Monthly Archives: April 2011

Loblied der gedruckten Zeitung

11. April 2011
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Ich liebe das Internet. Und ich bin Nachrichtenjunkie. Ich hassliebe „Spiegel Online” für die flachen Artikel und die gleichzeitig unfassbare Schnelligkeit. Und schätze die kleinen und großen Perlen, die man in diesem WWW so findet. Und wühle auch mal gerne im Dreck, suhle mich darin, weiß, dass auch das Dunkle und Düstere zum Leben gehört. Ganz normal ist, so normal wie Essen und Trinken und die Folgen dieser Tätigkeiten. Bin fasziniert von der Banalität. Begeistere mich an tiefgehenden Analysen an unerwarteter Stelle. Aber ich liebe auch die gedruckten Zeitungen. Erfreue mich an der Haptik des Papiers. Rieche gerne die Druckerschwärze. Höre das Rascheln. Das Papier liebkose ich und streiche es glatt. Falte es. Zerknülle es, wenn mir ein Artikel nicht gefällt. Male wild darin herum, wenn ich einen Gedanken...

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#tazlab: #2: Mutige BloggerInnen in der Welt und das verwöhnte Deutschland

11. April 2011
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Am Wochenende war ich auf dem #tazlab, veranstaltet von der „taz“ und dem „Freitag“. Eine kleine Serie. Teil 2: Mutige BloggerInnen in der Welt und das verwöhnte Deutschland. Das wirklich genialste und stärkste Podium gab es gleich zu Beginn: am Freitagabend hieß es „Hier spricht die Revolution“. Und zur Abwechslung war hier der Name wirklich einmal Programm. Es waren vor Ort: Dana Asaad (Journalist, Irak), Ines Pohl („taz“-Chefredakteurin), Johannes Staemmler („Causa Guttenberg“), Lina ben Mhenni (Twitterin/Bloggerin, Tunesien), Mona Seif (Twitterin/Bloggerin, Ägypten), Viktar Malishevsky (Anti-Journalist, Weißrussland). Nicht dabei sein durfte Yoani Sanchez (Bloggerin, Kuba), deren Ausreise das kubanische Regime verhinderte. Um ehrlich zu sein: mir fehlen fast die Worte, um meine Gefühle zu beschreiben. Das Podium war dermaßen überwältigend besetzt, dass nur ein Mensch mit einem Herzen aus Stein nicht...

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#tazlab: #1: Lauterbach vs. Beckedahl und Tessa

11. April 2011
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Am Wochenende war ich auf dem #tazlab, veranstaltet von der „taz“ und dem „Freitag“. Eine kleine Serie. Teil 1: Lauterbach vs. Beckedahl und Tessa. Wir sind die SPD, wir wollen Wahlen gewinnen. Also bin ich natürlich direkt in die Session „Wählerfang im Netz: Wie verändert sich die Politik durch das Internet?“. Die SessionmeisterInnen waren: Karl Lauterbach, bekannt aus Funk und Fernsehen als der „„Mann mit der Fliege“; Markus Beckedahl, „dieser Typ aus dem Internet“; Matt Wells, Journalist des „Guardian“ ohne Deutschkenntnisse – wenn das unser aller Außenminister wüsste (noch ist das schließlich Deutschland hier); Philip Grassmann, Medienmensch; Teresa „#hach“ Bücker (<3), Social-Media-Expertin und „spd.de“-Macherin. Kurz und knapp: am Ende waren sich alle einig. Habe ich jedenfalls zusammengefasst. Bzw. erklärt. Meister im Ungefähren und Nachfolger Salomons, der ich doch bin. Lang und...

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Unterschicht und Demokratie

11. April 2011
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Wie lösen wir den Grundwiderspruch auf, dass die, deren Leben durch Politik am meisten beeinflusst wird, nämlich die auf Sozialtransfers (Hartz IV) angewiesen sind, sich am wenigsten für Politik interessieren? Dass die Unterschicht, die am meisten zu gewinnen hätte, würde sie sich einbringen und ihre Rechte einfordern, sich am wenigsten einbringt? Was bedeutet das für neue Verfahren wie die Direkte Demokratie, die ich persönlich gut finde? Bei denen ich aber befürchte, dass hier vor allem die Mittelschicht zu den großen Gewinnern gehören wird und die Unterschicht unterliegt? Die Hamburger Schulreform hat gezeigt: das Bürgertum weiß für seine Interessen zu kämpfen, die Unterschicht nicht. „Mediaspree versenken” in Berlin zeigt das auch: die urbanen Berliner, die sich kulturell frei entfalten wollen, wollen ein „Spreeufer für alle”. Was der Verkäuferin bei Aldi...

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Die Zukunft der SPD als Volkspartei”

11. April 2011
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Eine rasche These von mir: die Linkspartei muss sterben, damit die linke Volkspartei SPD leben kann. Mit „leben” ist hierbei explizit leben gemeint und nicht bloßes überleben. Überleben allein reicht nicht aus — die SPD ist nach wie vor so groß, dass sie auf lange Zeit überleben würde, vielleicht irgendwann dauerhaft nur noch auf Rang 3, aber sie würde überleben. 500.000 Mitglieder, eine riesige Stiftung, die AWO, die Naturfreunde, die Gewerkschaften, etc. pp., all das verschwindet natürlich nicht von heute auf morgen. Vielleicht würde es niemand von uns mehr zu unseren Lebzeiten erleben. Wollen wir das testen, wollen wir es darauf ankommen lassen? Nein! Wir wollen mehr als nur überleben — wir wollen leben. Wild und bunt, frei und laut, links und stark. Eine linke Volkspartei sein, das wollen...

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Wir sind dabei

re:publica 12

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