Gründungserklärung der Linken Antikapitalistischen Linken / Sehr Kommunistischen Plattform

Wir haben uns als LAKL / SKPF (Netzwerk Linke Antikapitalistische Linke / Sehr Kommunistische Plattform) als Mitglieder und Freunde der Partei DIE LINKE zusam­men­ge­schlos­sen, um linke Positionen inner­halb der Partei DIE LINKE gegen rechts­kon­ser­va­tive und rechts­ex­treme Strömungen zu vertei­di­gen. Wir verste­hen uns als bewe­gungs­ori­en­tierte linke Antikapitalistinnen und Antikapitalisten. Wir fühlen uns vom bishe­ri­gen Kurs der Partei und anderen Strömungen nicht mehr vertre­ten, stellen jedoch einen großen Teil der Basis dar. Wir wollen mit unserem Zusammenschluss all jenen eine Stimme geben, die sich von den Bonzen in der Partei nicht mehr reprä­sen­tiert sehen.

Unsere poli­ti­sche Position: Echter Antikapitalismus

Wir sind linke (!) Antikapitalistinnen und Antikapitalisten. Wir grenzen uns von den rechten Antikapitalisten der AKL (Netzwerk Antikapitalistische Linke) ab und vertre­ten einen echten Antikapitalismus, der in Theorie und Praxis unmit­tel­bar auf die Beseitigung von Finanzdiktatur und Kapitalherrschaft zielt. Neoliberale Konzepte wie das Grundeinkommen (Milton Friedman) oder andere Rechte Konzepte wie den Mindestlohn (Francisco Franco, Tony Blair) lehnen wir ab. Diese sind ledig­lich Störmanöver zur Beruhigung und Befriedung der Massen und haben nichts mit echtem Antikapitalismus zu tun. Dass auch Gewerkschaften den Mindestlohn fordern, kann indes kein Grund sein, diesen zu Unterstützen. Die Forderung nach einem Mindestlohn wird von den Bonzen der Gewerkschaften vorge­tra­gen, die Basis will jedoch dort, wo sie nicht korrum­piert oder geblen­det ist, den echten Bruch mit der Kapitalherrschaft.

Wir & andere Strömungen

Wir grenzen uns von den Bonzen der rechts­kon­ser­va­ti­ven (AKL, SL, KPF) und rechts­ex­tre­men (FDS, Ema.Li) Strömungen der Linken ab. Die Debatten inner­halb und zwischen diesen Strömungen sind ledig­lich Scheingefechte. Die sich als „anti­ka­pi­ta­lis­tisch“ gerie­rende AKL dient ledig­lich dazu, damit sich Bonzen wie Jelpke und Buchholz ihre fetten Diäten sichern können. KPF und SL sind nicht besser und sind nichts weiter als Finanzierungskomitees für Latte-Macchiato Abende im Gewerkschaftshaus und Hummernaschende Wagenknechte. Von den rechts­ex­tre­men Strömungen ganz zu schwei­gen.
Wir müssen den Angriffen dieser Strömungen von Rechts gemein­sam mit anderen linken Antikapitalistinnen und Antikapitalisten und sehr kommu­nis­ti­schen Genossinnen und Genossen entge­gen­wir­ken. Strömungen (AKL, SL, KPF) die mit Strömungen (Ema.Li, FDS) ein Bündnis wollen, die mit den Kriegstreibern und Agenda2010-Parteien (SPD, Grüne) gemein­same Sache machen, haben sich von Anspruch der Systemüberwindung klar verab­schie­det.

Wir & Wahlen

Wir setzen uns für dunkel­rote Haltelinien in der Partei DIE LINKE ein. Nicht nur Regierungsbeteiligungen sondern der Parlamentarismus selbst ist es, der zur Korrumpierung und Verbonzung der Partei beiträgt. Wir sagen daher klar nein zur Teilnahme an Wahlen, bei denen ein Einzug in die Parlamente droht und stellen der parla­men­ta­ri­schen Arbeit die Zusammenarbeit mit linken, außer­par­la­men­ta­ri­schen Bewegungen entge­gen. Insbesondere im Osten darf die Partei nicht mehr zu Wahlen antre­ten, da in jedem Bundesland der Einzug in die Parlamente, in einigen sogar eine Regierungsbeteiligung, droht.

Für eine echte anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Linke, für sehr kommu­nis­ti­schen Kommunismus und gegen die Verbonzung der Partei!
- BundessprecherInnenrat der LAKL / SKPF

Quelle: http://lakl.blogsport.de/

6 Gedanken zu „Gründungserklärung der Linken Antikapitalistischen Linken / Sehr Kommunistischen Plattform“

  1. Der Anfangssatz ist der Beste:

    Wir haben uns […] als Mitglieder und Freunde der Partei DIE LINKE zusam­men­ge­schlos­sen, um linke Positionen inner­halb der Partei DIE LINKE gegen rechts­kon­ser­va­tive und rechts­ex­treme Strömungen zu vertei­di­gen.

        1. nein, ich habe das nicht mitbe­kom­men und fühle mich verarscht.
          ich versu­che, mich abseits von solchen verar­schun­gen zu infor­mie­ren.
          ich verweise deshalb auf die rede von gysi am 7.9.11 im bundes­tag.
          http://www.linksfraktion.de/reden/schwarz-gelb-haengt-klein-karierter-ideologie/
          ich hoffe, dass sie von möglichst vielen leuten mit der rede stein­mei­ers vergli­chen wird:
          http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0„58013,00.html

          ein urteil über­lasse ich sozi­al­de­mo­kra­tisch denken­den bürgern selbst. ein kommen­tar meiner­seits erscheint mir über­flüs­sig!

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