Monthly Archives: Juli 2011

Berliner Republik: Sozialdemokratie — kommt da noch was?

16. Juli 2011
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Die aktuelle Ausgabe der „Berliner Republik” behandelt schwerpunktmäßig die Krise der Sozialdemokratie. Kein originelles Thema im eigentlichen Sinne, aber die Antworten, die aufgezeigt werden, sind es (teilweise) sehr wohl. Total subjektiv eine rasche Bewertung der Einzelbeiträge: Ulrich Deupmann: „Entscheidend ist die Haltung”: Ja. Zustimmung. Nichts wirklich Neues, aber ja. Wichtigster Satz für mich: „Und noch eine Korrelation ist signifikant: Je mehr sozialdemokratische Mandatsträger im Leben stehen und im Zweifelsfall auch in der freien Wirtschaft eine adäquate berufliche Alternative dazu finden, desto seltener regen sich Abwehrreflexe gegen Neuankömmlinge und Quereinsteiger. Wo dies nicht der Fall ist, gelten Sympathisanten rasch als potenzielle Störenfriede und Sympathieträger als potenzielle Konkurrenten um Mandate. In der Diaspora bleibt man gerne unter sich.” Juli Zeh: „Die Menschen sind jetzt anders”: Hach. Juli Zeh. Muss man noch mehr...

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Die GEMA dreht endgültig am Rad

14. Juli 2011
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Okay, die meisten werden jetzt sagen, „Nix Neues”, aber das hat eine neue Qualität:

Ein Video unter CC-Lizenz in Deutschland von YouTube blocken zu lassen — da fehlen mir die Worte.

Die roten Hashtag-Spötter und welche Antworten sie geben könnten

14. Juli 2011
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Nico Lumma macht sich in seinem Blog über eine Anfrage der Linkspartei in Hamburg lustig:  Hamburger Linke und der Hashtag #hhsenat In einer schriftlichen kleinen Anfrage zum Thema “Nutzung von Sozialen Netzen – Wie stehts mit der Medienkompetenz des Senats?” demonstriert Kersten Artus (DIE LINKE) eindrucksvoll, daß wenig Medienkompetenz bei der Anfragenstellerin vorliegt: Seit 21. März verfügt der Hamburger Senat sogar über einen eigenen so genannten Hashtag bei Twitter, #hhsenat. (Ein Hashtag ist ein Schlagwort, unter dem Meldungen gesendet und gefunden werden können.). Bis heute wurde kein einziger Tweet unter diesem Hashtag versendet. Das ist ja eine bodenlose Frechheit des Senats und kommt einem handfesten Skandal gleich. Ein ungenutzter Hashtag, der für viel Geld eingerichtet wurde, so kann es nicht weiter gehen in Hamburg! Dieses drängende Problem muß...

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Deutschland einig Rüstungsland?

11. Juli 2011
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Ganz Deutschland empört sich über den geplanten Export von 200 Kampfpanzern des Typs Leopard 2 in das derzeit von Protesten heimgesuchte Saudi-Arabien. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Politikern besetztes Gremium, der Bundessicherheitsrat, schert sich nicht um öffentliche Meinungsbildung und Ratschläge von Experten, sondern entschließt und befürwortet das 1,7 Milliarden Euro Rüstungsprojekt. Anfang Juli kam diese Entscheidung des geheim tagenden Bundessicherheitsrates in die öffentliche Diskussion. Man beratschlagte, inwiefern dieses Projekt wirtschaftlich, moralisch und politisch vertretbar sei und welche Faktoren für oder gegen ein solches Geschäft sprechen. Natürlich kommt die Frage auf, was dieser Bundessicherheitsrat für ein Gremium ist, welche Kompetenzen er besitzt, welcher Art der Kontrolle er unterliegt und inwiefern seine Entscheidungen rechtsverbindlich sind. Der Bundessicherheitsrat wurde 1955 unter Konrad Adenauer als Bundesverteidigungsrat im Sinne eines Koordinationsgremiums für die bundesdeutsche...

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Unter Spitzengenossen

10. Juli 2011
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Der Film „Sozialdemokraten – 18 Monate unter Genossen“ von Lutz Hachmeister zementiert das Bild einer auf den Parteivorsitzenden ausgerichteten Partei – das ist ein Zerrbild der SPD. Den Film sollte man aber trotzdem gucken, als Lehrstück darüber dass selbst ein Dokumentarfilm keinen unvoreingenommenen Blickwinkel haben kann. Lutz Hachmeister, einer der bekanntesten Dokumentarfilmer in Deutschland, hat am Freitag abend in Berlin seinen neuesten Film „Sozialdemokraten – 18 Monate unter Genossen“ vorgestellt. Der Film ist unterhaltsam und auf hohem Niveau. Hachmeister spielt mit den kleinen Gesten, den Schnitten, Rückblenden und Interviews und schafft es, einen Spannungsbogen aufzubauen von der verheerenden Niederlage im Wahljahr 2009 zu den gewonnenen Landtagswahlen in den Jahren danach. Es ist in weiten Teilen ein Film, der sich um einen Protagonisten sortiert: Sigmar Gabriel. Markus Winkler twitterte: „18 Monate...

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