Grüne Duisburg verwechseln Ursache und Wirkung

Grüne DuisburgDie Linkspartei Duisburg hatte anti­se­mi­ti­schen Dreck auf ihrer Website stehen, die Ruhrbarone haben darüber berich­tet, mitt­ler­weile ermit­telt der Staatsanwalt. Siehe hier, hier und hier.

SPD und Grüne haben in Duisburg leider eine Koalition mit der Linkspartei verein­bart und diese leider noch nicht aufge­löst. Schlimm genug. Und was machen die Duisburger Grünen daraus? Das:

Der Kreisvorstand der Duisburger Grünen ist scho­ckiert darüber, dass rechts­ex­tre­mes und anti­se­mi­ti­sches Material über die Web Seiten der Partei Die Linke an die Öffentlichkeit gelan­gen konnte.
Die Duisburger Grünen akzep­tie­ren die klare Distanzierung des Kreis- und Landesverbandes der Linken von den Inhalten dieses Flugblattes, sehen aber weite­ren drin­gen­den Handlungsbedarf!
„Wir fordern die Partei Die Linke in Duisburg auf, auch auf ihrer Internet-Präsenz in Duisburg weiter im Detail aufzu­klä­ren“, so Matthias Schneider, Sprecher der Grünen in Duisburg.
„Wir erwar­ten auch eine ausführ­li­che Unterrichtung der Kooperationspartner im Duisburger Rat zu diesem Vorfall.“ Es dürfe nicht sein, dass solches Material durch Unachtsamkeit oder Vorsatz einzel­ner Mitglieder verbrei­tet werde. „Wir erwar­ten, dass unser Kooperationspartner unver­züg­lich und voll­stän­dig hier in Duisburg aufklärt“. Eine Qualitätskontrolle für die im Internet zugäng­li­chen Inhalte, Dokument für Dokument, sei unab­ding­bar.
„Sorgen machen uns aller­dings auch über die Methoden des Internet-Blogs ruhrbarone.de, der das Ganze aufge­deckt hatte“, so Schneider. „Warum hat man von dort nicht bei der Linkspartei nach­ge­fragt? Und warum haben sie große Teile des Hetzblattes selbst verbrei­tet?” Nach Meinung der Grünen werde deut­lich, dass hekti­scher Internet-Journalismus auch seine Grenzen habe.

Was soll man dazu noch sagen …

PS: Die Ruhrbarone haben jetzt reagiert.

Autor: Christian Soeder

Christian Soeder ist Herausgeber von ROTSTEHTUNSGUT und besonders an netzpolitischen Zusammenhängen interessiert.

17 Gedanken zu „Grüne Duisburg verwechseln Ursache und Wirkung“

  1. Hm, ich könnte mir genauso gut vorstel­len, daß es „SPD”-U-Boote sind, denn es ist bekannt, daß „SPD” gern LINKE abwirbt… Habt Ihr keine Angst, daß das nicht auch U‑Boote sind?
    Also, schaut Euch Eure Erwebungen an, die Ihr „gewon­nen” habt.
    könnten auch welche vom VS sein, alles möglich.
    PS: Ich erin­nere mich noch an 1979, als man gern und schnell unlieb­same Genossen entfernte, die hatten nicht solche Chance wir Sarrrazin, die flogen (im Zuge, daß man Klaus Uwe Benneter heraus prozes­sierte. Auf Demos darauf­hin wurden viele VS-mässig erfaßt (wer da nur Beziehungen zu hatte?)).
    Aber, güns­tige Gelegenheit, daß man von Sarrazin ablen­ken kann.

  2. Um mal zu präzi­sie­ren: Die Duisburger Linken hatten den anti­se­mi­ti­schen Dreck nicht auf ihrer Website stehen, weil der zufäl­lig dahin geraten ist und sie haben es nicht recht­zei­tig gemerkt.
    Sondern sie haben diesen Dreck bewußt dorthin gestellt.

    Und wenn die Grünen bekla­gen, daß „rechts­ex­tre­mes und anti­se­mi­ti­sches Material über die Web Seiten der Partei Die Linke an die Öffentlichkeit gelan­gen konnte.” verpas­sen sie das Wesentliche: Die Antisemiten bei der Linken haben dieses Material produ­ziert.

    Der Skandal ist nicht, daß das an die Öffentlichkeit gerät. Sondern der Skandal ist, daß die intern so denken!
    Deswegen ist natür­lich der Vorwurf an die Ruhrbarone völlig absurd.

    SPD und Grüne in Duisburg sollten sich aber daran erin­nern, daß das kein isolier­ter Einzelfall ist. Die Linken haben ja schon einen anti­se­mi­ti­schen OB-Kandidaten aufge­stellt, das hätte ja Warnung genug sein können vor dieser Koalition.

  3. Gewisse Rand- und Ausländerschichten sind schäd­lich für D und sorgen dafür, dass D ein homo­ge­ner und schlag­kräf­ti­ger Volkskörper abhan­den kommt. Gegen diese Eroberung Ds durch z.B. dumme Türken muss vorge­gan­gen werden, mittels Verhinderung von Geburten und Ehen und dem Entzug finan­zi­el­ler Mittel.

    So denkt man in weiten Teilen der SPD, was die Zustimmung zu TS zeigt.
    Und auch die Parteispitze hält das zumin­dest prak­tisch für tole­ra­bel und für nicht ausrei­chend, um damit gegen die eigenen Grundwerte zu versto­ßen (immer­hin hat TS nichts zurück­ge­nom­men). Man darf in der SPD bleiben, auch wenn man das weiter­hin best­seller­mä­ßig unter’s Volk bringt.

    Das Flugblatt der Linken ist Dreck, ja, aber dass man sich in der SPD darüber aufregt, letzt­end­lich immer mit dem Argument, Juden müssten vor Verfolgung geschützt werden, ist ein Witz.

    Dass man als schwa­che Minderheit von der SPD nichts zu erwar­ten hat, sondern man mit Angriffen aus der Mitte der SPD heraus rechnen muss, weiß man inzwi­schen.

    1. „Dass man als schwa­che Minderheit von der SPD nichts zu erwar­ten hat, sondern man mit Angriffen aus der Mitte der SPD heraus rechnen muss, weiß man inzwi­schen.”

      Gerade auf taz.de gelesen, dass seit 2009 (also mitbe­schlos­sen von der SPD in der großen Koalition) ein soge­nann­tes Rückführungsabkommen mit Syrien in Kraft ist.

      Tja: Wenn’s dem deut­schen Volkskörper nützt, wird auch schon mal in Terrorstaaten abge­scho­ben. Das ist der Schutz, den sich Minderheiten von der SPD erwar­ten können.

    1. Die Linken machen ja schon ordent­lich Werbung. Bekanntlich ist Antisemitismus in Teilen der Migrantencommunity fest veran­kert.

  4. nun.… zu aller­erst ist in recht­staat nur schul­dig, wer eines verge­hens über­führt und verur­teilt wird.
    die linke hat selbst straf­an­zeige erstat­tet und man hat wohl inzwi­schen die ip-adresse des cumpu­ters von dem das zeug hoch­ge­la­den wurde.
    also warten wir’s mal ab!

    seltsam ist auf jeden fall, dass sowohl der „stern” und vor allem „bild.de” sach­lich berich­ten. was mich vor allem bei der „bild” verwun­dert. für die ist sowas doch im normal­fall ein gefun­de­nes fressen.
    GerdEric (kommen­tar s.o.) spricht von „u‑booten”.
    der gedanke ist garnicht so abwegig. ich meine, dieser leicht zu findende link auf der inter­net­seite ist doch ein biss­chen sehr auffäl­lig auffäl­lig und mit sicht auf die links-partei hirn­ris­sig!

    also wie gesagt: warten wir’s ab.

    1. Das Schlimme ist, es sind wohl keine U‑Boote, sondern dort wird tatsäch­lich so gedacht. Die Israel-Nazi-Parallelen werden doch nur enig verklau­su­liert in den Linkspartei-Käseblättchen Junge Welt oder Neues Deutschland zum besten gegeben. Dieselben Blätter schrei­ben Schlächter wie Ghaddafi und Ahmadinejad zu anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Helden hoch.

      Fassen wir zusam­men: Ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene wird künftig voral­lem deshalb nicht entste­hen können, weil trotz mancher Gemeinsamkeiten im Bereich Sozialpolitik, die Linken eine Außenpolitik verfol­gen, die man Deutschland nicht ernst­haft antun möchte. Das ist eine Frage der Staatsraison.

  5. Kann ja sein, das das tatsäch­lich „U‑Boote” verbockt haben aber auch wenn das der kras­seste, mir bekannte Antisemitismus-Vorfall in der Die Linke ist, ist es ja trotz­dem nicht der einzige. Es gibt in der Partei offen­sicht­lich Antisemiten und das hat dort eine unse­lige Tradition, die bis in die Zeiten zurück­reicht, als sie die DDR regierte.

    1. wär nett, wenn man mir mit einigen links die anti­se­mi­tis­mus-vorwürfe belegen könnte. im allge­mei­nen bilde ich mir eigent­lich ein, recht infor­miert zu sein.
      aber ich lasse mich gern beleh­ren!

      1. Haben Sie noch nicht von den pres­se­wirk­sa­men Flotillenfahrten nach Israel gehört, die MdBs der Linkspartei aljähr­lich gerne mit Hamas-Aktivisten und anderen Islamisten unter­neh­men?

    1. wie gesagt: warten wir’s ab! das ganze ist sehr seltsam. vor allem diese völlig emoti­ons­lose bericht­erstat­tung der BILD.

      „.…fanden sich auch nach Bekanntwerden der Affäre israel­feind­li­che Äußerungen auf offi­zi­el­len Internetseiten der Partei.…” (BILD.DE)

      „…Als Beispiel nennt der «Focus» eine Stellungnahme des Vorsitzenden der Duisburger Ratsfraktion, Hermann Dierkes, wonach «im Namen des Holocaust» schwere Menschenrechtsverbrechen Israels gedul­det würden…” (BILD.DE)

      ich hätte diese stel­lung­nahme gern mal gelesen. viel­leicht gibts da garnichts anti­se­mi­ti­sches?? israel-kritik muß ja schließ­lich nicht anti­se­mi­tisch sein.

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