3 Gedanken zu „Thilo Sarrazin: Nachgefragt bei Andrea Nahles“

  1. Ehrlich gesagt kommt mir Nahles in dieser Geschichte vor wie Gabriels Bauernopfer. Und das nehme ich Gabriel übel, der mir etwas zu sehr abge­taucht ist.

    Gabriel wollte anfangs unbe­dingt Sarrazin ausschlie­ßen und schoss mit aus den schärfs­ten rheto­ri­schen Waffen. Nahles hinge­gen zögerte anfangs, wollte und konnte sich aber nicht gegen den Chef stellen.

    Dann stellte der Parteivorstand fest, dass der Ausschluss schwe­rer wird als gedacht. Einerseits fällt der Beleg für den Verstoß gegen die Grundsätze der SPD ziem­lich schwer, ande­rer­seits revol­tierte ein nicht unwe­sent­li­cher Anteil der Basis gegen einen Ausschluss.

    Also entschied sich der Parteivorstand für ein Zurückrudern. Aber Gabriel, der anfangs mit dicken Backen vorpreschte, drückt sich und schickt Nahles in das heiße Feuer, um sich die zu erwar­tende Prügel abzu­ho­len. Und Nahles, trotz alles soli­da­risch, spielt mit.
    Dabei hat sie m.E unter vielen schlech­ten Möglichkeiten den am wenigs­ten schlech­ten Weg gewählt. Prügel hätte es auch bei allen anderen Wegen gegeben, viel mehr als Lob.

    Bei mir persön­lich hat Gabriel verdammt viel Respekt verlo­ren, Nahles hinge­gen hat weiter meinen Respekt gewon­nen. Einfach weil sie nicht nur Gutwetter-Generalsekretärin ist, sondern auch und gerade in stür­mi­schen Zeiten Profil zeigt.

    Fazit: Nahles for Kanzleramt, wesent­lich lieber als Gabriel!
    (OK, erst einmal sollte sie am besten Rheinland-Pfalz gewin­nen, wenn König Kurt abtritt. Das wäre eine wich­tige Erfahrung.)

  2. GenossInnen,

    Andrea Nahles hat kein Rückgrat in Sachen Sarrazin gezeigt.
    „Sie wollte und konnte sich nicht gegen den Chef stellen”.
    Das ist ja unglaub­lich. Juristisch völlig unge­bil­det, tappte sie in die Sache, machte ein Gesicht vor der Kamera — Fremdschämen war ange­sagt.
    Sie ist eine Weichspül-Generalsekretärin. Nahles for Kanzleramt. Beim lieber Bankkaufmann. Lerne erst mal rich­ti­ges Englisch. Zum zweiten könnte die SPD bei einer solchen Kanzlerkandidatin die Arbeit an der Basis selbst orga­ni­sie­ren.
    Andrea Nahles als Nachfolgerin des Minipräs ? Lach, träum weiter.

Kommentare sind geschlossen.