lich-recht­li­chen zu zerstö­ren”

      Warum? Die Zuschauerparlamente würden die Rolle der Rundfunkräte über­neh­men, also nur mehr Demokratie rein­brin­gen. Ich sehe Dein Argument nicht.

      1. Ich bin einfach ein Fan von konse­quen­ter Demokratie. Und konse­quen­ter als Markt geht es ja kaum: Statt 20 Euro im Monat fürs ARD-Abo auszu­ge­ben gibts viel­leicht mal ne Tageszeitung oder ein Videothekenabo. Wer braucht denn ein Zuschauerparlament, wenn er eh frei wählen kann, welche Medien er sehen will?

  3. Schaut ihr gerne die Tagesschau oder die Tagesthemen? Und die seichte Unterhaltung in den dritten Programmen?

    Nun, im Falle eines Zuschauerparlamentes für die öffent­lich-recht­li­chen Programme oder gar einer Privatisierung wäre damit Schluss. Dann müssen sich ARD und ZDF mehr denn je wie bisher die Kabelkanäle an Quoten orien­tie­ren.
    Und diese Quoten erreicht man in Deutschland (leider!) nicht durch sach­li­che und seriöse Politikberichterstattung in der Tagesschau, sondern durch reiße­ri­sche Nachrichtendarstellung à la Sat.1 und RTL. Oder gar RTL2, wenn man das noch Nachrichten nennen darf.

    Über Reformen in den Verwaltungsräten und die Einflussnahme der Politik muss man reden. Über die Privatisierung oder gar ein „Parlament” aber nicht…

    1. Wikipedia: „Das Gesamtbudget der öffent­lich-recht­li­chen Anstalten beträgt etwa 9,1 Milliarden Euro, davon 6,3 Milliarden Euro für die ARD-Anstalten. Gemessen am Budget ist die ARD damit der größte nicht-kommer­zi­elle Programmanbieter welt­weit.”

      Ich finde ueber die Privatisierung einer Behoerde, die jedes Jahr 9 Milliarden verschlingt, muss man schon reden koennen. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Island :)

        1. Der korrekte Ausdruck ist — zumal es sich um einen engli­schen Sachverhalt handelt -; Un-fucking-fassbar ;-)

          (Mal sehen, ob das im Filter landet…)

    2. Dann müssen sich ARD und ZDF mehr denn je wie bisher die Kabelkanäle an Quoten orien­tie­ren.

      Es gibt also nicht unbe­deu­tende Bereiche des öffent­li­chen Lebens, in denen deiner Meinung nach Demokratie durch eine Art „Herrschaft der Weisen” ersetzt werden muss?

      1. Die Herrschaft der Quote kann aber lusti­ger­weise nur inner­halb eines öffent­lich finan­zier­ten Systems als „Demokratie” zutref­fend beschrie­ben werden. Sobald die Sendungsmacher von Werbeaufträgen abhän­gig sind, wirkt die Quote gar nicht mehr demo­kra­tisch, sondern nach Kaufkraft segre­giert: inter­es­sant ist über­haupt nicht, wie viele Leute zusehen, sondern wie viel diese Leute ausge­ben können und wollen. Und damit ist die Quote unge­fähr so demo­kra­tisch wie König Fritzens Dreiklassenwahlrecht.

        1. Es geht auch bei der Werbung nicht um Kaufkraft des Einzelnen, sondern um die Präferenzen der Masse der Zuschauer. Eine Million mal ein Euro ist auch eine Million Euro Umsatz.

          Wäre es anders, würden wir auf RTL II den ganzen Tag nur Wirtschaftsnachrichten und das zu sehen bekom­men, die für gewöhn­lich eh schon subven­tio­niert wird. Und die gewor­ben würde nicht für Milchschnitte oder Krombacher, sondern für Rolex oder Hermès.

          Wenn du schon irgendwo Anklänge ans Dreiklassenwahlrecht suchst, würde ich lieber mal bei den Kunstsubventionen und der Uni-Finanzierung anfan­gen.

          1. „Es geht auch bei der Werbung nicht um Kaufkraft des Einzelnen, sondern um die Präferenzen der Masse der Zuschauer.”

            Nein, sondern nur um die Präferenzen des konsum­taug­li­chen und -inter­es­sier­ten Teils der Zuschauer.

            „Und die gewor­ben würde nicht für Milchschnitte oder Krombacher.”

            …also für Markenprodukte, die sich eine ganze Menge Menschen schon mal nicht leisten. Hier zählt die Zuschauerschaft des Rentners, der von Stütze leben muss, nun mal eindeu­tig weniger als die des werbe­re­le­van­ten Zielgruppenmitglieds (14−49, möglicht unge­bun­den im Konsumverhalten). Und die Stimme der gar nicht an Konsum von Markenartikeln Interessierten (meine z.B.) kommt über­haupt nicht vor. Darum ist es Unsinn, hier von Demokratie zu spre­chen.

            „Kunstsubventionen und der Uni-Finanzierung”

            Das sind gute Beispiele dafür, dass Bildungs- und Besitzbürgertum im Staat mehr zu sagen haben als andere, ja. Aber das ändert an meiner Kritik nichts.

          2. Nein, sondern nur um die Präferenzen des konsum­taug­li­chen und –inter­es­sier­ten Teils der Zuschauer.

            Ok, das lasse ich gelten. Also kommt es eben nicht in erster Linie auf die mate­ri­elle Kaufkraft an, sondern auf die Konsumbereitschaft. Die jungen Hartzer sind daher durch­aus Zielgruppe, die durch­aus mehr­heit­lich wohl­ha­ben­den Alten hinge­gen weniger.

            Das fakti­sche Konsumverhalten Einzelner spielt da weniger eine Rolle, wenn sich die Fernseh-Präferenzen nicht entlang der mate­ri­el­len Linien bilden, sondern z.B. entlang von Alters- oder Bildungsgrenzen, was ja durch­aus der Fall ist.

            Darum ist es Unsinn, hier von Demokratie zu spre­chen.

            Tut ja auch keiner.

            Aber das ändert an meiner Kritik nichts.

            Doch. Diese Bevorzugungen sind nämlich fein demo­kra­tisch zustande gekom­men.

          3. „Das fakti­sche Konsumverhalten Einzelner spielt da weniger eine Rolle, wenn sich die Fernseh-Präferenzen nicht entlang der mate­ri­el­len Linien bilden, sondern z.B. entlang von Alters– oder Bildungsgrenzen, was ja durch­aus der Fall ist.”

            OK, soweit stimme ich zu; das spielt natür­lich auch eine Rolle, und das meine ich ja auch, wenn ich schreibe: können und wollen, konsum­taug­lich und –inter­es­siert. Es sind in jedem Fall im werbe­fi­nan­zier­ten Fernsehen vor der Quote nicht alle Zuschauer gleich viel wert –> keine Demokratie.

            „Tut ja auch keiner.”

            Jetzt bin ich verwirrt. Wenn du mit „Demokratie” weiter oben nicht die Orientierung an Quoten mein­test, von der David schrub, was dann?

            „Doch. Diese Bevorzugungen sind nämlich fein demo­kra­tisch zustande gekom­men.”

            Verstehe ich auch nicht. Inwiefern wider­legt das meinen Hinweis, dass die Quote kein demo­kra­ti­sches Instrument ist?

          4. Wenn du mit „Demokratie” weiter oben nicht die Orientierung an Quoten mein­test, von der David schrub, was dann?

            Das „Zuschauerparlament”. David ist sich ja sicher, dass dies auch eine Orientierung nach Quoten bringen würde, und deswe­gen will er es nicht.

            Er hat da inso­fern Unrecht, als dass ein von einem solchen „Zuschauerparlament” bestimm­tes Programm viel­leicht nicht ganz so ausse­hen würde wie RTL II. Aber die Sendungen, von denen er will, dass andere sie sehen bzw. die er selbst so gern sieht, würde es dann wohl auch weniger geben. Dafür z.B. mehr Musikantenstadl und Rosamunde Pilcher.

            Wer das nicht will, muss dann für die „Herrschaft der Weisen” plädie­ren.

            Inwiefern wider­legt das meinen Hinweis, dass die Quote kein demo­kra­ti­sches Instrument ist?

            Es zeigt, dass auch demo­kra­ti­sche Entscheidungen einsei­tig bestimmte Präferenzen bedie­nen können und sich daher in ihrer Güte von der Quote als Entscheidungsmechanismus kaum unter­schei­den.

    3. David, ich schau gar kein Fernsehen.
      Weder Tagesschau noch Tagesthemen, keine dritten Programme und auch kein Privatfernsehen.
      Die Spielfilme die mich inter­es­sie­ren habe ich schon im Kino gesehen oder ich leihe mir die DVD aus.
      Serien schaue ich auch von DVD, meist im engli­schen Orginal.

      Politisch infor­miere ich mich über das Lesen von Zeitungen und Magazinen, da gehört die Lokalzeitung ebenso dazu wie die Jungle World, die FAZ, der Spiegel oder die taz.

      Was übri­gens die sach­li­che oder seriöse Berichterstattung der öffent­lich recht­li­chen Medien angeht, so bietet sich ein Blick auf die Webseite Stigma Videospiele an.

      Laut dem ZDF wird Call of Duty bekannt­lich von Familienvätern und Neonazis gespielt, bei GTA geht es darum Frauen zu verge­wal­ti­gen, bei Counterstrike muss man Schulmädchen abknal­len und laut dem Intendanten des ZDF ist es voll­kom­men normal, das man ein Interview so schnei­det das es scheint als ob der Interviewpartner lachend auf virtu­elle Leichen schießt.
      http://www.youtube.com/watch?v=9c5rwlKFsLE

    4. „Nun, im Falle eines Zuschauerparlamentes für die öffent­lich-recht­li­chen Programme oder gar einer Privatisierung wäre damit Schluss.”

      Wie kommst Du darauf? Die Liste „Für mehr Qualität in der Tagesschau” würde sicher­lich gut Stimmen absah­nen.

    5. „Über die Privatisierung oder gar ein „Parlament” aber nicht…”

      Du fändest Privatisierung weniger schlimm als ein Zuschauerparlament? Okay. Krass.

      1. Ich finde Privatisierung weniger schlimm als ein Zuschauerparlament.

        Der öffent­lich-recht­li­che Rundfunk ist in Deutschland Ländersache.
        In einigen Landesparlamenten sitzen auch Politiker Links- und Rechtsextremer Parteien. Es gibt also in diesen Ländern eine gewis­sen Anteil an Wählern mit extre­mis­ti­schen Gedankengut…
        Wenn werden die wohl in die entspre­chen­den Rundfunkparlamente wählen ?

        Man sollte nicht mit der kommen­den Haushaltsabgabe Rundfunkparlamente begrün­den, man sollte die Haushaltsabgabe in Frage stellen !

        Warum ist es nötig das jeder Haushalt — egal ob er nun das öffent­lich-recht­li­che Fernsehen nutzt oder nicht — dafür zahlt ?
        Der öffent­lich-recht­li­che Rundfunk wurde inzwi­schen auf digi­ta­len Standard umge­stellt, und könnte problem­los verschlüs­selt werden.
        Die GEZ könnte den Vertrieb der Schlüsselkarten über­neh­men. Das alte System nach dem nur der zahlt der auch ein Gerät besitzt könnte beibe­hal­ten werden.

    6. > Schaut ihr gerne die Tagesschau oder die Tagesthemen?
      Nein.

      > Und die seichte Unterhaltung in den dritten Programmen?
      Nein.

      Fakt ist: Es gibt nur ganz selten Sendungen, für die ich den Fernseher einschal­ten würde. Diese Sendungen vertei­len sich recht gleich­mä­ßig über die Sender. Daß ich einen Teil dieser (wie gesagt: sehr wenigen) Sendungen mit Zwangsgebühren finan­ziere, hat mit der Qualität/Attraktivität fast nichts zu tun.

  4. Die Facebook-Autoren begehen IMHO einige Denkfehler. Sie begin­nen:

    „No taxa­tion without repre­sen­ta­tion!”

    Was die GEZ eintreibt, *ist* bereits für alle prak­ti­schen Zwecke eine Steuer: Eine Steuer auf Rundfunkgeräte. Daran ändert auch nichts, dass die Politik das Privileg auf das Eintreiben dieser Steuer an die Rundfunkanstalten verpach­tet hat; dies macht nur die feuda­lis­ti­sche Natur unserer poli­ti­schen Klasse deut­lich.

    „Wegen der Haushaltsabgabe muss jeder Einwohner Deutschlands künftig das Programm der Öffentlich-Rechtlichen Sender alimen­tie­ren, ob er sie jemals einschal­tet, oder nicht.”

    Das ist bei den derzei­ti­gen Zwangsgebühren genauso.

    „Über die Verwendung meines Geldes habe ich auch ein Wörtchen mitzu­re­den.”

    Bis hierhin kann ich folgen. Aber dann:

    „In die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen Sender gehören demo­kra­tisch gewählte Vertreter der Zuschauer, die den ganzen Spaß ja schließ­lich bezah­len müssen.”

    Und wo sind die Nicht-Zuschauer vertre­ten?

    „Wer sich nicht einbrin­gen will, muss nicht — ganz wie bei anderen Wahlen auch. Aber wem etwas an einem Öffentlich-Rechtlichen Qualitätsfernsehen gelegen ist, der sollte Gehör finden. Ein Zuschauerparlament kann das leisten.”

    Mir ist ebenso sehr an einem öffent­lich-recht­li­chen Rundfunk gelegen wie an einer ÖR’en Presse oder an einer ÖR’en Lebensmittelversorgung — *gar nicht*. Nicht nur, weil die öffent­lich-recht­li­chen Redakteure inzwi­schen in den meisten Fragen eine Einheitsmeinung verbrei­ten; ihr Treiben hat mit den grund­ge­setz­lich vorge­ge­be­nen Aufgaben des Staates nichts zu tun. Wenn mir das Essen bei McDoof nicht passt, gehe ich zum Griechen nebenan. McDoof-Angestellte hätten schlicht kein Recht, mir hinter­her zu rennen und zur Herausgabe meines Geldes zu zwingen. Sie hätten auch dann kein Recht dazu, wenn die Politik solcher­lei Nötigung lega­li­sierte.

    Lassen wir uns von Ideen wie „Zuschauerparlamenten” nicht ablen­ken; lassen wir die Augen auf die Tatsache gerich­tet, dass sich die Politik ein Medienkartell hält, dessen Angestellte nicht schlecht von unseren Zwangszahlungen leben. Nicht ein weite­res Gremium wollen wir; wir wollen Gerechtigkeit: Für das ÖR-Programm sollen jene zahlen, die es sehen wollen. Niemand anderes.

    1. Danke für die 3456361. einfalls­lose Polemik gegen öffent­lich-recht­li­che Medien. (Achtung, Ironie.)

      1. Mir hat die Polemik von jpj gut gefal­len, neben­bei bemerkt. ;-)
        Aber ich hab da noch einen Ansatz der deiner These entge­gen­kommt:
        Der ÖR begrün­det sein Schaffen ja mit dem Bildungsauftrag. So ein Zuschauerparlament hätte ja auch eine evalu­ie­rende Funktion. Das kann man sich aber m.E. sparen, wenn es keine Sanktionen bei einer Feststellung der Nichterfüllung oder der mangel­haf­ten Erledigung des Bildungsauftrages gibt.
        Meine Frage wäre, kannst du dir vorstel­len, dass bei fest­ge­stell­ter Nichterfüllung des Bildungsauftrages dieser neu ausge­schrie­ben wird? Oder besser erst­mals ausge­schrie­ben?
        Klingt viel­leicht auch etwas pole­misch, aber ich meine das ernst. Auftrag ist Auftrag und bei der Auftragsdefinition kommen dem einen oder anderen Juristen ja Zweifel ob der gebo­te­nen Staatsferne, und nicht nur den Juristen.
        Also wenn dann viel­leicht eines Tages geklärt sein wird, ob die Auftragsdefinition euro­päi­schem Recht genüge tut, muss auch fest­ge­stellt werden können müssen, ob der Auftrag erfüllt wurde oder nicht. Vom Auftraggeber, oder einer von ihm beauf­trag­ten Prüfgesellschaft oder einem Gutachter.
        Denn wenn es egal ist, ob der Auftrag erfüllt wurde oder nicht, ist es kein Auftrag mehr, sondern eine staat­li­che Beschäftigungsmaßnahme. Oder noch schlim­mer, Staatsfernsehen. Das ist aber nicht durch den Auftrag abge­deckt und wäre illegal.
        Deine Meinung dazu würde mich wirk­lich inter­es­sie­ren; wie stets mit den Sanktionen bei Nichterfüllung, mangel­haf­ter Erfüllung oder Vertragsverletzung?

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