Christian Ude (OB München) begründet seine Bereitschaft zur Spitzenkandidatur in Bayern.
Und ich muss sagen: Ja, er könnte das.
Christian Ude (OB München) begründet seine Bereitschaft zur Spitzenkandidatur in Bayern.
Und ich muss sagen: Ja, er könnte das.
Sicher hätte er das gekonnt. Immer wieder in den letzten Jahren war Ude als bayrischer Spitzenkandidat im Gespräch — und hat das immer abgelehnt. Er wollte lieber OB in München bleiben (ist ja verständlich).
Wenn er jetzt mit 64 Jahren plötzlich in die Landespolitik will — weil ihm das Gesetz verbietet, noch einmal zum OB gewählt zu werden — dann ist das einfach zu spät. Mit dieser Kandidatur würde er sich lächerlich machen.
„Mit dieser Kandidatur würde er sich lächerlich machen.”
Warum „würde”? Er hat seinen Hut doch schon in den Ring geworfen. Ich finde das gut.
Glaube ich eigentlich nicht. Sicher, er kann verlieren und setzt damit sein „Denkmal” aufs Spiel. Aber lächerlich. Nein. Dafür sind seine Werte in Umfragen zu gut, dafür reagiert die CSU viel zu panisch auf seine Ankündigung.
Noch hat der Wahlkampf ja nicht begonnen. Aber die CSU wird das schon zum Thema machen, daß hier jemand für ein Amt kandidiert, das er vorher nie wollte. Und nur kandidiert, weil er über der Pensionsgrenze für OBs ist.
Den Wählern sind diese Details ja noch gar nicht bewußt, daher sagen die bisherigen Beliebtheitswerte wenig.
„Aber die CSU wird das schon zum Thema machen, daß hier jemand für ein Amt kandidiert, das er vorher nie wollte. Und nur kandidiert, weil er über der Pensionsgrenze für OBs ist.”
Jo, ist ja auch legitim, das zu versuchen. Ich glaube nicht, dass das zieht, aber das werden wir ja sehen. ;)
Ja, das versuchen sie ja bereits. Aber Ude spricht das ja auch offen an. Ich denke nicht, dass man damit groß punkten kann. Da muss schon mehr kommen.
Wie gesagt, mich beeindruckt einfach die Nervosität der CSU. Die Verbalattacken der Münchner CSU sind schon heftig. Und das zwei Jahre vor der Wahl.